Faurby 396 for sale

Sonntag, 31. Mai 2015

 Der Regen tanzt ....draußen.
Britta ist nach tagelanger Internetabstinenz endlich wieder online. So eine Freude. Wir hatten eine sehr schöne Zeit in Oostende. Beim " Open Ship" hatten wir die Möglichkeit uns einige interessante Schiffe von innen anzusehen. Jetzt kann ich es erst ermessen, was es bedeutet auf einem Seenotrettungskreuzer zu fahren. Mit wie wenig Platz die Retter auskommen mussten und was Sie unglaubliches geleistet haben. Besonderes bemerkenswert ist das alte Frachtschiff " Tres Hombres " welches von einer jungen freiwilligen Crew gesegelt wird, die sich auf die Fahne geschrieben haben, " no emission Cargo " zu fahren. Also weltweite Fracht mit 2 Masten aber ohne Motor.!!! www.svtreshombres.com.
So werden Kakaobohnen für eine bestimmte Schokoladenmanufaktur in Amsterdam und Europas bester Rum ( können wir bestätigen ) bis nach Kopenhagen in das feine Restaurant " Moma " gebracht. Das war ein bunter Strauß an Eindrücken.
Brügge sehen und sterben....... Das wäre zu viel verlangt. Brügge ist eine schöne, aufgeräumte, touristisch gut organisierte, attraktive Stadt. Wir würden sagen Stade in groß. Lübeck könnte auch mithalten.
Auf dem Bild ist eine Installation eines chinesischen Künstlers zu sehen, der Fenster von alten chinesischen Abrißhäusern zusammengefügt hat, um gegen den Gigantismus in China zu protestieren.

Die Kanäle ziehen sich sehr schön durch die Stadt und man hat einen sehr schönen Blick von der Wasserseite.
Am Samstag haben wir uns entschlossen das gastliche Oostende zu verlassen und Richtung Süden zu gehen. Der Wind war ausnahmsweise einmal unser Freund und so sind wir nach Dunkerque gesegelt.
Die Freundschaft hielt allerdings nicht lange und so liegen wir bei viel Wind (in Böen bis 40 Kn aus Süd-West) und strömendem Regen hier fest und freuen uns über gutes Internet und somit einer guten Verbindung zur Außenwelt. Bevor wieder die angesagten 40 Kn zurückkommen werden wir morgen in aller Frühe nach Calais segeln. Auf Calais freuen wir uns eigentlich nur wegen des unsagbar guten Restaurant " Le Grande Blue ".
Wir werden berichten.

Mittwoch, 27. Mai 2015

"Oostende voor Anker" und..........
wir mittendrin. Heute sind wir in Oostende angekommen. Bei strahlendem Sonnenschein aber immer noch kaltem Wind. Hier findet ab morgen ein großes Hafenfest statt, ähnlich dem Hafengeburtstag in Hamburg, was zur Folge hat, dass der Innenhafen vollkommen ausgebucht ist. Das Glück war doch auch hier auf unserer Seite und Dank des überaus netten Hafenmeisters des Außenhafens haben wir einen schicken Liegeplatz bekommen und können nun alle einfahrenden großen, alten, herausgeputzten Traditionsschiffe beobachten .
Wir haben uns entschlossen morgen an dem bunten Treiben  teilzunehmen und die Stimmung mitzunehmen.
 













Oostende ist eine für belgische Verhältnisse nette Stadt. Ansonsten schreckt uns die Architektur der an die Küste genagelten Hochhäuser eher ab.
 













 Wir sind froh, dass wir jetzt unsre Reise tidenunabhängiger planen können. Der ständige Wind aus West bis Südwest hat es uns nicht gerade leicht gemacht. Leider ist auch für die nächste Woche keine Änderung in Sicht. Also werden wir von hier aus ein paar Landausflüge machen und uns Brügge und Umgebung anschauen. Jens hat dann auch noch Gelegenheit sich um die immer wieder auftretenden Wassertropfen im Motorraum zu kümmern. Auch ist sonst noch einiges an Wartungsarbeiten zu erledigen. Hier kommt keine Langeweile auf.
Die ersten auf der gleichen Strecke segelden TO Mitglieder Susanne und Thomas Hingst haben wir in Den Helder getroffen. Susanne hatte uns gleich an dem TO Stander erkannt. Wir haben uns über unsere Reiserouten ausgetauscht und werden uns sicherlich bald wieder treffen.
Bis bald. Wir freuen uns immer auf Rückmeldungen von Euch.


Sonntag, 24. Mai 2015

Vlieland
Wir waren 2 sonnige Tage auf Borkum, das war auch sehr schön. Sind gestern Morgen um 5 Uhr auf und nach Vlieland. Ich hätte gedacht der Hafen wäre Pfingsten wegen Überfüllung geschlossen. Aber, oh Wunder, eine Box für uns! Gleich geht es los Richtung Den Helder hinten rum, übers Wattfahrwasser.
An angeln war gestern auf unserer Überfahrt nach Vlieland wegen erheblichem Seegang nicht zu denken, die Fische mussten erst einmal gefüttert werden.
Aber zum Glück ist Seekrankheit im Hafen schnell überwunden und es hab schon wieder einen Sundowner.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Durchs Wattenfahrwasser mit 2m Tiefgang.....
Gestern sind wir nach intensiver Reiseplanung
über das Memmertfahrwasser und die noch weit kritischere Osterems bis nach Borkum gefahren. Das war größtenteils lästige Motorerei.
Leider konnte uns niemand sagen welche Fahrwassertiefen wir in der Osterems vorfinden würden. Kein Einheimischer fährt hier mit 2m Tiefgang herum. Die gute Nachricht ist, wie hatten 2,60m minimale Wassertiefe berechnet (es war genau Spring HW) und die haben wir dann dank genauer Zeitplanung auch vorgefunden. Die weniger gute Nachricht war dann der viel stärkere NW-Wind, der uns unangemeldet eine steile Welle bescherte und den Wasserstand dann doch eher knapp werden ließ. Fazit dieser Reise durchs Watt: Das geht mit unserem Schiff nur bei Spring Hochwasser.
Borkum erreichten wir dann gegen 6-7 Windstärken aus NW über die Ems. 
Unterwegs gab es vorbereitete heiße Suppe und wir waren ganz zufrieden mit der kleinen Reise. Abends waren wir, dank einer Mitfahrgelegenheit mit dem örtlichen Raumausstater, noch im ca. 5 km entfernten Ort und sind dann mit dem Bus zurück.
Heute und morgen bleiben wir auf Borkum. Wind aus der falschen Richtung. Das sind für die 75sm nach Vlieland die falschen Voraussetzungen. Fahrräder raus und sehen was die örtlichen Cafe´s zu bieten haben.

Montag, 18. Mai 2015

Norderney und kein Ende

Manchmal kommt es anders als man denkt. Nachdem nun endlich die ersehnten Seekarten angekommen sind , 5 Tage später als erwartet, hat uns nun das eh schon schlechte Wetter ganz der Hoffnung beraubt weiter fahren zu können.
Für heute gibt es eine Sturmwarnung mit Wind aus SW mit ausgiebigem Regen. Da braucht man nicht lange zu überlegen. Morgen wird es allerdings noch mehr regnen und noch mehr stürmen.
Somit können wir uns nicht mehr davor drücken unliebsame Arbeiten am Computer ( neue E Mail Adresse.....) usw zu erledigen. Und damit es uns nicht langweilig wird, werden wir uns in aller Ruhe mit der Tidenberechnung nach dem Reeds beschäftigen. Zeit genug ist ja da. 😉

Freitag, 15. Mai 2015

Ein Leben ohne Heizung ist möglich- aber sinnlos.
Bei diesen Temperaturen ist es auf See schon ziemlich ungemütlich.
Gestern sind wir von Helgoland nach Norderney. Auf  Helgoland haben wir noch einen schönen Tag mit Elke und Rüdiger verbracht und sind dann bei NW 5 sehr schnell nach Norderney gesegelt. Britta hatte mit der anfliegenden Seekrankheit zu kämpfen, was zur Verweigerung der Nahrungsaufnahme führte. Trotz Kälte gab es für sie auch keine heißen Getränke......bloß nicht unter Deck gehen.
Es war mehr Wind als angesagt und folglich sind wir trotz abnehmendem Wind zu früh am Dovetief (Dem sehr flachen Seegatt, das die Zufahrt nach Norderney bildet) angekommen. Nach vorsichtiger Annäherung an die vorgelagerten Sandbänke war klar, dass wir bei der Brandung die Einfahrt nicht wagen konnten. Nach ca. 1 Std. Wartezeit war das Wasser dann soweit aufgelaufen, dass wir die Ansteuerung wagten. Das war bei ca. 1,5 m Welle schon eine eindrucksvolle Erfahrung.
Norderney war unser Ziel, weil wir dort per Post noch fehlende elektronische Seekarten bekommen sollten.
Leider hat die Fa. Nordwest Funk die Sendung nicht wie versprochen letzten Montag verschickt, sondern vermutlich erst Mittwoch.....wenn überhaupt. Wir warten jetzt und können nicht weiter segeln. Das ist besonders schade, weil der Wetterbericht für die nächsten Tage unpassierbare Seegatten verspricht. Also Norderney!  

Dienstag, 12. Mai 2015

Nun ist es soweit. Wir sind am Montag den 11.05.15 um 9:10 in Wedel losgefahren.
Die Vorbereitungen der letzten Tage haben uns sehr in Anspruch genommen. Haus und Garten aufgeräumt, alles in Ordnung gebracht und für eine längere Abwesenheit vorbereitet. Alle Sachen ins Boot eingestaut, gut überlegt was noch notwendig ist, um möglichts nicht all zu viel zu vergessen. Teilweise haben wir wichtige Dinge wie Kreditkarten, Pässe und Visa so gut weggestaut, dass wir nur noch die Hälfte davon wiedergefunden haben. Also wieder Alles neu beantragen und mal sehen, ob es auch noch bis zur Abreise ankommt. Es soll ja schließlich nicht langweilig werden. Heute wissen wir: "Es ist nicht Alles rechzeitig angekommen..."
Wir hatten am 01.05 eine für uns wunderschöne Feier mit der Familie und Freunden auf der Batavia in Wedel. Für den Teil der Teilnehmer die nicht von der Küste kommen, war die Location schon etwas Besonderes. Hannes, der Betreiber der Batavia hat alles gegeben um Zuhörerinnen und Zuhörer mit den Geschichen rund um die Batavia in seinen Bann zu ziehen.
Jens und ich waren tief beeindruckt von der Stimmung, die getragen war von Freude, Zugewandheit, wirklichen Freundschaften und sehr persönlichen Wünschen für das, war vor uns liegt.







Und da wären natürlich auch noch die Verabschiedung von der Familie, den Kindern, Freunden und lieb gewonnenen Arbeitskollegen zu erwähnen. Am Mittwoch letzter Woche hatten wir mit meinen/Britta´s Arbeitskollegen einen kleinen Umtrunk auf LILI, so dass sich auch die Nichtsegler unter Ihnen nun vorstellen können, wie unser Zuhause für die nächste Zeit aussieht.
Wir werden Euch alle vermissen und freuen uns wenn Ihr ab und an unseren Blog besucht und uns schreibt. Nach einer wunderbaren kurzen Fahrt sind wir bei strahlendem Sonnenschein gestern in Cuxhaven angekommen, dachten allerdings aufgrund der fast tropischen Temperaturen, wir seien schon am Ziel unserer Reise......
Mit Britta und Jens von der Segelwerkstatt hatten wir nochmals einen gemütlichen Abend und schon wieder eine schöne Verabschiedung.
Heute auf dem Weg nach Helgoland hat uns die Norddeutsche Wetterrealität schnell eingeholt. Regen, Wind aus der falschen Richtung und ein ungemütlicher aluminiumgrauer Himmel.
Mal sehen, wie es weiter geht?



Samstag, 9. Mai 2015



Montag geht es los!
Lili hat nun zusätzlich zum Bimini auch optionale Seitenverkleidungen und eine Verlängerung des Sonnenschutzes bis zur Sprayhood. Das sieht gewaltig aus, ist aber extrem praktisch, besonders bei Regenwetter.


Es sieht auch so aus, als würden alle erforderlichen Reiseutensilien an Bord Platz finden. Das geht aber nur weil Britta bei der Platzvergabe sehr zurückhaltend ist. Bevor so ein Platz endgültig einer Sache zugewiesen ist, werden schon mal 2-3 Alternativen ausprobiert.
Dabei wird immer darauf geachtet, dass auch bei Seegang Ruhe im Schiff herrscht, also nichts hin- und herscheppern kann.
Viele kleine und große Abschiedsfeiern machen uns das Losfahren nicht gerade leichter.
Liebe Freunde und alle die sonst so Anteil an unseren Plänen nehmen, zeigen uns deutlich wie schön wir es doch auch zu Hause haben.....diese Trennungsgedanken müssen nun überwunden werden und Platz für Reiselust machen.