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Samstag, 28. Mai 2016

Busfahrt auf Tobago



Oder man könnte auch sagen," Die mit dem Bus tanzen ". Im Allgemeinen haben wir gute Erfahrungen mit der Art der hiesigen Personenbeförderung. Man stellt sich an die Strasse und wartet bis ein Kleinbus kommt, der in die richtige Richtung fährt. Das dauert nicht länger als zwei Minuten und schon sitzt man in einem Minibus. Manchmal sogar klimatisiert aber immer mit lauter, meist guter Musik, die dann den Busfahrer ungemein beflügelt. In Deutschland zugelassen für 8 Personen, transportieren diese Kleinbusse, je nach Körperfülle der Gäste, zwischen 12 und 20 Personen. Schulkinder sitzen auch schon mal übereinander.
Gestern wollten wir dann einen Ausflug in den Süden der Insel machen, um uns mit den Örtlichkeiten schon mal vertraut zu machen. Alle Reiseführer schwärmen von den Stränden im Süden, den Korallenriffen und den unvergesslichen, karibischen Landschaften.
Charlotteville liegt ganz im Norden der Insel und die Busse fahren nach ungefährem Zeitplan. Morgens um 10:30 sollte es los gehen. Um 11:00 kommt ein schicker, neuer Bus mit getönten Scheiben, Klimaanlage und schon von weitem zu hören, guter Musik.
Wir, zusammen mit Reiner und Beate, steigen ganz unbeschwert ein.
Dieses Gefühl hielt allerdings nur bis zur übernächsten Kurve an. Da die Insel ziemlich gebirgig ist, geht es mit 18 Prozent Steigung in die Haarnadelkurven. Wer denkt dass bergab gebremst wird, hat falsch gedacht. Trotz Klimaanlage Stufe drei tritt mir alsbald der Schweiß auf die Stirn. Beate, in der Sitzreihe vor mir, wird von Panik gepackt und verlässt bei nächster Gelegenheit fluchtartig den Bus. Wir bleiben sitzen, denn die Einheimischen sind so relaxt, dass die einen schlafen und die anderen stimmgewaltig den Gesang aus dem Radio begleiten. Also denken wir uns, es wird schon gut gehen.
Heil im Süden angekommen, sind wir ziemlich enttäuscht von dem was wir an Stadt, Strand und karibischen Landschaften sehen.
Jetzt war es Zeit wieder zurück zu fahren. Es war gar nicht einfach einen Minibus in Richtung Norden zu bekommen. Nach einer Stunde des Wartens hatten wir die Hoffnung fast schon aufgegeben. Dann kam er, neu, weiß mit getönten Scheiben, klimatisiert und diesmal, es ist kaum zu glauben, mit Fernseher. Nicht nur für die Gäste, sondern auch einen kleinen für den Fahrer.
Wir ahnten schon Schreckliches. Aber wir wollten zurück zum Schiff. Und entgegen unserer Befürchtung hatten wir das Glück einen besonnen Fahrer zu haben, der die Kurven ausgefahren, bergab gebremst und auch sonst die vorgeschriebene Geschwindigkeit gefahren ist. Jens konnte einen James Bond sehen, den er noch nicht kannte und ich konnte diesmal die schöne Landschaft entlang der Küste bewundern.
Wer sagt es denn, es geht doch.
Die Strände sind zwar schön, aber hier haben es die Hotels geschafft bis ans Wasser ihren Zaun zu ziehen und somit die schönsten Plätze der Öffentlichkeit vor zu enthalten. Überall sind Buden und Verkaufsstände, wir kommen uns ein wenig wie im Süden von Teneriffa vor. Nachdem wir dann auch noch angesprochen wurden, ob wir Interesse an einem Nebenverdienst hätten und dafür nur ein paar Diamanten zu schmuggeln, ist uns die Lust auf diesen Teil der Insel vergangen.
Heute ging es dann mit dem Bus mal wieder einen Wasserfall erwandern. Zusammen mit den Crews der "Blue Lilly" und "Balou" brachten wir es auf 8 Personen und brauchten den halben Kleinbus für uns (wieder ein 8-Sitzer). Die Argyle-Wasserfälle sind eindrucksvoll, mit eindrucksvollen Eintrittspreisen und flankierenden Angeboten. Wellington boots for rent....
Nach ausgiebigem Badevergnügen und einem Bummel durch den Ort ging es dann wieder mit dem Minibus zurück nach Charlotteville. Britta und die Blue-Lilly´s sind kurz vor Charlotteville ausgestiegen um noch 15 Kg Mangos zu sammeln, die dann an Bord zu Mango-Rum verarbeitet wurden. Zum Frühstück gab es Mango-smoothie und Mangomarmelade. Heute Abend dann Mango-Rum auf Eis zum BBQ.


Fischer holen ihre Netze am Strand von Charlotteville ein.

 

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