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Freitag, 30. Dezember 2016

30.12.2016 Guadeloupe

Freundlich sind hier in Santo Domingo/Dominikanische Republik alle die wir fragen, wo denn unser Flug nach Guadeloupe abgefertigt wird. Wir sind hier heute Nacht um 02:55 aus Frankfurt angekommen und sollen um 12:45 weiter nach Guadeloupe fliegen. 
Die Dame am Service-counter war genau wie die Sicherheitskräfte so freundlich, dass sie lieber falsche Auskünfte geben, als uns ohne eine Antwort stehen zu lassen. So war die erste Stunde am Flughafen dann doch recht kurzweilig. Weil unser Gepäck nicht, wie in Frankfurt versprochen, hier automatisch umgeladen wird, haben wir nun unser Hab und Gut bei uns und müssen erneut die gesamte Immigration, Customs, Check-In-Prozedur durchlaufen. Da helfen auch nicht die von Condor auf's Gepäck aufgeklebten Banderolen mit dem Zielflughafen. Schnitzeljagd mit Gepäck, aber ganz entspannt-Zeit haben wir ja genug. Am Nachmittag wurden wir dann von unseren Freunden, Ulrike und Claus, in Pointe a Pitre am Flughafen abgeholt. Die Beiden wohnen schon seit drei Tagen auf Lili, um dann mit uns die nächsten 10 Tage an Bord zu verbringen. Wie man sieht kamen sie gut vorbereitet zum Flughafen. Gut war dann auch der Mietwagen, mit dem wir die Einkäufe für die nächste Wocje erledigen könnten.

Sonntag, 18. Dezember 2016

17.12.2016 Guadeloupe - Frankfurt

Vorweihnachtszeit..... Eigentlich die Zeit der Besinnung, der schönen Nachmittage bei Kaffee und Kuchen, Weihnachtsplätzchen und Kerzenschein. Die Betonung liegt auf eigentlich. Also bei mir schon, denn ich hatte ja mit dem vorzeitigen Aufenthalt in Deutschland nicht gerechnet und somit alle Weihnachtsgeschenke, Weihnachtspost und was sonst noch so zu tun ist vor Weihnachten, erledigt. Schön, dem ganzen Treiben also mit Gelassenheit und Abstand zuschauen. Weihnachtsmärkte überall. Es riecht nach Glühwein und Bratwurst.  Erst mal dort angekommen, hat man es geschafft. Das Auto ist geparkt, das Verkehrschaos liegt hinter einem. Jetzt gehts los. Bevor ich mich versehe, klebt der Bratwurstsenf meines auf tuchfühlung gegangenen Nachbarn an meiner Jacke. Jetzt noch einen Hessenpunsch ( heißer gewürzter Apfelwein ) unfallfrei genießen und die Besinnlichkeit kann beginnen. Jens dagegen darbt im Hafen von Point-a-Pitre vor sich hin. Die Tage für ihn werden schrecklich lang, es gibt dort halt keine Weihnachtsmärkte. Dafür erstrahlt Lili in einem hellen Glanz. Alles ist geputzt, poliert und gewartet. Jetzt kann Weihnachten kommen.
Es gibt nichts zu erzählen. Natürlich ist es hier warm, die Wartungsarbeiten am Schiff beginne ich meistens zwischen 6:00 und 7:00 Uhr. Dann ist es echt angenehm an Deck. Heute konnte ich einen der Gurte, die die Rettungsinsel an Bord festhalten sollen, solange sie nicht gebraucht wird, einfach mit den Händen zerreißen. Die UV-Strahlung ist hier gnadenlos. Morgen wird gepackt und sauber gemacht. Montag um 7:00 steht dann hoffentlich das Taxi vorm Steg und ich fliege über Weihnachten Britta hinterher. Wir wünschen euch allen schöne Weihnachten, viele schöne Momente und eine fröhliche Zeit. Zu Sylvester melden wir uns wieder mit schönen Bildern von den Inseln rund um Guadeloupe.

Dienstag, 13. Dezember 2016

13.12.2016 Nachtleben im Hafen

Der Yachthafen wird abends zum beliebten Ausflugsziel der Einheimischen. Ein Restaurant neben dem nächsten. An der Wasserseite sitzen die Gäste vis a vis mit den großen Charterkatamaranen und erleben Hafenflair der gehobenen Klasse. 

Segler verlaufen sich  hierher eigentlich kaum. Es sei denn, Besucher der Segelschulen oder Charterer zu Beginn oder Ende ihrer Ferien. Ich frage mich allerdings, wie es die meist nicht so routiniert wirkenden Skipper schaffen solche 50 Fuß großen Teile durch die Gegend zu schippern?
Es wird wohl daran liegen, dass es meist nur darum geht die Mooringleine anzunehmen oder den Anker ins Wasser zu werfen. Meistens geht es ja zu unserem Glück gut.....Abstand halten ist die beste Voraussetzung sein eigenes Schiff schadlos zu halten.

Samstag, 10. Dezember 2016

10.12.2016 Im Aquarium

Direkt neben dem Hafen auf Guadeloupe befindet sich das Aquarium. Hier gibt es die Fische, die wir sonst beim Schnorcheln treffen auf Augenhöhe.



Leider sind alle Erklärungen auf französisch und für mich ist der Rundgang dann doch relativ schnell zu Ende.

Freitag, 9. Dezember 2016

09.12.2016 Guadeloupe-Allein zu Hause

Zwei Wochen allein im Hafen - da kommt man schon auf die ein oder andere Idee....
Der Motor hatte die letzte liebevolle Zuwendung genau vor einem Jahr auf Gran Canaria erhalten. Seit dem musste er zwar vergleichsweise wenig arbeiten, kaum 80 Stunden, war aber immer leistungsbereit und willig. Wie immer bei schleichenden Veränderungen fällt es schwer festzustellen, ob die Laufgeräusche sich verändert haben, weniger Kühlwasser als früher kommt oder der Motor "früher" runder lief. Bei der genaueren Inspektion konnte ich dann feststellen, dass der Motor definitiv lauter geworden ist. Der Luftfilter hatte sich vollständig in Staub aufgelöst und konnte nun in der Motorbilge zusammengefegt werden. Wenn man bedenkt, dass es sich hierbei eigentlich nur um einen faustgroßen Schwamm handelt, durch den der Motor die Verbrennungsluft ansaugt, ist es schon erstaunlich wie Volvo es schafft, dass sich das Teil ohne UV-Strahlung im Motorraum vollständig zerlegt. Alle Achtung! Dafür kostet das Teil aber auch "nur" 50€. Das Ventilspiel einzustellen war auch eine gute Idee, zwei Ventile waren zu stramm und eins klapperte übermäßig. Das Oel und alle Filter wurden gewechselt und im blitzsauberen Tank war weder Dreck noch Kondenswasser zu finden. Nun ist Alles wieder gut! So schön rund ist der Motor doch noch nie gelaufen, oder??? 


Mittwoch, 7. Dezember 2016

07.12.2016 Guadeloupe mit Weihnachtsliedern

Pointe a Pitre ist zwar nicht die Hauptstadt aber sie ist die bedeutendste Stadt auf Guadeloupe. Das Zentrum liegt 2 km von der Marina entfernt. An unserem 2ten Abend hier sind wir nach Einbruch der Dunkelheit in die Stadt gelaufen. Vorbei an total verrotteten Bretterbuden. Diese Behausungen beherbergen einen Großteil der Bewohner dieser Stadt. Wir sind nach einem kleinen Gang durch das Zentrum  wieder wohlbehalten zurück an Bord.
Heute, wärend des morgendlichen geschäftigen Treibens stellt sich das Stadtzentrum deutlich attraktiver dar. Ich sitze im Café am Marktplatz und beobachte das Treiben. Der kleine Kaffee kostet 3,50€- ohhh- die sehr freundliche Bedienung entschuldigt sich-sie macht die Preise nicht.....
200m Luftlinie entfernt von hier liegt die Aida Dana. Ein Kreuzfahrer voller Deutscher Besucher. Sie bestimmen das Stadtbild. Das erklärt auch, dass es in der schön hergerichteten Markthalle nur "transportfähige" Sachen zu kaufen gibt. Es gibt nichts Frisches oder Verderbliches. Alles ist in Gläsern oder Tüten und alle Stände haben das gleiche Angebot. Hier wirkt die Stadt aufgeräumt und wohl dem, der teilhat am bescheidenen Geschäft.
In unserer Kleingartenkolonie  am Steg in der Marina war gestern Gesangsabend. Mehr als 20 Leute haben stundenlang Weihnachtslieder und andere Gassenhauer gesungen. Heute Morgen dann gingen auf einigen Schiffen die Erwachsenen zur Arbeit und die Kinder in den Garten bzw. zur Schule. Hier herrscht Ordnung.
Leider macht ein Strandausflug hier wenig Spaß. Die 3 km mit dem Rad sind nicht das Problem. Aber der Strand ist ablandig. Das heißt, man liegt völlig windgeschützt am Strand. Das ist nichts für einen Norddeutschen "Seemann". Ich brauche Wind-zumindest bei mehr als 30 Grad.
Also bleibe ich tagsüber möglichst in Deckung.

Sonntag, 4. Dezember 2016

04.12.16 Guadeloupe im Kleingarten

Kleingartenkolonie auf Französisch

Da ich meinen Abflug aus familiären Gründen zwei Wochen vorverlegt habe, sind wir recht zügig nach Guadeloupe gesegelt. Wir haben noch eine Nacht vor einer kleinen Insel geankert und das letzte Mal im schönen klaren und warmen Wasser geschnorchelt. Jetzt stand die Frage im Raum, wo werden Jens und Lili die nächsten 14 Tage bleiben, bevor auch er nach Hause fliegt. Ankern oder Hafen. Wir gehen vor der Marina von Point  a Pitre vor Anker und wissen im gleichen Moment,  dass das keine Lösung für die nächsten zwei Wochen sein kann. Ein trister Platz vor einer Industrieanlage, umgeben mit einigen Schiffsleichen. Kein Dinghisteg und auch sonst nichts, was schön anzusehen gewesen wäre. So ist schnell klar, wenn Jens schon alleine hier bleiben muss, dann wenigstens im Hafen mit Nebenliegern, mit der Chance auf einen kleinen Schwatz beim Nachbarn. Im Hafenbüro werden wir freundlich empfangen und noch erfreulicher war die Preisgestaltung. Zwei Wochen bezahlen, vier Wochen bleiben. Super. Wir werden an Steg 8 geleitet. Das ist der Steg für die Langzeitlieger. Jetzt sind wir in der französischen Kleingartenkolonie angekommen. Der Steg ist belegt mit Kinderfahrrädern, Blumenkübeln und Kräutergärten. Auch für die Weihnachtsbeleuchtung ist gesorgt.  Alle grüßen recht freundlich. Und dabei bleibt es auch schon. Wir sprechen kein Französisch, die anderen kein Englisch. Und aus der Traum mit dem Dämmerschoppen auf dem Nachbarschiff. Das werden wohl für Jens zwei lange Wochen werden.

Freitag, 2. Dezember 2016

02.12.16 Rhum aus Marie Galante

 Die große Rhumverkostung auf Marie Galante. Nachdem Britta seit Monaten nicht mehr zur Ruhe kommt, weil sie zu gern heraus bekommen möchte woher wohl der beste karibische Rum kommt,
ist sie nun endlich fündig geworden. Von dem "no emission Cargoship" Tres Hombres hatten wir schon in unserem Blog berichtet. Die Tres Hombres holt Ruhm unter Segeln aus der Karibik und verkauft ihn für sehr viel Geld an europäische Gourmettempel. Und nun wissen wir auch, dass dieser Rhum von Marie Galante kommt.
Heute besuchten wir die Destillerie Bielle und waren sehr erfreut, dass alle Rhumsorten zur freien Verkostung unbegrenzt am Tresen standen.... das waren bestimmt 20 Sorten. Teilweise oberhalb unseres Budgets für Unvernunft....
Leider waren wir mit dem Auto da. Trotz dem haben wir nun alle wesentlichen Erkenntnisse über Rhumqualitäten gewonnen. Wir wussten schon, das brauner Ruhm gerne dunkel sein sollte.
Weißen Ruhm fanden wir bis heute nicht spannend. Jetzt haben wir die ultimative Erkenntnis gewonnen: Egal ob weiß oder braun. Teurer ist besser und bei braunem Ruhm gilt, älter ist dunkler, teurer und besser. So, damit kommt man doch hier gut zurecht! Ach ja, agriculture sollte der Ruhm immer sein. Wenn nicht handelt es sich um Ruhm, der aus Resten der Zuckerherstellung gewonnen wird-Industrie-Ruhm. Hier wird der Ruhm immer direkt aus dem gepressten Zuckerrohr gemacht.
Wir haben allerdings schon mal 10 Liter eingebunkert und brauchen erstmal keinen   Ruhm mehr. Schade!! Hier wird das Zuckerrohr noch mit Ochsenkarren aus dem Feld geholt und mechanisch verarbeitet. Kalt gepresst sozusagen.