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Mittwoch, 8. März 2017

08.03.2017 Im Wind auf Jost van Dyke

Es gibt Karibische Inseln, die südlichen nennt man "Unter dem Wind"  die nördlichen Inseln "Über dem Wind " mit den großen Antillen. Dazu gehören die BVI's. Ich nenne diese Inselgruppe " In dem Wind" . Seit Tagen suchen wir die Ankerbucht nicht nach Schönheit, sondern Machbarkeit aus. Der Wind will einfach nicht weniger werden und Der Wind fegt in Böen bis zu 41 Kn über die Ankerbucht. Dazu hat es sich erheblich abgekühlt. Lange Hosen und Sweat Shirt mussten her. Nicht nur, dass es ungewohnt ist mit der Beinbekleidung, sie scheint auch in der Hitze geschrumpft 😟 Keiner von uns Beiden hat  ein Auge zugemacht. Jens hat die ganze Nacht Ankerwache gehalten, ich konnte die Ohropax gar nicht tief genug in die Ohren stopfen um die bedrohlichen Windböen zu überhören. Irgendwann in der Nacht haben wir uns überlegt den Außenborder an Deck zu nehmen. Es ist dunkel, es regnet, es stürmt und das Dinghi wackelt wie ein Lämmerschwanz hin und her. Wir hätten losen sollen wer den Sprung ins Dinghi wagen soll. So haben wir einfach gehofft, es würde schon nichts passieren.   Hoppel ( so heißt das Beiboot ) wurde noch mal fest angebunden und gut war es. Dachten wir..............bis zum ersten Tageslicht. Da lag Hoppel samt Motor kopfüber im Wasser. Was jetzt kommt ist ein tagesfüllendes Programm. Jens baut den Motor komplett auseinander, reinigt alles Schläuche, wechselt Öl, legt alles trocken und baut alles wieder zusammen. Nichts geht mehr. Alfons kommt auf die Idee, dass es die Zündkerze sein könnte. Bringt eine neue Zündkerze und der Motor scheint wieder zum Leben zu erwachen. Entspannung tritt ein. Es regnet, es stürmt, Lili dreht sich um 180 Grad, der Wind bläst weiterhin. Unter großen Geschaukel wird der Motor an Hoppel angebaut, denn wir wollen an Land. Und was passiert?????? Nichts. Der Motor startet nicht. Jens, sonst immer von großer Geduld bei diesen Arbeiten, scheint diese gerade zu verlieren. 

Werkzeug und Schrauben fallen bei diesem Geschaukel ins Wasser, egal was an Deck abgelegt wird, es fliegt sofort weg. Alles scheint sich zu einem Desaster zu entwickeln. Also wieder Motor ab und erneut alles aufschrauben. Alles von vorne.
Langsam wird es später Nachmittag und für die kommende Nacht sind wieder bis 35 Kn vorhergesagt. Am Riff baut sich die Brandung auf.
Das Gute ist, wir wissen dass der Anker hält und wir von daher etwas beruhigter sein können.
Heute morgen dann der ultimative Test mit dem reannimierten Aussenborder. Läuft wieder fast wie neu!
Na ja, im Standgas nicht so ganz rund aber wir sind wieder mobil. 

1 Kommentar:

  1. Go Hoppel, go! Jens, Du bist eh der Abenteuermechaniker mit den goldenen Händen. So lange man nicht aus der Übung kommt... LG vom Deich!

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