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Freitag, 24. März 2017

24.03.2017 Catch and release, Vieques

Was bei Sportfischern gängige Praxis ist, ist bei uns zum Verzweifeln. Die Sportfischer fangen Fische als eine Trophäe, die nach Größe und Gewicht gemessen werden, und dann wieder frei gelassen werden. Jetzt kann man denken, super, die müssen wenigstens nicht sinnlos sterben. Aber verletzt sind sie trotzdem. Wir fangen Fisch und wollen ihn essen. Allerdings darf man hier in der Gegend nicht jeden Fisch essen. Räuber wie der Barracuda stehen auf der roten Liste der verbotenen Fische, da sie eine schwerwiegende Krankheit ( Ciguatera ) übertragen können. Gestern auf der Strecke von Culebra nach Vieques kamen wir uns vor wie die Sportfischer. Der erste Biß ein Baracuda. Wir konnten ihn nach langen hin und her, bis der Haken draußen war, wieder ins Wasser entlassen. Immerhin haben Baracudas Zähne die einem böse Verletzungen beibringen können.  Der zweite Biß ein großer Baracuda. 😩 Selbst wenn Jens noch so vom " Barracuda in Bierteig " schwärmt, müssen wir ihn wieder ins Wasser lassen. Der dritte Biß hat sich dann schon selber vom Haken befreit. Wir warten immer noch auf einen Mahi-mahi. Sollte allerdings wieder ein Barracuda anbeißen, wird die Angel wieder abgebaut. Das ist kein erquickendes Gefühl so einem zappelnden, glitschigen Raubfisch zwischen die Zähne zu packen. 
Im Moment hat uns die karibische Sonne mit samt dem Wind verlassen. Es ist grau in grau, es regnet und sieht aus als würde gleich der Weltuntergang bevorstehen. Wir lassen uns nicht abhalten weiter zu fahren, denn wir haben ja einen verlässlichen Motor. 


Die Schwachwindphase werden wir auf Vieques abwettern.
Sowohl auf Vieques als auch auf Culebra sind große Gebiete als Ankerbuchten untersagt. Die Amerikaner haben, so sagt unser Reiseführer, bis 1972 hier Bombentest gemacht. Das wird schon stimmen. Das schliesst unsere Beobachtung von gestern ja nicht aus. Innerhalb der "restricted area" sahen wir plötzlich eine Wolke in Form eines kleinen Atompilzes aufsteigen. Kurz danach der Knall. Erstaunlich, wie schnell sich die Wolke in den Himmel hob. Da muss eine Menge Wärme im Spiel gewesen sein. Hier geht schon was, am vermutlich südlichsten Punkt der USA.

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