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Donnerstag, 18. Mai 2017

18.05.2017 Wedel

Nun sind wir für die nächsten Monate, wärend der Hurrikansaison, wieder zu Hause. Der Direktflug von Curaçao nach Düsseldorf ist natürlich eine Supersache. "Gegen die Zeit" zu fliegen läßt die gefühlte Reisedauer schrumpfen. Klare Luft und herrliches Wetter empfangen uns im Norden. Was ist es für ein Glück auf diese Weise beides erleben zu können. Segeln und leben in südlichen Breiten wärend es hier kalt und lange dunkel ist und zu Hause zu sein in den schönsten Jahreszeiten. 
Hier, bei uns zu Hause trinken wir das Wasser aus dem Hahn. In den letzten Monaten ist uns immer stärker aufgefallen, was für ein Luxus das ist! Unterwegs bezahlten wir in letzter Zeit für Wasser durchweg 7 Cent pro Liter, für Wasser aus dem Wasserhahn. Manchmal auch mehr. Wir reden hier nicht von Trinkwasser in unserem Sinn. Über den Daumen: 1 Eimer Wasser für einen Euro....
Wen wundert es, das Nestlé und Co. die Claims auf Trinkwasser schon abgesteckt haben.

Für die nächste Karibiksaison planen wir zunächst Jamaika ausgiebig zu besuchen. Dann soll es über Cuba auf die Bahamas gehen. Mal sehen, ob und wann wir darüber hier berichten können?
Zum Schluss, bevor wir uns für die nächsten Monate von euch aus diesem Blog verabschieden, noch ein paar statistische Informationen.
Ihr habt unsere Seite täglich zwischen 25 und 150 mal aufgerufen. Insgesamt über 40.000 mal.
Es ist für uns immer wieder schön zu erleben, dass ihr mit uns "segelt". Vielen Dank dafür!

Wir wünschen euch eine schöne Zeit
Britta und Jens

Dienstag, 16. Mai 2017

16.05.2017 Curaçao -Abflug

Wir haben den Winter bestens überstanden und wenn die Temperaturen zu Hause auch wärmer werden, ist für uns die Zeit gekommen um nach Hause zu fahren. 
Wir hatten schöne sieben Monate. Sind von Süden kommend den Antillenbogen nach Norden gefahren. Später dann über die Virgin Islands, über Puerto Rico wieder in den Süden nach Curacao. Insgesamt waren da 1400 sm zu segeln und über 30  Inseln zu besuchen. Da fällt es uns manchmal schwer alle Ereignisse in die richtige Reihenfolge zu bringen. 
Am Ende der Reise fragt man sich automatisch, wo und was war das Schönste. Landschaftlich ist das schwer zu sagen. Es hängt immer vom Wetter ab und von den Erfahrungen die man mit anderen Menschen macht. So haben wir lieb gewonnene Segelfreunde von letzten Jahr wieder getroffen und sind teilweise mit ihnen wieder ein Stück zusammen gesegelt. Es gab spektakuläre, teils unvergessliche Erlebnisse wie die Sturmnacht an der Mooring mit "That's Life" (Susanne und Thomas) oder die schönen Tage auf Barbuda mit "Lanchen" und "Murada".  Sicherlich ein Highlight unter den karibischen Inseln. Obwohl zum 2ten Mal besucht, war Cariacou gemeinsam mit Balou auch wieder so ein Highlight.
Mit Alfons und Elvira ( Murada ) waren wir über sechs Wochen zusammen und haben viel Spaß gehabt. Generell können wir sagen, je weiter man in den Norden kommt, um so weniger ist vom karibischen Flair zu spüren. Die Freundlichkeit und das Interesse der Menschen nimmt deutlich ab und macht Platz für eine ökonomisch getriebene Lebensweise. Das geht dann auch sofort einher mit unglaublich dichtem Autoverkehr auf vergleichsweise kleinen Inseln. 
Die gemeinsame Zeit mit Lea und Marko auf Puerto Rico haben wir sehr genossen. Mit den beiden Landtouristen sind wir kreuz und quer über die Insel gefahren und haben viel gesehen.
Jetzt liegt "Lili" im Sommerlager auf Curacao an Land. Seit Wochen warten wir auf Regen, um den Flugsand von Bonaire los zu werden. Genau in dem Moment, als Lili mit einem Trailer  an Land gezogen wird, fängt es an wie aus Eimern zu gießen.

Hier geht es jetzt langsam los mit der Regenzeit. Innerhalb einer halben Stunde steht alles unter Wasser. Dazu ist es beachtlich heiß. Das Saunafeeling bekommt man kostenlos. 36 Grad im Schiff!
Wir trinken was das Zeug hält, Hauptsache es ist kalt. Leider gedeihen in diesem Klima auch die Mücken. Wer denkt Schweden sei das Land der Mücken, der war noch nicht hier. Nachts geht es auf die Jagt. Wenn die 30ste erschlagen ist, schwöre ich mir jede Nacht von Neuem ins Hotel zu ziehen. Hängen wir dann alle Öffnungen mit Moskitonetzen zu, bleibt auch der letzte Windhauch draußen. So liegen wir nachts im Schweiß gebadet und lauern auf den nächsten Moskitoangriff. Nach drei Nächten zerrt das an den Nerven und an der Stimmung. 


Aber jetzt haben wir es geschafft. Lili ist poliert, gestrichen, geputzt, mit Planen abgehängt und technisch überholt. Jens liegt ermattet auf dem Sofa ich gehe so oft es geht unter die Dusche. Der Kühlschrank kann das Bier gar nicht so schnell kalt bekommen wie es benötigt wird.
Morgen geht es nach Hause. Wir freuen uns Familie und Freunde wieder zu sehen. Die kühle klare Luft zu inhalieren, die Deutsche Küche zu genießen und nachts unter der Decke schlafen zu können. 

Sonntag, 14. Mai 2017

13.05.2017 Curaçao on the hard

  Wir trauen unseren Augen nicht. Was ist das? Etwa eine Raketenabschussrampe in unmittelbarer Nähe zu unserer Ankerbucht? Wir staunen nicht schlecht und fragen uns wie das gehen soll. Mussten wir doch in Kurou (Franz. Guyana ) so viel Abstand halten. Haben denn die Holländer Raketen. Oder haben die USA heimlich ein zweites Cap Canaveral errichtet. Es dauert einen Moment bis wir das Rätsel lösen konnten. 
Das war dann auch schon das aufregendste in der Bucht. Ansonsten gibt es zwei Kneipen mit gutem Internet. Der Versorgungsbus fährt morgens um 8:30  in Richtung Stadt um in dem Supermarkt oder bei Islands Waterworld, bzw Budget Marine einkaufen zu können. 
Will man Wäsche waschen, kann man diese auf dem Weg bei der Wäscherei abgeben. 
Leider gibt es keine greifbare Wäscherei, wo man selbst waschen kann. Wieder mal eine Maschine 60 Grad Wäsche wäre ein Genuss.
Also, die Versorgung und die Anbindung an Willemstad ist bestens. Und das war es dann auch schon mit Spanish Water. Wie gesagt, das Wasser ist grün, zum schnorcheln ungeeignet und einen Strand sucht man vergebens. 
Im Übrigen gibt es auf der ganzen Insel kaum Strände. Curacao liegt auf einem Sockel,  der 30 m vom Land steil abfällt. Für Taucher muss das sehr schön sein.

Willemstad, die Hauptstadt, ist eine Puppenstube. Die Häuser reihen sich bunt und hübsch verziert aneinander. Straßencafés laden zum Verweilen ein. Allerdings suchen wir, besser Jens, vergebens den dazugehörigen Kuchen. 
Zur absoluten Attraktion zählt die Besichtigung der Destillerie wo der berühmte Blue Curacao Likör hergestellt wird. Aus den Schalen der Bitterorange, versetzt mit ein paar Gewürzen wird nach einem Rezept von 1896 in einem alten Kupferkessel ein koscherer Likör gebraut. ( Koscher : weil keine Tierischen Produkte verwendet wurden ) Die Farbe blau war eine Geschäftsidee um Cocktails zu mischen. Heute gibt es den Likör auch in rot, orange und gelb. Je nach "E "Nummer ist alles machbar. Schmecken tut er gleich. Für uns zu süß. Das war das erste Mal, dass wir keine Kostprobe gekauft haben. 


Auf Curacao gab und gibt es immer noch eine sehr aktive jüdische Gemeinde. Daher war der Besuch der Synagoge ein Muß. Um die Gläubigen in ihrer Andacht an ihre Herkunft zu erinnern, ist der Fußboden mit Sand ausgestreut. 
 

 

Wer frisches Obst und Gemüse sucht wird bei dem Floating Markt fündig. Fischerboote aus Venezuela kommen schwer bepackt mit Obst und Gemüse und Fisch an, um hier zu verkaufen, was sich in ihrem Heimatland keiner mehr leisten kann. Die Preise sind in Ordnung und irgendwie hofften wir dass die Leute die dort den ganzen Tag versuchen ihr Geschäft zu machen auch für sich und nicht für irgendeine Mafia arbeiten. 

Montag, 8. Mai 2017

07.05.2017 Curaçao -Spanish Water

Die 6 sm von Willemstad nach Spanish Water hatten es in sich. Gegenan bis 33kn scheinbarem Wind hatten wir lange nicht mehr. Mit 2tem Reff und unserer kleinen und einzigen Genua 3 ging es dann so einigermaßen. Leider gab es dann auch noch etwa 1 kn Gegenstrom, sodass die kleine Strecke uns , inklusive Brückenöffnung, den  Vormittag beschäftigte. Die Einfahrt nach Spanish Water ist eng und wir passieren das Hyatt-Hotel in unmittelbarer Nähe.

Die sich dann auftuende, große Wasserfläche ist zwar nicht windgeschützt, aber wegen der geringen Wassertiefe gibt es kaum Wellen. Es weht meist mit 25kn, in Böen auch mal mehr und Lili "segelt" vor Anker. Sie holt zu den Seiten aus und wird von der Ankerkette dann zurück geholt. Ein Effekt unter dem die meisten anderen Schiffe, die meist umfangreicher ausgestattet, schwerer beladen und schlechtere Segler sind, nicht so sehr leiden. Aber unser Anker hält, wie Mann auf dem Kartenplotter auch gut sehen kann.

Die Bucht liegt etwas abgeschieden. Es gibt zwei recht gute Restaurants, alles Weitere kann mit dem Bus erreicht werden. Schildkröten schwimmen ums Boot und wir haben uns daran gewöhnt, dass das Wasser hier grün statt blau ist.


Samstag, 6. Mai 2017

06.05.2017 Curaçao

Von Klein Curaçao sind wir nachmittags noch schnell nach Willemstad weiter gesegelt. 18 Meilen bei kräftigem Rückenwind. Auf Curaçao gibt es kaum Möglichkeiten zu ankern oder an Mooringbojen vor der Küste zu liegen. Die Insel hat eine Ost-West-Ausrichtung und bietet Seglern kaum Schutz. Einzige und große Ausnahmen sind die beiden "Binnenmeere" bei Willemstad und Spanish Water.
Das sind weitverzweigte große Wasserflächen, die bei Willemstad als Industriehafen  und bei Spanish  Water als Wassersportläche genutzt werden. Also haben wir nach zwei Tagen in der schmucklosen Willemstad-Marina nach Spanish Water verholt.
Die  Zufahrten sind vergleichsweise eng und es ist erstaunlich, wie groß die dahinter liegenden Flächen sind. Aufgrund des beschränkten Wasseraustausches ist das Badewasser zwar in Spanish Water ok, aber im Vergleich zu Bonaire doch eher mäßig. Über die Zufahrt nach Willemstad verbindet eine schwimmende Brücke  zwei Stadtteile. Um Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen wird die Brücke auf der ganzen Länge zur Seite verholt. Eine Interessante Konstruktion. Die Stadt ist wirklich nett anzusehen und lädt überall zum Verweilen ein. Zwischen extrem modern und touristisch, in der Nähe des Kreuzfahtterminals und ursprünglich gibt es für jeden etwas. Der Floating Market wird von Händlern aus Venezuela bedient. Sie fahren mit vollgeladenen Booten hierher und bleiben dann 1-2 Wochen zum Verkauf ihrer Waren hier auf ihren Booten.



Donnerstag, 4. Mai 2017

03.05.2017 Nach Curaçao

Nachdem wir gestern noch den Umzug zu einem Erntedankfest bewundern konnten, sind wir heute bei mäßigem Wind über Klein Curaçao nach Curaçao/Willemstad gesegelt.
Der Umzug erinnerte mehr an Karneval. Tierisch laute Musik und überall Tanz...



   

  

Klein Curaçao, die fast dem Weg liegt, lud zur Mittagspause ein. Die Insel wächst, wie alle anderen Inseln hier auch, steil aus dem Meer heraus. Trotzdem gibt es etwas Raum zum Ankern auf der windabgewandten Seite. Die Insel ist herrlich und wird deshalb tagsüber auch von Ausflugsbooten von Curaçao besucht. Komisch, dass es auf der Luvseite so viele Wracks gibt.





Montag, 1. Mai 2017

01.05.2017 Bonaire -Seifenkisten und Baden

Während einer unserer Erkundungen mit dem Scooter/Motorroller wurden wir auf einer Bergkuppe angehalten. Diese Straße sei wegen des Rennens gesperrt. Wir könnten den Scooter stehen lassen und zu Fuß bis an die Rennstrecke gehen. Wir wussten überhaupt nicht worum es hier ging, waren aber nun doch neugierig geworden. Nach einen kurzen Abstieg sahen wir das Spektakel. Die ganze Insel war auf den Beinen, um das alljährliche Seifenkistenrennen am Königinnentag zu beobachten. Abenteuerliche und auch sehr imposante Konstruktionen wurden den Abhang im Matchrace hinunter gejagt.

     

Dazu laute Musik und Picknick längs der Strecke.
   

Bonaire hat vielleicht knapp 100 km Teerstrasse. Der Rest sind Trails für Geländewagen oder Mountainbiker. Umso mehr verwundert uns der Dichte Autoverkehr und die Menge der Motorräder auf dieser Insel. Jeden Abend fahren laute Maschinen mit hochdrehenden Motoren und geringen Geschwindigkeiten die Uferpromenade entlang, bis in den frühen Morgen, immer wieder die gleichen Fahrer.....stehen im Stau und lassen die Motoren aggressiv aufheulen. Das ist was für Britta. Ich konnte grade noch verhindern, dass sie einer besonders "gut" klingenden Maschine im vorbei gehen den Zündschlüssel abzieht und kurzerhand ins Wasser schmeißt. Das wär wahrscheinlich nur ein kurzer Spaß....
   
Sonst genießen wir die Tage meist im Wasser und freuen uns an den Fischen unter uns. Um 17:30 geht es in die Bar zur Happy Hour und ins Internet. Elvira und Alfons (Murada) und Fee und Armin, die mit ihrem Katamaran Wagemut hier liegen, sind meist auch dabei.