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Mittwoch, 3. Januar 2018

03.01.2018 Blue Mountain Coffee

Wenn man über Jamaika spricht, spricht man über Raggae (Bob Marley und Peter Tosch...) über die Rastafari Bewegung, Rum und den so teuer gehandelten Blue Mountain Coffee. Er soll einer der weltbesten Kaffees sein. 90% davon werden nach Japan exportiert. Die restlichen 10 % sind nur schwer zu finden. In keinem Supermarkt ist der „Champagner“ des Kaffees zu finden. Es gibt nur löslichen Neskaffee zu kaufen.. Also machen wir uns auf den Weg in das Anbaugebiet. Es gibt zwei unterschiedliche Qualitäten den high und low  Blue Mountain Coffee. Also je höher je besser. Wir buchen uns für zwei Nächte in Jay‘s Guesthouse & SPA ein,  so ungefähr auf 1600m. Von hier aus sind es bis auf den Blue Mountain Peak noch ungefähr 700 Höhenmeter, ca 4Std Wanderung. Großes Programm. 
Die Fahrt in die Blue Mountains begann schon mal holprich....
Nachdem unser Taxifahrer uns wie verabredet um 9:00 abgeholt hatte, erzählte er er könne uns wegen der schlechten Strassenverhältnissen nicht bis zu Jays Guesthouse bringen, sondern nur den halben Weg und dafür bräuchte er auch mehr Geld als für die ganze Strecke verabredet. Er hätte den Zielort einfach verwechselt. Ohne ein Allradfahrzeug sind die Wege nicht passierbar. Wieder beginnen die Preisverhandlungen. Wir werden uns nicht einig und steigen um in den Bus bis zum höchst möglichen Punkt. Wir ignorieren den Gesamtzustand des Busses. Nix wie rein. Ich durfte mit meinem Gepäck neben dem Fahrer Platz nehmen. Damit hatte ich den ungetrübten und ungeschönten Blick auf das was man Straße nennt. Augen zu und durch, irgendwie wird es schon gut gehen. Für 20 km braucht man ca. zwei Stunden,  Oben angekommen werden wir von Jay mit seinem Allradfahrzeug abgeholt. Allerdings hat das nur einen Beifahrersitz und eine offene Ladefläche. Normalerweise überlasse ich gerne Jens den Platz neben dem Fahrer, dann macht er die Konversation und ich kann mich entspannt zurücklegen. In diesem Moment aber gab es kein Überlegen. Ich rutsche flink auf den Beifahrersitz, Jens muss auf die Pritsche. Die nächsten 16 km gehen durch Schlaglöcher, wo unser Up problemlos verschwinden würde, durch Flüsse, die bei Hochwasser nicht zu befahren sind und an Abhängen vorbei, wo der nächste Erdrutsch schon auf den nächsten Regen wartet. Endlich angekommen, erwartet uns ein Guesthaus ganz nach Jamaikanischer Art. Wir werden durch die Küche in unser Zimmer geführt.  Die Toilette und Outdor Dusche befinden sich im Garten. Mit Spa meinen sie wahrscheinlich die Kneippanwendung im Garten, direkt aus dem Regenfass. Wir schauen uns etwas ratlos an. Na gut, dann erkunden wir die Umgebung. Bei 17% Steigung hat unser Herz—Kreislaufsysthem nach 20 min auf Kollaps gestellt. Tropfnass geschwitzt bei einem Herzschlag von 200 und hervorstehenden Venen haben wir den Rückzug angetreten und uns im Kneipguss deutlich abgekühlt. Damit war die Besteigung des Mountain Peaks gestorben. Außerdem hätten wir um 1:00 Nachts aufstehen müssen, um pünktlich den Sonnenaufgang mit zu erleben. Man muss nicht alles haben. Nach einem schönen Frühstück haben wir uns noch mal auf den Weg zum Berg gemacht. Die Aussicht über die Berge war auch so atemberaubend. Überall Kaffeeplantagen. Kleine Bauern liefern ihren Kaffee in einer Cooperation ab. Von dort wird er zur Rösterei gebracht und mit dem Label „ Blue Mountain Coffee „ verkauft. Auf unserem Weg haben wir bei einem Kaffeebauer den köstlichen Kaffee genießen und kaufen können. Wieder zurück in unserem Guesthaus wird schon für uns gekocht. Es riecht herrlich. Huhn mit frischem Gemüse und selbst gemachtem Karottensaft wartet auf uns. Obwohl wir andere Etwartungen an unser gebuchtes Guesthouse hatten, sind wir wieder mal begeistert über die Gastfreundschaft und besonders über das leckere, mit viel Liebe zubereitete Essen. 










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