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Mittwoch, 28. März 2018

28.03.2018 Eluthera-das verkaufte Paradies

Eluthera ist bekannt für seine Strände. So der Reiseführer. Dabei frage ich mich, was und wo kann es schöner sein, als das was wir bisher schon gesehen haben? Geht da noch mehr??? Allerdings sagt der Reiseführer auch, dass es nicht einfach sei den Eingang zum Strand zu finden.  Pink Beach soll es sein, genau bei uns gegenüber auf der Atlantikseite. Ein großes Riff schützt die Insel vor Erosion. Wir laufen los und dank Google Earth finden wir auf einer Strecke von 10 km einen öffentlichen Zugang. Der Strand ist tatsächlich pink und puderweich. Wieder einmal sind wir überwältigt von den Wasserfarben. Glasklar, wie bei uns im Freibad. Hier und da eine Palmwedel gedeckte Hütte und sonst nichts. Durch die Dünen führen kleine Stichwege ausschließlich zu privaten Grundstücken. Wie fast überall auf den Bahamas, haben die Reichen der Welt die schönsten Plätze vor Eindringlingen wie uns gut geschützt.  
Beim örtlichen Immobilienmarkler informieren wir uns was so zu verkaufen ist und staunen nicht schlecht, dass es sich hierbei hauptsächlich um ganze Inseln handelt. Von klein bis groß, alles dabei.
Heute kann man kaufen, es muss keiner mehr erobern. Wie praktisch.
Ansonsten warten wir hier in Governors Harbor das Wetter ab, um weiter in den „kalten“ Norden zu kommen. Die Versorgungsmöglichkeiten sind gut und Wasser gibt es überall. Ostern wollen wir gerne in Spanish Wels sein, um Tim und Gale wieder zu treffen.

Ansonsten gibt es wenig zu berichten. Britta hatte die letzten Wochen stark mit Migräne zu kämpfen und wir sind froh, dass es nun scheinbar wieder besser geht. Hier auf Eluthera haben wir Katharina und Friedl, ein österreichisches Paar mit ihrer „Fenua“ wieder getroffen. Mit den Beiden hatten wir schon viele schöne gemeinsame Stunden auf Jamiaca/Port Antonio verbracht.





Donnerstag, 22. März 2018

22.03.2018 Eluthera

Nach 55sm raumen Winds haben wir Govenor Harbour auf Eluthera erreicht. Wir waren zunächst das einzige Boot in der großen Bucht. Später kam noch ein amerikanischer Kat dazu. Was für eine schöne Abwechslung nach all diesen Megayachten und Tendern mit 1000 Ps.....und den Schönen und Reichen und deren Lebensweise. Hier gibt es normale Menschen, die ihrem Lebensnterhalt nachgehen und Touristen sind in der Minderheit. Wir werden angesprochen, woher, wohin? Are you ok? Menschenleere Strände und einen schönen kleinen Ort mit drei Supermärkten und einer Bäkerei. Seglers (Britta's)Träume werden war. Morgen Abend geht es zu Fish Fry, dort treffen sich Freitags viele Leute zum Sundowner.


Sonntag, 18. März 2018

18.03.2018 Exuma und der Versorgungsnotstand

Wir haben nichts auszustehen. Das Wasser und die Umgebung sind unbeschreiblich. Alles was man je an Postkartenidylle oder Hochglanzprospekt gesehen hat, ist ein Abklatsch dessen, was wir in Wirklichkeit sehen. Was könnte das Leben so schön sein, wenn der Kühlschrank voll, Gemüse im Netz und die Obstschale überquellen würde. Nichts von dem versüßt uns das Leben. Wir sind im Versorgungsnotstand. Vor zehn Tagen haben wir George Town verlassen und haben dort das letzte Mal einkaufen können. Alles was es auf den Inseln zu kaufen gibt, einschließlich Benzin,
wird von einem Versorgungsschiff geliefert. Auf der 220 km langen Inselkette Exumas sind das gerade mal zwei Anlieferstationen mit Supermarkt. In Staniel Cay gab es allerdings nicht mehr viel zu kaufen. Keine Eier, kein Fleisch, kein Gemüse und schon gar kein Obst. Benzin war auch aus. Drei Tage hintereinander wurden wir im Supermarkt auf morgen vertröstet. Rings um uns liegen die Superyachten. Eine aufwendiger als die Andere. Die haben das Problem nicht. Und wenn doch, starten Sie ihr großes Beiboot mit oft weit über 1000 Ps und fahren die 40 sm nach Nassau um frisches Brot zu kaufen.😒
Ich fühle den Skorbut schon näher kommen. Ständig geht der Griff in die Chipstüte oder der Löffel in die Erdnussbutter. Nicht das wir kalorienmäßig zu kurz kämen. 




Wir ändern nur unsere Gewohnheiten. Wenn schon kein Fleisch, dann mal wieder Fisch. Um unserem Anglerglück auf die Sprünge zu helfen kaufen wir einen neuen Köder. Pink soll er sein. Diesmal sogar mit Federn und einem großen Haken. Auf unserem Weg weiter in den Norden segeln wir auf der Atlantikseite. Hier ist das Wasser tiefer und die Chance einen Fisch zu angeln größer. Das Anglerglück lässt nicht lange auf sich warten und die Angel rauscht aus. Jens hievt einen mittelgroßen schlanken, silbernen Fisch aus dem Wasser. Ein wirklich üppiger Schluck Rum hinter die Kiemen und wir holen ihn an Deck. Jens identifiziert ihn als Barrakuda. Und gerade den soll man nicht essen. Ich bin der Meinung, er sei noch relativ klein und fange schon mal an ihn zu zerlegen. Jens wirk zögerlich. Immerhin ist vor kurzem auf der Nachbarinsel eine Frau an der von Barrakudas übertragenen Krankheit, an Ciguatera, gestorben. Dann noch die Frage, „ Was würde Claus sagen?“.....Wir haben die feinen Filets über Bord geworfen. Wir wollten nicht aufgeben. Der Kühlschrank war schließlich leer. Also die Angel wieder raus. 10 Min später wieder ein Biß. Gleiche Prozedur, nur haben wir diesmal den Barrakuda lebend ins Wasser gelassen. Dann kurz vor der Einfahrt in den Nationalpark. Ein dicker, fetter Fisch. Zieht die Angel tief nach unten, reisst und kämpft sich los. Diesmal zu unserem Glück, denn Angeln im Nationalpark steht unter Strafe. Hätte uns jemand gesehen, hätte uns das Tausende von $ Strafe gekostet. Also bleibt uns auch am Tag 11 nach Georgetown nichts anderes übrig als die letzten Kartoffeln und Zwiebel in ein schmackhaftes Essen zu verwandeln. Die Süßkartoffeln aus Kuba hatten mittlerweile eher die Funktion einer Zimmerpflanze übernommen. Morgen geht es weiter an die Nordspitze der Exumas. Auf der Atlantikseite segelnd kommt der pinke Köder gleich ins Wasser. Irgendwann muss es doch klappen. 


Auf Norman Cay liegt ein gut erhaltenes Flugzeugwrack. Hier tummeln sich die Fische, die so zahm sind, dass man sie streicheln kann. 




Mittwoch, 14. März 2018

12.03.2018 Staniel Cay- Schweine am Strand

Alte Freunde wieder zu sehen ist wie in ausgetretenen Schuhen zu laufen. Es ist sofort alles wieder da und so als ob man sich gestern gesehen hätte.
Beate, die immer noch alleine über Balou wacht, so lange bis Rainer wieder aus Deutschland zurück ist und Worldie‘s ( Heike und Herwig ) die Beate zur Seite gestanden haben. Von weitem sehen wir schon Balou in der Schweinebucht liegen. Kaum ist der Anker gefallen, springt Herwig ins Wasser und taucht unseren Anker ab. So kennen wir das. Wir freuen uns die alte Truppe wieder zu sehen. Bei Kaffee und Kuchen auf Balou werden die Ereignisse des letzten Jahres ausgetauscht. Wer war wo, wo muss man hin usw. Eines der ersten Ziele waren die berühmten schwimmenden Schweine. 200 m von uns entfernt ist der Schweinestrand. Hier kommen den ganzen Tag Schnellboote oder auch schon mal ein Wasserflugzeug mit Touristen, die für viel Geld dort hin gebracht werden. Ca.200$ kann dieses Erlebnis schnell kosten. Dabei sind es ganz normale Schweine, die wissen, dass sie im Wasser gefüttert werden. Vielleicht ist der ein oder andere Tourist schon begeistert überhaupt ein lebendes Schwein sehen zu können. Unsere Begeisterung hält sich in Grenzen. In Erstaunen versetzen uns die Ammenhaie, die auch in dieser Bucht zu Hause sind. Für mich sind sie furchterregend groß und egal ob sie gefährlich sind oder nicht, nichts für meine Nerven. Da das Wetter sowieso sehr wechselhaft ist und ein kalter Nordwind für kaltes Wasser sorgt, verkneife ich mir das Schwimmen. Wir erkunden die Insel zu Fuß. Das Wasser zeigt sich in den schönsten Farben, die Strände in einem Weiß, dass ohne Sonnenbrille zur Erblindung führen kann und mitten drin entstehen einige wenige Häuser, zu deren Beschreibung mir die Superlativen fehlen. Staniel Cay ist mit seinem Yacht Club eine der feinen Adressen der Bahamas. 








Freitag, 9. März 2018

09.03.2018 Rudder Cay

Zunächst dachten wir die Idee Nachmittags noch die paar Meilen ( 6 sm) nach Rudder Cay zu segeln war wohl doch nicht so gut. Die Ankerplätze hinter Rudder Cay bieten keinen Indschutz vor westlichen Winden. Und genau die hatten wir am Nachmittag und dazu noch deutlich kräftiger als vorhergesagt. Wir lagen bei Niedrigwasser auf 2,10m Wassertiefe auf Sandboden. Nicht üppig! Aber zur Nacht ließen Wind und Welle nach und von ein paar Störungen durch das Überlaufen unserer Ankerkette abgesehen hatten wir eine ruhige Nacht. Am Morgen dann die Erkundungstour im Paradies. Auf 4m Tiefe ist die Musician Mermaid, eine Unterwasserskultur die David Copperfield hier hat installieren lassen, zu besuchen. 
Eine Bucht weiter gibt es aus dem Gestein herausgewaschene Höhlen und überall kristallklares Wasser.



Mittwoch, 7. März 2018

07.03.2018 Pink Iguanas auf Leaf Cay

Das war eine Überraschung auf der kleinen Insel Leaf Cay. Wer hätte gedacht, dass hier direkt vor unserer Haustür so „lovely guys“ wohnen....




Dienstag, 6. März 2018

06.03.2018 Nach Lee Stocking Island



Was hier so locker mal über den Wald auf Stocking Island schaut ist eine brandende Welle auf der Atlantikseite der Insel. Kein Wunder dass die meisten Cruiser lieber auf der geschützten, windabgewandten Seite bleiben. Hier auf Exuma ist es wie in den Westschären oder wie in den Ostfriesischen Inseln. Vor den schützenden Inseln kann es rauh sein und schlimmer noch, in den Durchfahrten auch schon mal gefährlich. Da strömt das Wasser auch gern mal mit 5 kn und zur Windsee kommt der Atlantikschwell von irgendwo her, wo es gerade mal wieder stürmt.
In unserem Fall von der amerikanischen Ostküste. Ca. 3 m Welle mit Wellenlängen größer 100m. Auf See in tiefem Wasser kaum zu spüren. Wenn diese Wasserberge allerdings auf 3-4 m tiefe Einschnitte (Cuts) zwischen den kleinen Insel treffen und dort die Tiede noch dazu für kräftige Wirbel sorgt, sind nur noch wenige Durchfahrten passierbar. Heute war kaum Wind und wir machten uns auf den Weg nach Rats Cay. Ca. 25 Meilen nördlich von Georgetown. Die Ausfahrt aus dem geschützten Fahrwasser ließ bei uns schon leichte Fragezeichen aufkommen, zumal im Morgennetz schon von Umkehrern berichtet wurde, wovon einer ein eingedrücktes Portlight/Fester zu beklagen hatte. Gut dass wir solche Verhältnisse kennen und uns das dann doch lieber selbst anschauen. Raus ging dann mit Maschinenunterstützung auch ganz gut. Trotz größem Wellengetöse hatten wir kein Wasser im Schiff. Alle Luken und der Niedergang waren vorsorglich verschlossen. Dann schönes segeln bis Rats Cay. Die Einfahrt ist allerdings bei Niedrigwasser nur 3-4 m tief. Und es war eine Stunde vor Niedrigwasser. Meterhohe Wellen brachen sich in der Einfahrt. Vorsichtig tasten wir uns unter Motor heran. No Chance! Hier geht gar nichts. 
Also versuchen wir unser Glück 6 Meilen weiter in der Einfahrt zu Lee Stocking Island. 7- 10m tief sieht es hier deutlich besser aus. Trotzdem brechen ein paar Wellen neben uns und schieben uns gegen die letzte Ebbe in das Fahrwasser hinein.  Dieses Revier ist auf der Atlantikseite auch kein Spielplatz. Innen sind die Gewässer extrem flach und mit 2 m Tiefgang haben wir hier eigentlich das verkehrte Schiff. Jetzt liegen wir sehr geschützt vor Leaf Island. Alle paar Minuten rast ein vollbesetztes Touriboot vorbei, um den Gästen die Pink Inaguas auf der Insel zu zeigen. Die schauen wir uns morgen auch an.

Sonntag, 4. März 2018

04.03.2018 Great Exuma - Bodenfrost?

 Jetzt hat die Kältewelle auch uns erwischt. Wir warten hier auf Great Exuma den Nordwind ab, den das kräftige Tiefdruckgebiet an der Ostküste der USA zu uns schickt. Heute Nacht musste der Schlafanzug her, gefrühstückt wurde das erste Mal im Schiff. Wir halten uns im Windschatten auf und ans Schwimmen denken wir nicht mehr. Bei 22 Grad müssen die Socken raus. Wir können uns überhaupt nicht vorstellen, wie man in Deutschland bei minus 20 Grad überleben kann. 
Beim Einkaufen haben wir Helge kennengelernt. Eine ältere Dame aus Deutschland/ Uetersen, die seit mehr als 30 Jahren den Winter hier verbringt. Wir sollen sie gerne in ihrem Haus auf der Nachbarinsel besuchen. Bei Niedrigwasser können wir über die Sandbank laufen. Im warmen knöcheltiefen Wasser sehen wir große Rochen, die nur darauf warten gefüttert zu werden. Ein Exemplar hatte die Größe eines Kleinwagens.

Helges Haus liegt idyllisch in einer Bucht mit eigenem Strand, eigenem Bootsanleger, Kokospalmen und Gewächshaus. Elisabeth Island. Beim Tee erzählt Helge, wie es vor 30 Jahren hier war, als sie die Insel gekauft haben. Wir bekommen den Mund nicht mehr zu. Jetzt mit 79 Jahren hat sie keine Lust mehr mit all der  Arbeit und überlegt zu verkaufen.

Wir kommen vor Eintritt der Dunkelheit zurück an Bord. Während des Duschens wundere ich mich, dass unsere Nebenlieger sich plötzlich alle auf einmal von uns entfernen. Hinter uns liegen nur noch die Engländer, die dafür erschreckend schnell näher kommen. Gerade zu dem Zeitpunkt als ich realisiert hatte, dass Lili spazieren fährt, konnte ich mir gerade noch ein Handtuch umwickeln, als auch schon ein Dinghi angeschossen kam und uns fragte, ob alles o.k. sei?  Der Boden hier ist stellenweise sehr muddig. Bei dauerhaft 400 Booten lagern sich die Sedimente ab. Lili‘s Anker war voll mit Schlamm und Kraut. Wir Ankern um. Ab jetzt halten wir elektronisch Ankerwache. Gut dass uns das nicht bei Nacht passiert ist. Hier in der engen Einfahrt wären wir sicherlich auf irgend einem Riff gestrandet. Glück gehabt. Jetzt warten wir noch drei Tage den Wind und die Welle ab und dann geht es weiter nach Norden. 

Freitag, 2. März 2018

01.03.2018 Stocking Island

So ein schöner Abend. Nahezu Windstille, BBQ am Strand mit Gale und Tim von der „Wild Bird“ und deren beiden Hunden Pip und Yawn. Viel Spaß, nette Unterhaltung und gutes Essen. Solche Abende, insbesondere diese angenehmen Temperaturen, gibt es bei uns zu Hause nicht so viele.