Faurby 396 for sale

Mittwoch, 21. November 2018

21.11.2018 Winterarbeit in Faro

Hier findet die Winterarbeit im Sommer statt. Das ist schon mal gut so. Eigentlich hatten wir vor Ende Oktober an der Algarve zu segeln. Dieser Plan ging aber nicht auf. Statt dessen hatten wir zu Hause große Baustellen. Unter Anderem machte uns ein Wasserrohrbruch unabkömmlich. Und nun ist es auch hier im Süden Portugals zwar in der Sonne noch warm, für uns aber zu kalt zum Segeln.
Nach ein paar wunderschönen Tagen mit Kathie und Friedl, die wir gemeinsam auf ihrem Boot und in Sevilla verbracht haben, sind wir nun auf Lili. Erstmal sauber machen und neue Planen für die Wintersaison an Land besorgen. Die Ankerwinsch hat neue Lager und Wellendichtungen bekommen und schnurrt wie neu. Wir bleiben bis nächsten Mittwoch und widmen uns dem Boot, machen Ausflüge und genießen das Wetter.


Mittwoch, 25. Juli 2018

Faurby 396 for sale

Falls jemand Interesse an unserem Boot hat, würden wir es verkaufen.
Nachdem wir nun eher kleinere Reisen machen wollen, könnten wir uns auch wieder ein kleineres Boot vorstellen. Das hängt natürlich davon ab, ob und wie wir unsere Faurby 396 verkaufen können.
Lili ist Baujahr 2004, hat aber 2 Jahre in einer klimatisierten Halle gestanden. Wir haben das Boot vor unserer Atlantikrundreise in vielen Teilen ergänzt und erneuert.
Nähere Info‘s auf Anfrage: harmsje@t-online.de



Freitag, 22. Juni 2018

22.06.2018 von Portimao nach Faro

Nachdem wir noch zwei schöne Tage mit Friedl und Kathi von der Fenua in Portimao verbracht haben, sind wir gestern bei Windstille 32 Meilen nach Faro motort. Entlang der wunderschönen Küste war das gar nicht langweilig.


Faro liegt hinter einem Gürtel bestehend aus vorgelagerten Sandbänken/Stränden und einer Salzwiesenlandschaft, wie sie eher an Norddeutschland als an den Süden erinnert. Hier haben wir noch eine Nacht extrem geschützt und ruhig geankert, bevor Lili heute morgen Punkt 10 Uhr mit Werftgeleit aus dem Wasser gehoben wurde.
 


Die Bootslagerung NAVE PEGOS, Lda. ist nicht nur prompt in der Beantwortung unserer E-Mails, sondern auch kompetent, extrem pünktlich und sympathisch. Auf dem Gelände kann jeder am Boot arbeiten, es ist zweckmäßig, sauber und aufgeräumt und die Schiffe stehen auf sehr guten Lagerböcken. Nach einer halben Stunde war Lili sicher verstaut, Tie-downs befestigt und am Strom angeschlossen. Im Büro arbeitet Joana, sie erklärt uns alles Wichtige und wir haben das Gefühl, besser als hier kann es für uns nicht sein. Die Leute machen ihren Job gerne. Den Bahnhof und den Flugplatz können wir vom Boot aus sehen.

Samstag, 16. Juni 2018

17.06.2018 mal wieder was Technisches

Zum Glück hatten wir bisher vergleichsweise wenig Technikprobleme. Das liegt sicher daran, dass wir ein nicht sehr altes Boot haben und es liegt besonders daran, dass wir nicht alles an Bord haben, was Langfahrtsegler sich so wünschen. Um nur einiges aufzuzählen, keinen Wassermacher, keinen Windgenerator, keinen Eisschrank, kein Rollgroßsegel....
Aber wir haben eine vier Jahre alte Ankerwinch. Sie ist komplett aus Niro und wirklich ein super Teil. Der ein oder die andere Leser/in wird bemerkt haben, dass wir früh angefangen haben unser Ankergeschirr gnadenlos zu belasten. Schon 2015 in der Nähe von Baiona haben wir mit Motorkraft den Anker ausgebrochen. Dabei riss das Entlastungsseil der Ankerwinch. Solche Situationen gab es öfters. Nun, ganz plötzlich haben wir Feuchtigkeit in der Vorschiffskoje. Das müsste akribisch untersucht werden..... Das Wasser kommt aus der Ankerwinsch, deren Motor im Schlafzimmer eigentlich warm und trocken sein sollte.
Bei einer Überlast ist ein Kugellagerring gebrochen und der abdichtende Simmerring hat das jetzt entstandene Wellenspiel nicht vertragen. Dann haben Salzwasser und Korrosion ihr zerstörendes Werk betrieben. Zum Glück ist die Winde innen nicht aus Alu. Die Reparatur ist einfach und Ersatzteile lieferbar. So gibt es dann doch immer was zu tun. 


Freitag, 15. Juni 2018

15.06.2018 Von Sines nach Lagos

Unsere zunächst letzte etwas längere Segelstrecke, 80 Seemeilen von Sines nach Lagos, liegt hinter uns.
Die Rundung des Cabo de São Vincente war noch etwas spannend. Vor dem Cap hatten wir 15 kn Wind mit moderater Welle, hinter dem Cap 30 kn Wind...Damit hatten wir nach dem Cap nicht mehr gerechnet aber ok...Jetzt sind wir in Lagos und genießen das Touristenleben. Wir werden in kleinen Etappen nach Faro weiter segeln und dann am 22.06. Lili dort an Land stellen. Dann ist erstmal Schluss mit diesem Blog. Eigentlich schade, weil wir uns immer sehr freuen, wenn wir sehen, wie viele Menschen aus vielen Ländern unsere Seite immer wieder aufrufen. Zur Zeit sind es täglich deutlich über 100 Klicks und in Summe wurde unser Blog bis heute 56.000 mal aufgerufen. Vielen Dank für euer Interesse. Immer, wenn wir an Bord sind, werden wir weiter schreiben und der nächste größere Reiseabschnitt beginnt im Frühjahr 2019 und soll uns über die Balearen, Sardinien, Korsika und Sizilien nach Griechenland führen.
 
 
 


Mittwoch, 13. Juni 2018

12.06.2018 Der Kreis ist geschlossen

Nun sind die letzten Meilen auch geschafft. Wir sind in Sines, etwa 50 Meilen südlich von Lissabon.  Nach etwa 12.000 sm sind wir dort angekommen, wo wir vor drei Jahren los gefahren sind. 
Ich kann es nicht in Worte fassen, was es für uns bedeutet diese Reise mit all seinen Erlebnissen, neuen Freunden, Bekanntschaften, atemberaubenden Momenten, Bildern, Zweisamkeit und ab und an Heimweh vollendet zu haben. Es war eine wundervolle Reise, die jede Seemeile wert war. Die Bilder, Menschen, Momente behalten wir in unserem Herzen. Schön zu wissen,  dass man zu jeder Zeit darauf zurück greifen kann.
Es gab Momente wo mir das Leben an Bord doch etwas zu rudimentär war. Immer auf der Suche nach Wasser und die damit verbundene Einschränkung bei dem Wasserverbrauch. Die Vorstellung einer ausgiebigen Dusche schien so manches Mal unerreichbar. Obwohl wir seit zwei Jahren unsere Wäsche nur kalt waschen konnten, sehen wir immer noch manierlich aus. Die Versorgungslage war sehr unterschiedlich. Konnten wir in manchen Ländern nicht immer alles kaufen, wollten wir auf den Bahamas und Bermuda nicht alles bezahlen. Gerade dort ist es uns nicht entgangen, was es bedeutet zu den Wohlhabenden dieser Welt zu gehören.  Gerade in der Karibik hat Deutschland eine sehr hohe Reputation. Die Menschen sind politisch interessiert und gut informiert. Die Namen unserer Nationalelf sind weltweit bekannt. Leider ist das Verständnis für die Umwelt dort meist um so weniger ausgeprägt. 
Nach drei Jahren war es jetzt für uns genug. Wir wollen näher zur Familie, zu den lieben alten Freunden und wieder zurück nach Europa. Dazu kommt natürlich, dass es hier auch noch so viel zu sehen gibt, was wir noch nicht kennen. 
Unsere Rückreise stand unter einem guten Stern. Nicht zuletzt durch die gute Wetterplanung. Wir hatten kein schweres Wetter. Alle Befürchtungen sind nicht eingetroffen. Trotzdem war es eine lange Reise, bei der uns schon mal die Luft ausging. Es gab Momente (oder Tage) wo wir einfach keine Lust mehr auf das ständige Geschaukel hatten. Nur noch ankommen. Und das sind wir jetzt. Jens hat sein Möglichstes getan um unsere Ideen und Vorstellungen von dieser Reise Realität werden zu lassen. Jetzt bringen wir Lili noch an die Algarve, um dort einen Sommerliegeplatz für sie zu suchen. Bis Oktober feiern wir dann zwei Hochzeiten, Taufen und große Geburtstage in der Familie. Wir freuen uns wieder nach Hause zu kommen. Unser nächstes Reiseziel ist im nächsten Jahr das Mittelmeer. Kenner behaupten, dass die Griechische Ägäis eines der schönsten Segel-Reisziele weltweit sein soll. Also nichts wie hin.

Dienstag, 12. Juni 2018

12.06.2018 6ter und letzter Tag unserer Atlantiküberquerung

0235 Uhr UTC und noch 80 Meilen bis Sines am Portugiesischen Festland. Eben haben wir das zweite Reff ins Großsegel eingebunden. Je weiter wir uns dem Festland nähern, desto weiter dreht der Wind auf Nord und er nimmt zu. Wir erwarten keinen Starkwind aber über 20 kn haben wir jetzt schon und in der Nacht segeln wir gerne defensiv. Anders als auf dem freien Atlantik müssen wir im Küstenbereich wirklich wachsam sein. Der Schiffsverkehr vom oder zum Englischen Kanal ins Mittelmeer oder zum Horn von Afrika ist erheblich. Ständig sehen wir mehrere Schiffe unseren Weg kreuzen. Wir sind Beide nicht müde genug, um fest schlafen zu können. Macht nichts, heute Nachmittag liegen wir im Hafen und können schlafen soviel wir wollen.
Jetzt ist es 0630 Uhr und wir kreuzen unser Kielwasser von vor drei Jahren. 2015 segelten wir genau an dieser Stelle von Lissabon nach Madeira.....ETA Sines 15:00