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Samstag, 13. Juli 2019

13.07.2019 Nach Süden....


Nachdem wir uns vorgestern wehmütig von Kathi und Friedel und damit auch vom Norden Sardiniens verabschiedet haben, segeln wir nun wieder Richtung Cagliari. Wir haben noch sehr viel Zeit, bis Lili am 28.07. aus dem Wasser kommt. Aber jetzt weht der Wind! Zwischen 10 und 27 Kn wechselt die Windgeschwindigkeit in sekundenschnelle. Mit einem Reff war das eigentlich herrliches Segeln vor wunderschöner Kulisse. Es war wunderschön, bis wir das Capo Cumino rundeten... Plötzlich nahmen die Böen bis auf 38 kn Wind zu und ließen dann nur noch bis ca. 25 kn nach. Nach dem 2ten Durchgang mit satten 8 Windstärken haben wir dann das Groß komplett geborgen und sind nur mit kleiner Genua weiter gesegelt. 
Morgen geht es für 2 Tage in den Hafen. Das ist zwar jetzt, in der Hauptsaison sündhaft teuer, aber wir haben in der Marina unsere Post abzuholen. Ein Stand-up-Paddle Bord und eine neue Solarzelle für unser Bimini. Die „alte“Zelle funktioniert zwar noch, hat aber in der karibischen Sonne deutlich Pickel bekommen. Da ist es besser schon mal für Ersatz zu sorgen.

Dienstag, 9. Juli 2019

09.07.2019 Cannigione

Im Moment überwiegt die Lethargie. Bewegung jeder Art lassen wir in unseren Gedanken erst gar nicht entstehen. Einkaufen ist das Sportlichste was wir machen. Dann aber schnell ab in den Schatten und abkühlen. Vor ein paar Tagen gab es eine Unwetterwarnung bezüglich der Temperaturen.  Die Temperatur im Schiff steigt am Nachmittag auf 38 Grad. Wie gut, dass wir immerzu ins Wasser springen können, um uns abzukühlen. So verbringen wir die Tage in den Buchten im Norden Sardiniens zusammen mit Kathi und Friedel von der Fenua. Bis vor ein paar Tagen könnten wir auf den Stand -Up Paddleboards von Fenua fleißig bei ruhigem Wasser üben. Das hat leider ein jähes Ende genommen, da beide Boards einfach so geplatzt sind. Um überhaupt ein wenig Bewegung zu bekommen, hat Jens nun für uns ein eigenes Board bestellt.  Abends, wenn die Sonne untergegangen ist, erwachen die Lebensgeister. Cannigione ist ein Ort voller Leben und wir haben Alles, was wir brauchen. Abend‘s  genießen wir die Stimmung auf der Promenade bei kühlem Wein und kleinen Leckereien. Heute ist der Himmel grau und es fallen sogar ein paar Regentropfen-auch mal ganz schön.
Wahrscheinlich bleiben wir noch ein paar Tage hier bevor es wieder, an der Ostküste von Sardinien entlang,  Richtung Süden geht. 


Dienstag, 2. Juli 2019

02.07.2019 Und noch ein paar Bilder aus Korsika

Die I. Lavezza erinnert sehr an die Schwedischen Westschären. Lauter Steine. Und weil die Ankerbuchten in den Törnführern zu recht hochgelobt sind, ist es hier auch sehr gut besucht. Viele Charterboote und auch Fähren vom Festland sorgen für Urlaubsfeeling. Für uns ist der Abend und der  Morgenspaziergang gerade richtig. Als der Trubel so richtig losging, war es Zeit für uns den Anker zu lichten und Korsika zu verlassen. 12 Seemeilen bis Sardinien bei super schönem Segelwetter.






Montag, 1. Juli 2019

01.07.2019 Badeleben auf Korsika


Hier ist es heiß. Wir genießen das klare Wasser und die schönen Ankerbuchten im Süden Korsikas. Heute ging es allerdings mal wieder Wandern. Genauer gesagt, wollten wir Bonifacio anschauen, aber nicht mit Lili im Hafen anlegen. Das wäre uns im sehr geschützten Hafenbecken zu heiß und jetzt in der Hauptsaison eigentlich auch zu teuer. Also ankern wir in einer nahe gelegenen Bucht und fahren mit unserem Schlauchboot bis zum nächstmöglichen Wanderweg Richtung Bonifacio. Das hat soweit auch gut geklappt. Es blieben 6 km und ca. 110 Höhenmeter pro Strecke. Allerdings findet das Ganze in der Mittagshitze statt und bei den Höhenmetern ist das Auf und Ab innerhalb der Stadt nicht berücksichtigt. Erschwerend kam noch hinzu, dass unsere Einkäufe im Supermarkt das Marschgepäck deutlich  schwerer machten. Aber Korsika ohne Bonifacio geht einfach nicht. Die Altstadt, die spektakulär auf der Steilküste thront, ist einen Besuch wert. Trotzdem freuten wir uns, völlig überhitzt, wieder an Bord zu kommen und endlich wieder ins Wasser springen zu können. An Bord lässt es sich tagsüber im Schatten noch gut aushalten. Anders dann die Nächte. Mit der untergehenden Sonne lässt der Wind nach und die Mücken kommen. Die Mückennetzte kommen zum Einsatz. Kein Luftzug weht durchs Schiff, die Temperaturen unter Deck  betragen immer noch 30 Grad. Regungslos liegen wir im Bett und warten auf den Schlaf. Dann passiert es. Ein Mückenstich nach dem Anderen. Sie sind nicht zu höheren, sie stechen ohne Warnung. Immer wieder. Ich gehe auf die Jagt und entdecke große Mücken mit schwarz weiß gestreiften Beinen. Dabei kommt mir in den Sinn, dass Korsika bis 1950 noch Malaria verseuchtes Gebiet war. 🤔 





Freitag, 28. Juni 2019

28.06.2019 🇫🇷 Corsika

Bei kräftigem Wind sind wir heute über die Straße von Bonifatius nach Porto Veccio auf Korsika gesegelt. Das war nach einigen Badetagen, an denen wir auch erste Fahrversuche mit den SUP’s von Kathie und Friedel machen konnten, eine gelungene Abwechselung.


Schon seit Beginn unserer Reise hat Britta den Begriff „Thalassotherapie“ für ungeplante Salzwasserduschen an Bord geprägt. Also Heute war das natürlich prima, weil es richtig Sommer ist. Es ist so heiß, dass wir das Boot erst am Spätnachmittag verlassen. Bis dahin liegen wir im Schatten und springen ab und an ins Wasser.

Freitag, 21. Juni 2019

21.06.2019 Im Norden von Sardinien

Jetzt sind wir angekommen. Seit 8 Wochen fahren wir Kathi und Friedel von der Fenua hinterher, jetzt haben wir uns im Norden von Sardinien endlich getroffen. Genauso wie unsere Freunde aus Hamburg, Tom und Petra, die von Korsika kommend  hier Station gemacht haben. Ein erstes Treffen mit SVAOe’ lern seit fünf Jahren. Die Freude war groß, natürlich gab es viel zu erzählen, es wurden die schönsten Leckereien gekocht und Ausflüge unternommen. Der Norden Sardiniens ist ein reines Segelparadies. Für jede Windrichtung findet man Buchten, in denen man in glasklarem Wasser gut geschützt ankern kann. Das Anlanden mit dem  Dingi ist allerdings nicht so einfach. Die Strände sind bewacht, der Schwimmbereich ist mit Leinen abgesperrt und zudem ist es verboten, näher als 200m mit einem Außenborder an den Strand zu fahren. Bei Verstoß droht die Konfiszierung des Dinghi‘s. Es gibt keine Hotelburgen, sondern eher in die Landschaft eingepasste Ferienanlagen, die allerdings den Strand so gegen Eindringlinge abriegeln, dass man dort nur schwimmend anlanden kann. Ein weiteres ernst zu nehmendes Thema ist die Mülltrennung. Nicht etwa wie wir es bequemerweise gewohnt sind, alles in einen Beutel und ab damit. Weit gefehlt. Dachte ich doch wir Deutschen seien Profis in der Mülltrennung, hier wird mehr erwartet. Wir haben jetzt fünf verschiedene recycelfähige Plastiktüten zu beschicken. Auch im Supermarkt stellt sich nicht die Frage nach Plastiktüten. Alles was es dort gibt, ist kompostierbar. Geht doch. Das Trinkwasserthema, dass besonders mich immer umtreibt, war bisher kein Problem. In Cannigione lagen wir zwei Tage an der Mooring ( 30€ pro Nacht) incl. 300ltr. Wasser. 
Kathi und Friedel kennen Sardinien wie wir ihre Westentasche.  Um uns die Schönheiten des Landesinneren zu zeigen, haben wir uns mit den beiden Sportskanonen auf eine Wanderung eingelassen. Zunächst mit dem Auto durch die Weinberge zum Ausgangspunkt eines Rundwanderweges von 14 km Länge und 600 Höhenmetern. Um 11:00 beginnen wir bei strahlendem  Sonnenschein die ca. 3 stündige Wanderung. Irgendwie geht es die erste Stunde nur bergab. Mir schwant Böses. 600 Höhenmeter wollen ja irgendwann bezwungen werden. Gegen 12:00 geht es los. Bis dahin waren wir im leichten Plauderton beschwingt unterwegs. Langsam wird es ruhiger, man hört Vogelgezwitscher, der Schweiß läuft, das Wasser wird langsam knapp. Die Mittagssonne setzt uns, Jens und mir, ziemlich zu. Ich appelliere an mein Inneres um durchzuhalten. Kathi und Friedel, zeigen keinerlei Ermüdungserscheinungen. Um 13:30 ist der Scheitelpunkt erreicht. Der leicht abfallende Rückweg lässt uns die eindrucksvolle Landschaft genießen. Eines ist sicher, Sardinien ist eine Reise wert. Und trotz dieser Mühe, war das nicht unsere letzte Wanderung. 

Donnerstag, 13. Juni 2019

13.06.2019 Santa Maria Navarrese

Hier ist es wirklich schön. Keine großen Hotels, keine Kreuzfahrer und eine tolle Landschaft. Wir liegen für drei Tage im Hafen von Santa Maria Navarrese an der sardischen Ostküste und genießen den Luxus. Tolle Duschen, Waschmaschinen und uneingeschränkte Einkaufsmöglichkeiten. Abends trifft man sich in der Hafenkneipe und trinkt das ein oder andere Bier oder Aparol Spritz. Dazu werden Kleinigkeiten ungefragt serviert. In Spanien würden wir Tapas dazu sagen. Das ist schon sehr nett.
Unsere Fahrradtour nach Arbatax hat sich als anstrengender als erwartet herausgestellt. Es gibt keine Küstenstraße und weil wir zumindest auf dem Rückweg die große Landstraße vermeiden wollten, ging es querfeldein...
Morgen geht es weiter nach Norden.