Donnerstag, 4. Juni 2015

Es wird...... Sommer

Wer hätte das gedacht, es gibt ihn noch, den Sonnenschein. Nachdem der über 2 Tage dauernde Sturm nun endlich abgezogen ist, sind wir bei fast Flaute, die Luft war ja auch raus.... nach Boulogne sur Mer gesegelt. Mehr Strömung als Wind, aber wir sind angekommen. Jens hat die ruhige Überfahrt dazu genutzt, um der quälenden Frage nach dem immer wieder auftretendem Wasser im Motorraum nachzugehen und hat sich auf die Suche gemacht. Kopfüber im Motorraum war die Ursache dann auch gefunden.
Kaum waren wir fest, war der Motor auch schon auseinander.
und Jens stundenlang verschollen

Ergebnis: Alles läuft wie geschmiert. Morgen werden wir sehen, ob es immer noch leckt.
Leider können wir den Sonnenschein nicht richtig geniessen, da neue Spundwände in die Hafenmauer gerammt werden. Das allein macht schon einen ohrenbetäubenden Lärm. Dazu hat der Hafenmeister Spaß am Hochdruckreiniger, mit dem er seit Stunden die Hafenanlage säubert. An Bord ist es vor Lärm kaum auszuhalten. Also bleibt nur noch die Flucht in die Stadt und morgen weiter die schöne Küste entlang.










Mittwoch, 3. Juni 2015


Ab 41 Knoten Windgeschwindigkeit geginnt auf der Beaufortskala 9 Windstärken.
44 Kn waren für heute angesagt und im Hafen von Calais pfeift der Wind erheblich um die Ecken. Aufrechtes gehen ist schon schwierig und Lili wird trotz Wind von vorn stark auf den Steg gedrückt.
Aber wir liegen sicher vertäut. Gestern Abend waren wir im LeGrand Bleu wunderbar essen.
Darauf hatten wir uns ja schon lange gefreut und wir wurden nicht enttäuscht.
Sonst bietet Calais nicht besonders viel. Seit es den Eurotunnel gibt, verkehren hier nur noch LKW-Fähren...

Sonntag, 31. Mai 2015

 Der Regen tanzt ....draußen.
Britta ist nach tagelanger Internetabstinenz endlich wieder online. So eine Freude. Wir hatten eine sehr schöne Zeit in Oostende. Beim " Open Ship" hatten wir die Möglichkeit uns einige interessante Schiffe von innen anzusehen. Jetzt kann ich es erst ermessen, was es bedeutet auf einem Seenotrettungskreuzer zu fahren. Mit wie wenig Platz die Retter auskommen mussten und was Sie unglaubliches geleistet haben. Besonderes bemerkenswert ist das alte Frachtschiff " Tres Hombres " welches von einer jungen freiwilligen Crew gesegelt wird, die sich auf die Fahne geschrieben haben, " no emission Cargo " zu fahren. Also weltweite Fracht mit 2 Masten aber ohne Motor.!!! www.svtreshombres.com.
So werden Kakaobohnen für eine bestimmte Schokoladenmanufaktur in Amsterdam und Europas bester Rum ( können wir bestätigen ) bis nach Kopenhagen in das feine Restaurant " Moma " gebracht. Das war ein bunter Strauß an Eindrücken.
Brügge sehen und sterben....... Das wäre zu viel verlangt. Brügge ist eine schöne, aufgeräumte, touristisch gut organisierte, attraktive Stadt. Wir würden sagen Stade in groß. Lübeck könnte auch mithalten.
Auf dem Bild ist eine Installation eines chinesischen Künstlers zu sehen, der Fenster von alten chinesischen Abrißhäusern zusammengefügt hat, um gegen den Gigantismus in China zu protestieren.

Die Kanäle ziehen sich sehr schön durch die Stadt und man hat einen sehr schönen Blick von der Wasserseite.
Am Samstag haben wir uns entschlossen das gastliche Oostende zu verlassen und Richtung Süden zu gehen. Der Wind war ausnahmsweise einmal unser Freund und so sind wir nach Dunkerque gesegelt.
Die Freundschaft hielt allerdings nicht lange und so liegen wir bei viel Wind (in Böen bis 40 Kn aus Süd-West) und strömendem Regen hier fest und freuen uns über gutes Internet und somit einer guten Verbindung zur Außenwelt. Bevor wieder die angesagten 40 Kn zurückkommen werden wir morgen in aller Frühe nach Calais segeln. Auf Calais freuen wir uns eigentlich nur wegen des unsagbar guten Restaurant " Le Grande Blue ".
Wir werden berichten.

Mittwoch, 27. Mai 2015

"Oostende voor Anker" und..........
wir mittendrin. Heute sind wir in Oostende angekommen. Bei strahlendem Sonnenschein aber immer noch kaltem Wind. Hier findet ab morgen ein großes Hafenfest statt, ähnlich dem Hafengeburtstag in Hamburg, was zur Folge hat, dass der Innenhafen vollkommen ausgebucht ist. Das Glück war doch auch hier auf unserer Seite und Dank des überaus netten Hafenmeisters des Außenhafens haben wir einen schicken Liegeplatz bekommen und können nun alle einfahrenden großen, alten, herausgeputzten Traditionsschiffe beobachten .
Wir haben uns entschlossen morgen an dem bunten Treiben  teilzunehmen und die Stimmung mitzunehmen.
 













Oostende ist eine für belgische Verhältnisse nette Stadt. Ansonsten schreckt uns die Architektur der an die Küste genagelten Hochhäuser eher ab.
 













 Wir sind froh, dass wir jetzt unsre Reise tidenunabhängiger planen können. Der ständige Wind aus West bis Südwest hat es uns nicht gerade leicht gemacht. Leider ist auch für die nächste Woche keine Änderung in Sicht. Also werden wir von hier aus ein paar Landausflüge machen und uns Brügge und Umgebung anschauen. Jens hat dann auch noch Gelegenheit sich um die immer wieder auftretenden Wassertropfen im Motorraum zu kümmern. Auch ist sonst noch einiges an Wartungsarbeiten zu erledigen. Hier kommt keine Langeweile auf.
Die ersten auf der gleichen Strecke segelden TO Mitglieder Susanne und Thomas Hingst haben wir in Den Helder getroffen. Susanne hatte uns gleich an dem TO Stander erkannt. Wir haben uns über unsere Reiserouten ausgetauscht und werden uns sicherlich bald wieder treffen.
Bis bald. Wir freuen uns immer auf Rückmeldungen von Euch.


Sonntag, 24. Mai 2015

Vlieland
Wir waren 2 sonnige Tage auf Borkum, das war auch sehr schön. Sind gestern Morgen um 5 Uhr auf und nach Vlieland. Ich hätte gedacht der Hafen wäre Pfingsten wegen Überfüllung geschlossen. Aber, oh Wunder, eine Box für uns! Gleich geht es los Richtung Den Helder hinten rum, übers Wattfahrwasser.
An angeln war gestern auf unserer Überfahrt nach Vlieland wegen erheblichem Seegang nicht zu denken, die Fische mussten erst einmal gefüttert werden.
Aber zum Glück ist Seekrankheit im Hafen schnell überwunden und es hab schon wieder einen Sundowner.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Durchs Wattenfahrwasser mit 2m Tiefgang.....
Gestern sind wir nach intensiver Reiseplanung
über das Memmertfahrwasser und die noch weit kritischere Osterems bis nach Borkum gefahren. Das war größtenteils lästige Motorerei.
Leider konnte uns niemand sagen welche Fahrwassertiefen wir in der Osterems vorfinden würden. Kein Einheimischer fährt hier mit 2m Tiefgang herum. Die gute Nachricht ist, wie hatten 2,60m minimale Wassertiefe berechnet (es war genau Spring HW) und die haben wir dann dank genauer Zeitplanung auch vorgefunden. Die weniger gute Nachricht war dann der viel stärkere NW-Wind, der uns unangemeldet eine steile Welle bescherte und den Wasserstand dann doch eher knapp werden ließ. Fazit dieser Reise durchs Watt: Das geht mit unserem Schiff nur bei Spring Hochwasser.
Borkum erreichten wir dann gegen 6-7 Windstärken aus NW über die Ems. 
Unterwegs gab es vorbereitete heiße Suppe und wir waren ganz zufrieden mit der kleinen Reise. Abends waren wir, dank einer Mitfahrgelegenheit mit dem örtlichen Raumausstater, noch im ca. 5 km entfernten Ort und sind dann mit dem Bus zurück.
Heute und morgen bleiben wir auf Borkum. Wind aus der falschen Richtung. Das sind für die 75sm nach Vlieland die falschen Voraussetzungen. Fahrräder raus und sehen was die örtlichen Cafe´s zu bieten haben.

Montag, 18. Mai 2015

Norderney und kein Ende

Manchmal kommt es anders als man denkt. Nachdem nun endlich die ersehnten Seekarten angekommen sind , 5 Tage später als erwartet, hat uns nun das eh schon schlechte Wetter ganz der Hoffnung beraubt weiter fahren zu können.
Für heute gibt es eine Sturmwarnung mit Wind aus SW mit ausgiebigem Regen. Da braucht man nicht lange zu überlegen. Morgen wird es allerdings noch mehr regnen und noch mehr stürmen.
Somit können wir uns nicht mehr davor drücken unliebsame Arbeiten am Computer ( neue E Mail Adresse.....) usw zu erledigen. Und damit es uns nicht langweilig wird, werden wir uns in aller Ruhe mit der Tidenberechnung nach dem Reeds beschäftigen. Zeit genug ist ja da. 😉