Samstag, 22. August 2015

Leider kein Internet im Hafen....keine Bilder, die kommen später.
In Vigo angekommen. Nach einer Nacht vor Anker in einer mit Badenden und Motorbooten unglaublich überfüllten  Bucht sind wir heute bei grauem Himmel 15 Meilen nach Vigo motort. Wir wollen morgen mit dem Bus nach Santiago de Compostella... Kultur!
Heute Waschtag in Vigo.
Morgen soll es regnen und viel Wind geben. Wir bleiben wohl noch ca. 1Woche hier und machen uns dann langsam auf nach Porto.
Die Rias waren schon wirklich schön und wir hatten die letzten Tage auch super Badewetter. Grillen am Strand und lange, laue Sommerabende. Erstaunlich, wie sich die Landschaft und die Besiedelung von einer Ria zur Anderen wechselt. Obwohl es nur wenige Meilen sind, lösen touristisch voll erschlossene Uferbebauungen super schöne Ankerbuchten ab.
Mehr dazu, wenn wir Fotos hochladen können.

Dienstag, 18. August 2015

Von La Crunia über Muxia nach Muros

 Nachdem wir die erste Nacht im Hafen von Muxia, einer neu gebauten sehr gut schützten Marina verbracht haben, hatten wir in eine nahegelegene Ankerbucht verholt. Immer noch tiefhängende Wolken und ständig eine Luftfeuchtigkeit >85%.
Lofoten für Anfänger! Die Ankerbucht traumhaft schön und nur Zwei Yachten. Balou und wir.
Aber schon abends sehen wir warum. Nacheinander kommen mehrere Fischerboote und werfen rund um unsere Boote ihre Hummerkörbe auf den Grund...auch auf unsere Anker. Dabei winken sie freundlich und finden nichts dabei. Da aber der Wind in der Nacht drehen soll befürchten wir, das morgen unsere Ankerkette auf den Körben liegen wird. Also Anker auf! Das wurde allerdings so gar nichts. Der Anker hatte sich so im Grund verkeilt, dass auch mit Vollgas in die Kette zu fahren nur dazu führte, das Lili Bocksprünge aufführte, die Abfangleine ( 2, 5 Tonnen Bruchlast) mit riesem Getöse riss und wir immer noch fest lagen. Bei 11 m Wassertiefe nicht gut. Erst ein 360 Grad Kreis unter Vollgas an der Ankerkette zeigte, dass der von Wolfgang geschweisste Bugbeschlag solide ist und auch die Montage einwandfrei alles aushält.
 Dann ging es um Cap Finisterre nach Muros, unsere erste richtige Ria. Der Wind kann nachmittags und nahm dann zu bis 25 kn. Da bauen sich dann schnell wieder große Wellen auf. Aber bei raumen Wind super segeln. In der Rias wurden wir dann von schönstem Sonnenschein, einer nach Pinien riechenden Landbriese mit deutlich wärmerem Wind empfangen. Wir sind endlich im Süden angekommen!!
Finisterre

Einfahrt in die Rias nach Muros






Muros ist ein sehr ansprechender kleiner Ort mit allen Annehmlichkeiten. Wir liegen vor Anker und paddeln mit dem Beiboot an Land. Internet wird im Hafen "geklaut" und es fehlt an nichts. In den Rias werden wir noch 2 Wochen bleiben und nun mal mit dem Badeleben beginnen....
Feine Gegend i n Galizien-Muros

Samstag, 15. August 2015

Spanien im August

Ein Blick auf das Display im Auto ..... und alles ist gesagt. Noch liegen wir in La Coruna und erholen uns von der Fahrt über die Biscaya. Da uns der Wind verlassen hat und die Sonne sich eher in Deuschland austobt machen wir

 zusammen mit Uwe und Weilan  einen Ausflug in das Landesinnere. Lugo ist eine mittelalterliche  Stadt mit einer vollständig erhaltenen römischen Stadtmauer und zählt somit zum UNESO Weltkulturerbe.






Die Nähe zu Santiago de Compostella lässt sich hier schon erahnen.
Die überaus prachtvoll ausgestattete Kirche mit ihren verschiedenen Kirchenschiffen bildet den Mittelpunkt des alten Stadtkerns.































Ja und hier die weltlichen Spezialitäten.
Schinken wohin das Auge reicht. Ansonsten lädt auch in Spanien das Angebot an frischem Fisch und Obst und Gemüße zum lukullischen Genuß ein.




In der Hoffnung weiter südlich der Sonne zu begegnen machen wir uns mit Beate und Rainer von Balou und Uwe und Weilan bei Flaute und schlechter Sicht weiter in Richtung der bekannten Rias auf. Leider müssen wir uns hier von Uwe und Weilan verabschieden. Wir hatten eine sehr schöne Zeit miteinander und wünschen den beiden eine gute Altlantiküberquerung mit der ARC.



Dienstag, 11. August 2015


Biscaya mit Allem




Departure Foto: Weilan und Uwe haben uns schon seit Cherbourg begleitet .


Beate und Reiner velassen mit Balou Camarte sur Mer
Biscaya mit Allem.
Unser erster Erfolg beim Angeln. Die Köder sind eben doch kein Kinderspielzeug.
Gestern Vormittag haben wir nach ca. 53 Std. die 340 am von Camaret sur Mer nach La Coruña ins Kielwasser gebracht. Zunächst ca. 70sm mit Spi bei herrlichem Wetter und mit bis zu guten 10 Kn Speed waren segeln vom Feinsten. Später Flaute, Zeit zum Angeln. Und gleich nach dem Frühstück hing auch schon das Mittagessen der nächsten Tage an der Angel. 15 Std. unter Motor scheint für unsere heimischen Verhältnisse viel. Auf der Biscaya ist das nicht so langweilig.
Strahlender Sonnenschein, Baden gehen, den Delfinen zuschauen und Whalewatching waren stündlich wechselnde Unterhaltung. Die erste Nacht stand der Wind bei 2-5 Bft durch und wir hatten anstrengendes segeln mit wenig Schlaf. Die Hydrovane Selbststeueranlage steuerte einfach nur genial, auch und insbesondere bei großen Wellen. Eine große Freude sich einfach nur unter die Sprayhood zu setzen und das Schauspiel des Sternrnhimmels zu genießen .
Am nächsten Nachmittag nahm der  Wind wieder zu und wir  konnten die letzten 140 sm segeln. Nachts um 2 dann das erste Reff und schlafen wurde schon schwierig....
Delfine haben uns auf weiter Strecke dieser Reise begleitet.
Der Übergang zwischen 4000m Wassertiefe und dem  flachen Schelf vor der spanischen Küste bescherte und dann bei 27 kn Wind sehr hohe Wellen. Unser Schiff verhielt sich wirklich gut aber nachts, bei völliger Dunkelheit zu steuern war schon wirklich schwierig. Mit einem großen Steuerrad wirklich anspruchsvoll die Wellen rechtzeitig zu parieren. Schlafen war nun gar nicht mehr angesagt. 
In Galizien angekommen
Zusammengefasst eine Reise mit Allem, Segellatte aus dem Halter/Schuh gesprungen, Britta's Knie geprellt und ganz viele schöne Erlebnisse.

Freitag, 7. August 2015

Nun liegen wir noch eine Nacht in Camaret sur Mer vor Anker. Morgen früh geht es los, Richtung La Corunja oder Viviero. Mal sehen was die nächsten 340 sm (ca.600km) freies Wasser so für und bereithalten. Die Wetterprognosen für morgen und übermorgen sehen gut aus. Danach Flaute und wenn wir uns dann Spanien nähern vielleicht ganz viel Regen???
Die letzten 4 Tage waren super und sehr entspannend. Wir waren von Duarnenez echt begeistert und ich habe sogar 30 sek. gebadet.... Damit bin ich weit vorne. Das Wasser ist nämlich immernoch lausig kalt.
Unser Blog wird aus vielen Ländern gelesen. Darüber freuen wir uns besonders und stellen uns vor, wer das wohl ist?
Inga aus Italien? Angela und Chaz aus England? Lukas aus der Türkei? Mirli und Samuel aus Finland? Monika und Gerd aus Schweden? Wer ist in Spanien, Kanada und den USA?
Wir senden euch liebe Grüße und sind dann erstmal auf der Biscaya unterwegs.


Dienstag, 4. August 2015

  In L´ Aberbenoit , einem kleinen Fluß, haben wir an einer Mooring übernachtet. Der Ort dazu wurde dominiert von dem geschäftigen Treiben der Algenfischer. Tierisch voll geladene Boote voller Algen wurden in große LKW entladen und die Beute dann zur Weiterverarbeitung abtransportiert. Unglaubliche Mengen!
Weiter ging es nach Camaret sur Mer, dem kleinen Hafen in der Bucht von Brest, von dem aus die meisten Yachten den Sprung über die Biscaya wagen. Wir leider nicht. Die Wetterprognose prophezeite über 25 Std. motoren und den Rest der Zeit (ca. 65 Std. in Summe) gegen den Wind kreuzen. Also abwarten. Nach zwei Tagen wollten wir Hafengeld sparen und beschlossen in der schönen Bucht vor dem Hafen zu ankern. Hatten allerdings die Wellenhöhen wegen des geringen Windes komplett unterschätzt.
Die ganze Nacht tanzte Lili auf den Wellen, dass es im Schiff kaum auszuhalten war. Das war eine echt blöde Ideee. Nun liegen wir in Duarnenez schon wieder vor Anker und fragen uns, ob denn die Welle wie angesagt endlich mal Ruhe geben wird? Für Britta ist das ein Desensibilisierungsprogramm gegen Seekrankheit.
Gestern war sie ganz zuversichtlich, dass es schon was gebracht hat.
Nach dem Wetterbericht gibt es in den nächsten 10 Tagen keinen guten Wind für uns und wir tingeln jetzt langsam in die Biscaya Richtung La Rochelle und warten auf unsere Chance.
Leider geht es meiner Mutter wieder schlechter und
es könnte sein, dass unserer Reisepläne auch in dieser Richtung geändert werden müssen.
Wir werden berichten.

Wenig Wind und angesagte 3-Meter Wellen sehen schon recht imposant aus.

Britta bastelt Köder nach Wolfgangs Anleitung. Bisher hatten die Fische allerdings nur Spaß mit uns und die Köder sehen auch eher aus, als seien sie für einen Kindergeburtstag.

Montag, 3. August 2015

Heute wollten wir eigentlich zu unserer Biscayaüberquerung starten. Trotz des nicht optimalen Wetterberichts wollten wir stundenlanges motoren akzeptieren und dann statt Moules Frites auch mal Tappas essen. Aber heute Morgen zeigte sich der Himmel, beim Blick aus der Dachluke, äußerst unfreundlich. Es regnete, war dunkelgrau und es pfiff ordentlich in den Wanten.....
Wir warten nun doch lieber auf besseres Wetter und schauen uns derweil noch einige Orte in der Bretangne an. Die Bilder dazu folgen.....