Faurby 396 for sale

Sonntag, 29. Januar 2017

29.01.2017 Antigua let's cook


Hier im feinen English Harbour gibt es auch einen feinen Supermarkt. Jamie Oliver stellt seine gesamte Produktpalette vor, neben  feinen englischen Biskuits in pastellfarbenen Dosen, gibt es lebenden Lobster, dry aged Beef, guten Italienischen Wein  und filetierten Fisch vakuum verpackt. Also alles was das fahrende Volk so braucht. Wir sahen einen Einladung zum Kochevent, was mein Herz höher schlagen ließ. Drei Chefköche von jeweils drei großen Segeljachten gaben sich die Ehre. Hier sollte gezeigt werden, welche Köstlichkeiten sich mit Hilfe von Jamie Oliver, Mount Gay Rum, und der Produktpalette des Covent Gardens Supermarktes in der Bordküche zaubern ließen. Das aufgefahrene Equipment findet bei Lili allerdings schwer Platz. Neidisch machte mich die Messersammlung der Köche. Wenn ich sehe, wie ein japanisches Messer aus der Schmuckschatulle den butterweichen Thunfisch zerteilt, wird mir ganz weich ums Herz. 
Die Köche/Köchinnen hatten die Aufgabe in 30Minuten für max 300€ !!!!!!! einzukaufen, zu kochen und dann das Kunstwerk einer aus drei Personen bestehenden Jury zu präsentieren. Wir waren gefesselt von dem, was vor sich ging. Da wurde Popkorn geschreddert um als Pannade für die Golddorade Verwendung zu finden. Lobsterschwänze geteilt, zart durchwachsenes Filet mariniert, gegrillt und zusammen mit grünem Spargel angerichtet. Die größte Raffinesse legte allerdings die Köchin von der " Sy Eleonora " auf den Teller. Zarter Tunfisch wurde eingeölt, mit einer Pannade aus Kokosraspeln, Pfeffer ( der die Form von verblühten Birkenblüten hat ) und Schokosplitter paniert. Ganz sanft ca. 8 min in Butter gebraten, anschließend auf einen geöltes Bananenblatt gesetzt und mit Gurken-Möhrensalat




garniert. Die Soße, die aus dem Bratensud gemacht wurde war ein Gedicht. Für uns ganz klar die Gewinnerin des Abends. Weit vor gegrilltem Lobster und zartem Filet.
Aber es kam  nicht wie erwartet. Der Chefkoch von " SY Rosehearty" war für das Dessert zuständig. Das bestand aus geschlagener süßer Sahne, vermischt mit flüssiger Schokolade und zerbröselten Jamin Oliver Keksen 🤔. Dazu ein Kokoskrokant, welches erst im zweiten Anlauf gelungen ist. Jetzt kam die Schokosahne auf das Krokant und wurde mit ordentlich Mount Gay Sahne-Rum beträufelt. Also insgesamt eine Kombination, die nicht viel Phantasie brauchte.
Die Jury, bestehend aus drei Engländer/innen,  war davon allerdings angetan und hat den ersten Preis an das Produkt mit der wenigsten Kreativität vergeben. Das wäre in Europa ganz anders gelaufen.
Unter dem Strich ist zu sagen, mit den richtigen Zutaten ist nichts unmöglich. Heute gehen wir erst mal zu Covent Garden und kaufen ein. Das können wir auch.
Das war ein gelungenes Event, auch wegen der ganz tollen Livemusik.


Donnerstag, 26. Januar 2017

27.01.2017 Falmouth Harbor/Antigua



Von der Nonsuch Bay zurück nach Falmouth/English Harbor. 
Was hier im Abendlicht aussieht wie alte holländische Kaufmannshäuser an der Waterfront sind die Rückseiten der großen Motoryachten.
So groß sind die aber nun auch wieder nicht. Die 'Armen' bringen es kaum auf  80m Länge. Damit spielen sie in der Kreisliga. Für die Top 50 müssen es schon mal 100m sein und in der Oberliga geht es dann gen 200m. Anders ist es bei den Segelbooten. Die hier liegende Maltese Falcon liegt mit 88m 'schon' unter den 5 größten Segelyachten der Welt.
Aber selbst Britta hat mit den Nachbarn noch keinen Kontakt aufgenommen.


Mittwoch, 25. Januar 2017

25.01.2017 Nonsuch Bay/Antigua

Ankerauf....na ja und was da sonst noch so dran hängt. Jedenfalls haben wir schön fest gelegen.
Nachdem wir noch in English Harbor Wasser gebunkert hatten, sind wir 9 Seemeilen weiter östlich in die Nonsuch Bay gefahren. Nonsuch nicht etwa weil die große Bucht unvergleichlich ist, sie ist wirklich toll, sondern weil das erste englische Schiff, das diese Bucht für sich beanspruchte, Nonsuch hieß.
Die Bucht ist groß und bietet haufenweise schöne Ankerplätze, Moorings for free und beste Schnorchelgründe. Wer es möchte kann direkt vor traumhaften Stränden liegen oder hinter dem Riff mit freiem Antlantikblick. In der Bucht gibt es viele Segler, die hier sehr lange bleiben und Kitesurfen. So auch Andrea und Kai, die uns spontan zu Abendesssen auf ihrem Katamaran 'Silence' eingeladen hatten. Wir hatten einen schönen Abend und freuen uns nun auf Elvira und Alfons von 'Murada', mit denen wir zuletzt in Trinidad lagen und die wir hier wieder treffen wollen.

Sonntag, 22. Januar 2017

22.01.2017 Antiguas zwei Seiten

Unsere Nachbarn sind irgendwie anders.
Hier auf Antigua gibt es Schiffe, deren Ausmaß uns zu der Überzeugung kommen läßt, das Waffenhandel und Drogenschmuggel zum Geschäft gehören muss. Die Schiffe gehören nicht in unsere Welt. Rund um den Hafen ist alles fein herausgeputzt. Gestern haben wir einen Ausflug in die Hauptstadt St. John gemacht. Hier finden wir wieder das geschäftige Treiben der armen Leute. Karibisch. Vom Reichtum der Werften und Marinas ist hier, außer am Kreuzfahrt Terminal, nichts zu sehen. Trotzdem sind die Menschen freundlich und auch die Busse sind wieder karibisch, voller Menschen, hupen ständig und verbreiten gute Laune durch laute Musik.



Hier auf Antigua ist das Wetter wirklich traumhaft. Nachts darf es bei 22 Grad im Schiff schon mal eine dünne Decke sein. Tagsüber ist es nur sonnig und es lädt zum Baden ein. Wir segeln heute in die Nonsuch Bay- immerhin 9 Seemeilen. Dort wir es dann wieder einsam.

Freitag, 20. Januar 2017

20.01.2017 Atlantic Challenge

Wir liegen vor English Harbour/Antigua in der Freeman's Bay und sind damit sehr zufrieden. Eine geschützte Bucht, guter Schnorchelgrund und ein interessantes Umfeld.

Vorgestern Abend gegen 20:00 war plötzlich Randale in der Ankerbucht. Gejohle, Getröte und Gehupe. Einige Minuten später sahen wir dann ca. 20m hinter uns ein Ruderboot in der Dunkelheit an uns vorbei gen Hafen rudern. Tagszuvor hatten wir schon Absperrungen gesehen, die auf die Thalisker Whiskey Atlantic Challenge hinwiesen. Dann im Hafen großes Hallo... we are the champions, Feuerwerk, das ganze Programm. 
Am nächsten Tag trafen wir dann Matthew Brown, einen jungen Mann, den wir fragten, ob er wüsste wo und wann das Boot gestartet sei? Das wüsste er genau, weil er schließlich mit seinen drei Kumpels gerudert sei.... Von den Kanarischen Inseln/Gomera nach Antigua. Alle 2 Std. abwechselnd zu zweit gerudert. Eine Durchschnittsgewindigkeit von 3,5 kn bei allen Wetterbedingungen. Mit 30 Booten sind sie gestartet und sie haben das 2te Boot, das heute einlaufen soll über 2 1/2 Tage abgehängt. latitude35crew.com
Es war echt spannend von Matthew zu hören was dieses Rennen für ihn bedeutet. Sie haben den Weltrekord für die Atlantiküberquerung gebrochen. Jeder von ihnen hat auf der Strecke um die 20 kg abgenommen....Welch eine Strapatze!







Wir waren heute wieder Wandern..... auch anstrengend.

Donnerstag, 19. Januar 2017

19.01.2017 Antigua

Bevor wir von Antigua berichten hier noch die ultimative Hilfe für den Ankerplatz:
Basic English for the Anchorage:
Hey, this is a no dropping zone!
Geht outta here!
Hey, marsian: wrong planet, move on!
Do not even think about it!
Hey, Captain, whats wrong with you?
Hey, sucker,you're wrong!
Your insurance doesn't cover that! 

Von Claus von Hoerschelmann am 16. Januar 2017 um 08:35 unter  Liliunterwegs eingestellt.


Wir sind auf Antigua angekommen. Was wir hier  an Schiffen zu sehen bekommen lässt einem das Luft holen vergessen. Die letzen Tage lagen schon die Objekte der Begierde am Ankerplatz. Eine Oyster Geschwaderfahrt macht im Ankerfeld fest. Kein Schiff unter 60 Fuß. ( Das sind Englische Schiffe, der Bentley unter den Schiffen ab 20 m.)  Wir waren beeindruckt. Ich gebe es zu. Natürlich würde ich gerne mal in eines dieser  großen Schiffe gehen, um zu sehen wie es sich dort leben lässt. Nicht dass ich neidisch bin. Oder doch ?.. wenn ich sehe, mit welcher Großzügigkeit dort nach dem Schwimmen geduscht wird. Einmal abduschen ist gleich zu setzen mit dem Wasserverbrauch bei uns für eine Woche. Dort kommt das Wasser aus dem Wasserhahn, bei uns aus dem fünf Ltr. Kanister. Strom schein unbegrenzt vorhanden, wahrscheinlich sind die Gläser gekühlt und die Eiswürfel kommen aus dem Automaten. Für alles Andere fehlt mir die Vorstellung. Hier ein erster Eindruck von Antigua.....

Und dann kommt der Zeitpunkt wo wir los segeln. Heute hatten wir 28 kn Wind aus NO. Unser Kurs war 3 Grad. ( Zur Erklärung: wir mussten so weit wie möglich gegen den Wind und Wellen segeln ) 
Unter diesen Bedingungen sind wir immer froh über unser kleines, relativ leichtes Rigg und über die kleinen Segel. Die Kräfte sind beherrschbar.
Bei 25 kn Wind wird das erste Reff gesetzt und Lili schnurrt ab. Sie läuft eine Höhe, die sich sehen lassen kann. Wir haben alles unter Kontrolle, fühlen uns sicher, laufen unter diesen Bedingungen im Durchschnitt 7 kn. In diesen Momenten sind wir uns so sicher das richtige Schiff zu haben. 

Sonntag, 15. Januar 2017

15.01.2017 Ankerrodeo

Oder: Der Versuch Inkompetenz durch Motorkraft zu kompensieren.

Seit gestern haben sich unsere Ausflugspläne entscheidend verändert. Wir verlassen das Boot nur noch vormittags und das nur mit Absprache unseres Nachbarn . Nachmittags ist es zwingend notwendig an Bord zu sein. Denn nachmittags wird die Bucht voll, vornehmlich mit amerikanischen großen Charterschiffen. Schon die Silhouette am Horizont läßt erkennen was auf uns zu kommt. Mindestens 55 Fuß, aufklappbares Bimini und entweder Katamarane oder große Benneteau bzw. Janeau Boote. Mindestens sechs Personen oder mehr, von denen immer zwei am Anker stehen. Neben uns ankert "Sy Moana " aus Damp. Gegen 15:00 kommt ein oben beschriebenes Boot und versucht vor uns den Anker zum halten zu bekommen. Ich bin in Hab Acht Stellung, verfolge das Treiben. Ich wundere mich mit welcher Geschwindigkeit der Amerikaner, nachdem der Anker gefallen ist, rückwärts fährt. Beim vierten Versuch dann das Desaster. Sein Anker erfasst "Moanas" Ankerkette, hebt sie hoch, es knallt, die Kette ( 8mm) peitscht aus dem Wasser und bricht. Dann taucht sie samt Anker wieder ab. Moana treibt bei Boen um 30 kn durch das Ankerfeld.  Der Verursacher ist mit sich selbst beschäftigt , sein Anker noch im Wasser , der Wind treibt ihn auf das nächstliegende Schiff, Panik macht sich breit. Was er angerichtet hat, bemerkt er erstmal nicht. "Moanas " können nur von Glück sagen, dass sie an Bord waren. Sie machen bei uns längsseits fest und bereiten ihren Ersatzanker mit dem Rest der Kette vor.
Doch jetzt wird es spannend. Wie kann man des verlorene Geschirr wieder zu Tage bringen ohne einen Taucher zu beauftragen ?  Man setzt sich ins Dinghi, befestigt eine lange Leine an einem Klappanker und fischt im Trüben  nach dem verloren gegangenen Geschirr. Kann man ja machen, wenn nicht genau über unserem Anker gefischt wird. Und schon haben sie irgendwas am Haken. Jens sieht rot. Wir in Alarmstellung, schon abfahrbereit, gefasst auf alles mögliche können die Schatzsucher doch noch dazu bewegen ihre Aktion abzubrechen. Kaum hat sich die Aufregung gelegt , kommt der nächste und will 20 m vor uns seinen Anker fallen lassen.

 So  schnell habe ich Jens noch nicht zum Bug sprinten sehen. Lautstark macht er denen klar, dass das nicht ihr Platz sein kann. Das passiert dann noch zwei mal. Von außen gesehen könnte man uns für ziemliche Idioten halten, aber wir haben unseren Anker noch und können die Nacht ruhig schlafen. Also haben wir beschlossen, dass uns Lili wichtiger ist als der Blick über den Vulkan.

Samstag, 14. Januar 2017

14.01.2017 Schon wieder wandern

Der Wetterbericht droht schon seit Tagen mit strammem Nordwind. Wir entscheiden uns noch auf Guadeloupe zu bleiben, um dann bei ruhigerer Wetterlage weiter nach Norden zu segeln.  Das Ziel ist Deshaies, ganz im Nordwesten, die einzig wirklich geschützte Bucht gegen den Starkwind aus Nord. Laut Wettervorhersage liegt ein Hochdruckgebiet fest und bewegt sich die nächste Woche kein Stück. Also Zeit genug, sich den Rest der Insel noch genau anzuschauen. Immerhin haben wir eine Hauptattraktion noch nicht gesehen. Le Souffrier, ein immer noch aktiver Vulkan in 1480 m Höhe. Das wird anstrengend. Jens beantragt allerdings vorsorglich schon mal ein oder zwei Tage Pause um sich , nach seinen Worten, auch mal dem Müßiggang zu überlassen. 
Die bisherige Attraktion war der Tauchspot am Jauques Gusteau Park. An zwei kleinen Inseln, dem Pigeon Point, liegen Mooringboien für Segler an denen man tagsüber festmachen kann um zu tauchen oder auch zu schnorcheln. 

Im glasklaren Wasser können wir Fische erkennen, bevor wir im Wasser sind. Wir kommen aus dem Staunen nicht raus. Bis in 15 m Wassertiefe war alles klar zu erkennen. Eine Artenvielfalt wie wir sie bisher noch nicht gesehen haben. Wir bleiben so lange im Wasser bis die Körpertemperatur Alarm schlägt.
Eine Artenvielfalt der anderen Art ist uns auf einer Wanderung im Regenwald begegnet. Denkt man an Regenwald, denkt man automatisch an große, bunte Vögel, Affen, Spinnen und allerhand exotisches Getier. Nichts davon ist zu sehen, bis............ ein knacken im Unterholz auf ein größeres Tier schließen lässt. Wir besinnen uns auf unseren Instinkt und versuchen uns im Fährten lesen. Zu dem was ich da sehe, fällt mir nur Paarhufer und groß ein.

Ich suche mir vorsichtshalber schon mal einen Stock. Man weiß ja nie. Wieder knacken im Unterholz. Die Augen auf scharf gestellt traue ich dem nicht was ich sehe. Eine rotbraune Kuh mitten im Regenwald. Als sie uns wittert, galoppiert sie auf felsigem Untergrund davon als sei es eine Ziege. Später stellen wir fest, dass war nur die Vorhut. Eine ganze Herde scheint dort zu Hause zu sein. Kurz darauf kommen uns zwei Esel entgegen. Was ist bloß mit dem Regenwald los???  Hier rast kein Affe mehr durch den Wald und klaut Kokosnüsse!!!!!! 


Dienstag, 10. Januar 2017

10.01.2017 zweite Wanderung auf Guadeloupe


Unsere zweite Wanderung auf Guadeloupe sollte kürzer und leichter werden. Kürzer, weil wir vorher schon die Rhumdestillerie "Severin" besichtigen wollten und leichter, damit ich diesmal mit meinen Sandalen besser zurechtkommen könnte. Deshalb hatte Britta einen rollstuhltauglichen, gepflasterten Weg ausgesucht. Der war aber so kurz, dass wir uns zusätzlich einen einfachen Rundweg in der Nähe vornahmen. Kürzer als gestern wurde unsere Wanderung dann gar nicht. Angekündigt war ein Rundweg von 50 Minuten-super!
Nach ca. 1 Std. , während der wir immer in Hörweite eines Baches unterwegs waren, hätte der Fluß schon im Kreis fließen müssen.... Der Weg war wieder unpassierbares, nasses glitschiges Wurzelwerk, unterbrochen von tiefem Schlamm. Die wenigen Menschen, die wir trafen, waren entsprechend ausgerüstet und sahen eher aus, als wären sie in Sachen Sport unterwegs. Um die tiefsten Schlammlöcher zu umgehen, ging es immer wieder quer durch den Regenwald. 


Farne mit über 2 m langen Wedeln, riesige Bäume und Baumwurzeln, wie wir sie noch nicht einmal im Internet gesehen haben.

Phantastische Anblicke. Allerdings wurde uns dann doch klar, dass umdrehen angesagt war. Unser Weg würde nicht so schnell zum Rundweg mutieren. Wer Britta kennt, weiß das das keine einfache Entscheidung war. Aber gut, auf dem Rückweg machten wir dann einen Abstecher zum Fluss und fanden eine große Süßwasserbadewanne für uns total allein. So hat sich der falsche Weg dann als Highlight entwickelt. Paradiesische Zustände auf Guadeloupe.



Die Bilder zwischen Regenwald und Ankerplatz hinter dem Korallenriff in Saint François überfluten fast unsere Sinne-starke Farben-unglaublich-aber gerade so fotografiert.



Sonntag, 8. Januar 2017

08.01.2017 Einfache Wanderung zum Chutes du Carbet

Die im Reiseführer als einfach beschriebene Wanderung begann auch ganz entspannt....
Der Regenwald ist hier wirklich beeindruckend. Riesige Farne und anderes Geschling umgeben die Wanderer.
Langsam wird die Sache schlüpfrig!

Britta fragt sich langsam, ob der nach der Wanderung geplante Restaurantbesuch wirklich stattfinden kann? Und es geht auch schon mal in die Senkrechte!!

Samstag, 7. Januar 2017

06.01.2017 Haie und kleine Fische


Hatten wir doch große Pläne. Mit Claus und Ulrike, die uns für 10 Tage besuchen, wollten wir neben den Saint Iles vor Guadeloupe nach Dominika zum Wandern und danach weiter nach Maria Gallante, um das Erlebnis der Rumverkostung noch einmal zu genießen.
Dabei haben wir vergessen, dass die Beiden einfach die Karibik in aller Ruhe genießen wollen. Also sind wir auf die Saint Iles gefahren, haben dort in verschiedenen Buchten geankert und ausgiebig geschnorchelt. Für die beiden Meeresbiologen war das natürlich sehr interessant. Wir haben viel gelernt über Flora und Fauna und allerlei Meeresgetier.
Abends sitzen wir gemütlich an Bord. Jens hat zu Weihnachten eine Solarleuchte bekommen, die im Stande ist in allen Farben zu leuchten oder auch zu blinken. Diese Innovation hat Jens allerdings nur ein müdes Lächeln abgerungen. Bis auf jenen Abend. 
Im Licht der Lampe sehe ich im Augenwinkel recht stattliche Fische um das Boot schwimmen. 
Das Licht hat einen Schwarm kleiner Fische angelockt. Überall springt und schwimmt es. Wir trauen unseren Augen nicht. Zwei stattliche Haie schwimmen um Lili, dazu kommt noch ein dicker, fetter Barsch. Klaus holt sofort das Fischbestimmungsbuch samt Taschenlampe. Wir können uns gar nicht satt sehen an diesem Spektakel. Bis zu sechs Haifischen, Barsche und später auch noch eine Menge von Red Snappern liefern uns ein echtes Schauspiel.
Jetzt weiß ich auf jeden Fall, dass der gut gemeinte Rat, nachts nicht baden zu gehen, doch ernst gemeint war. Morgens beim Schwimmen war es mir doch noch etwas unheimlich. Allerdings waren die nachtaktiven Räuber verschwunden. Jetzt fehlte für unseren Besuch noch der Fisch an der Angel. Wir verabschieden uns schweren Herzen von den Saint Iles, die uns wirklich gut gefallen haben und segeln bei allerbestem Segelwetter nach Guadeloupe zurück. Nachdem wir nun seit Ewigkeiten keinen Fisch mehr an der Angel hatten, rauscht dann doch die Angel ganz sachte aus. Ein kleiner Bonito, so klein, dass wir ihn doch wieder frei lassen. Aber immerhin hat es funktioniert. 


Der Wind kommt aus Ost und wir können Saint Francois ganz im Osten von Guadeloupe gut anlegen. Kurz vor der Einfahrt ins Riff, die eng und gefährlich ist, rauscht die Angel 
erneut aus. Jens gibt Alles. Ein stattlicher Barracuda hängt am Haken. Während ich 
anfange den Burschen zu filettieren  befragt Claus die Literatur, ob in dieser Region der Barracuda noch als Speisefisch gegessen werden kann. 
Oder ob die Gefahr der Ciguatera ( eine von Rifffischen übertragene, für den Menschen recht gefährliche, selten tödliche Erkrankung mivt Lähmungserscheinungen) zu groß ist. Gerade als ich Alles schon schmutzig gemacht habe, die Schuppen über das gesamte Deck verteilt sind und der Schleim der Fischhaut überall klebt, ruft Klaus .......Stop...... Kein Speisefisch in dieser Region. Jetzt können wir uns dem Augenschmaus hingeben, der sich vor unseren Augen auftut. Wir liegen im Paradies. Direkt hinter dem Riff schimmert es von türkis über grün bis dunkelblau, Wasser in allen Farben. Der weiße Strand mit Palmen gibt dem Ganzen einen wunderschönen Rahmen. Nachdem uns Claus und Ulrike morgen verlassen, werden wir noch ein paar Tage hier bleiben. Die Insel mit dem Auto erkunden und die unglaubliche Schönheit der Landschaft genießen.
Herrlicher Ankerplatz mit freiem Blick auf den Atlantik


Montag, 2. Januar 2017

02.01.2017 Les Saintes

Silvester war bei uns seehr ruhig. Britta hatte über 3 Tage schlimmste Migräne und wir haben die Zeit  nur abwettern können. Die Folgen sind auch heute noch deutlich spürbar. Trotzdem hatten wir gestern einen wunderschönen Segeltörn von Guadeloupe zu den Iles les Saintes. Diese Inselgruppe wird von Seglern zu Recht gern besucht. Wir hatten Mühe einen Liegeplatz zu finden. Jetzt liegen wir an einer vermutlich privaten Mooring in einer attraktiven Bucht. Der Weg in den Ort ist vergleichsweise anstrengend und das ist auch gut für uns, die wir die letzten Tage eher an Bewegungsmangel leiden.
Der Ort zeigt uns "Karibik in fein". Bunt bemalte Häuser, eine sehr eigenwillige Kirche und gute Restaurants. Hier lässt es sich gut leben und Ulrike und Claus konnten ihre Schnorchelausrüstung ausgiebig testen.
Die Insel ist auch zu Fuß gut zu entdecken und wir sind mit jedem Ausflug begeisterter von diesem schönen Ort.