Samstag, 14. Januar 2017

14.01.2017 Schon wieder wandern

Der Wetterbericht droht schon seit Tagen mit strammem Nordwind. Wir entscheiden uns noch auf Guadeloupe zu bleiben, um dann bei ruhigerer Wetterlage weiter nach Norden zu segeln.  Das Ziel ist Deshaies, ganz im Nordwesten, die einzig wirklich geschützte Bucht gegen den Starkwind aus Nord. Laut Wettervorhersage liegt ein Hochdruckgebiet fest und bewegt sich die nächste Woche kein Stück. Also Zeit genug, sich den Rest der Insel noch genau anzuschauen. Immerhin haben wir eine Hauptattraktion noch nicht gesehen. Le Souffrier, ein immer noch aktiver Vulkan in 1480 m Höhe. Das wird anstrengend. Jens beantragt allerdings vorsorglich schon mal ein oder zwei Tage Pause um sich , nach seinen Worten, auch mal dem Müßiggang zu überlassen. 
Die bisherige Attraktion war der Tauchspot am Jauques Gusteau Park. An zwei kleinen Inseln, dem Pigeon Point, liegen Mooringboien für Segler an denen man tagsüber festmachen kann um zu tauchen oder auch zu schnorcheln. 

Im glasklaren Wasser können wir Fische erkennen, bevor wir im Wasser sind. Wir kommen aus dem Staunen nicht raus. Bis in 15 m Wassertiefe war alles klar zu erkennen. Eine Artenvielfalt wie wir sie bisher noch nicht gesehen haben. Wir bleiben so lange im Wasser bis die Körpertemperatur Alarm schlägt.
Eine Artenvielfalt der anderen Art ist uns auf einer Wanderung im Regenwald begegnet. Denkt man an Regenwald, denkt man automatisch an große, bunte Vögel, Affen, Spinnen und allerhand exotisches Getier. Nichts davon ist zu sehen, bis............ ein knacken im Unterholz auf ein größeres Tier schließen lässt. Wir besinnen uns auf unseren Instinkt und versuchen uns im Fährten lesen. Zu dem was ich da sehe, fällt mir nur Paarhufer und groß ein.

Ich suche mir vorsichtshalber schon mal einen Stock. Man weiß ja nie. Wieder knacken im Unterholz. Die Augen auf scharf gestellt traue ich dem nicht was ich sehe. Eine rotbraune Kuh mitten im Regenwald. Als sie uns wittert, galoppiert sie auf felsigem Untergrund davon als sei es eine Ziege. Später stellen wir fest, dass war nur die Vorhut. Eine ganze Herde scheint dort zu Hause zu sein. Kurz darauf kommen uns zwei Esel entgegen. Was ist bloß mit dem Regenwald los???  Hier rast kein Affe mehr durch den Wald und klaut Kokosnüsse!!!!!! 


Dienstag, 10. Januar 2017

10.01.2017 zweite Wanderung auf Guadeloupe


Unsere zweite Wanderung auf Guadeloupe sollte kürzer und leichter werden. Kürzer, weil wir vorher schon die Rhumdestillerie "Severin" besichtigen wollten und leichter, damit ich diesmal mit meinen Sandalen besser zurechtkommen könnte. Deshalb hatte Britta einen rollstuhltauglichen, gepflasterten Weg ausgesucht. Der war aber so kurz, dass wir uns zusätzlich einen einfachen Rundweg in der Nähe vornahmen. Kürzer als gestern wurde unsere Wanderung dann gar nicht. Angekündigt war ein Rundweg von 50 Minuten-super!
Nach ca. 1 Std. , während der wir immer in Hörweite eines Baches unterwegs waren, hätte der Fluß schon im Kreis fließen müssen.... Der Weg war wieder unpassierbares, nasses glitschiges Wurzelwerk, unterbrochen von tiefem Schlamm. Die wenigen Menschen, die wir trafen, waren entsprechend ausgerüstet und sahen eher aus, als wären sie in Sachen Sport unterwegs. Um die tiefsten Schlammlöcher zu umgehen, ging es immer wieder quer durch den Regenwald. 


Farne mit über 2 m langen Wedeln, riesige Bäume und Baumwurzeln, wie wir sie noch nicht einmal im Internet gesehen haben.

Phantastische Anblicke. Allerdings wurde uns dann doch klar, dass umdrehen angesagt war. Unser Weg würde nicht so schnell zum Rundweg mutieren. Wer Britta kennt, weiß das das keine einfache Entscheidung war. Aber gut, auf dem Rückweg machten wir dann einen Abstecher zum Fluss und fanden eine große Süßwasserbadewanne für uns total allein. So hat sich der falsche Weg dann als Highlight entwickelt. Paradiesische Zustände auf Guadeloupe.



Die Bilder zwischen Regenwald und Ankerplatz hinter dem Korallenriff in Saint François überfluten fast unsere Sinne-starke Farben-unglaublich-aber gerade so fotografiert.



Sonntag, 8. Januar 2017

08.01.2017 Einfache Wanderung zum Chutes du Carbet

Die im Reiseführer als einfach beschriebene Wanderung begann auch ganz entspannt....
Der Regenwald ist hier wirklich beeindruckend. Riesige Farne und anderes Geschling umgeben die Wanderer.
Langsam wird die Sache schlüpfrig!

Britta fragt sich langsam, ob der nach der Wanderung geplante Restaurantbesuch wirklich stattfinden kann? Und es geht auch schon mal in die Senkrechte!!

Samstag, 7. Januar 2017

06.01.2017 Haie und kleine Fische


Hatten wir doch große Pläne. Mit Claus und Ulrike, die uns für 10 Tage besuchen, wollten wir neben den Saint Iles vor Guadeloupe nach Dominika zum Wandern und danach weiter nach Maria Gallante, um das Erlebnis der Rumverkostung noch einmal zu genießen.
Dabei haben wir vergessen, dass die Beiden einfach die Karibik in aller Ruhe genießen wollen. Also sind wir auf die Saint Iles gefahren, haben dort in verschiedenen Buchten geankert und ausgiebig geschnorchelt. Für die beiden Meeresbiologen war das natürlich sehr interessant. Wir haben viel gelernt über Flora und Fauna und allerlei Meeresgetier.
Abends sitzen wir gemütlich an Bord. Jens hat zu Weihnachten eine Solarleuchte bekommen, die im Stande ist in allen Farben zu leuchten oder auch zu blinken. Diese Innovation hat Jens allerdings nur ein müdes Lächeln abgerungen. Bis auf jenen Abend. 
Im Licht der Lampe sehe ich im Augenwinkel recht stattliche Fische um das Boot schwimmen. 
Das Licht hat einen Schwarm kleiner Fische angelockt. Überall springt und schwimmt es. Wir trauen unseren Augen nicht. Zwei stattliche Haie schwimmen um Lili, dazu kommt noch ein dicker, fetter Barsch. Klaus holt sofort das Fischbestimmungsbuch samt Taschenlampe. Wir können uns gar nicht satt sehen an diesem Spektakel. Bis zu sechs Haifischen, Barsche und später auch noch eine Menge von Red Snappern liefern uns ein echtes Schauspiel.
Jetzt weiß ich auf jeden Fall, dass der gut gemeinte Rat, nachts nicht baden zu gehen, doch ernst gemeint war. Morgens beim Schwimmen war es mir doch noch etwas unheimlich. Allerdings waren die nachtaktiven Räuber verschwunden. Jetzt fehlte für unseren Besuch noch der Fisch an der Angel. Wir verabschieden uns schweren Herzen von den Saint Iles, die uns wirklich gut gefallen haben und segeln bei allerbestem Segelwetter nach Guadeloupe zurück. Nachdem wir nun seit Ewigkeiten keinen Fisch mehr an der Angel hatten, rauscht dann doch die Angel ganz sachte aus. Ein kleiner Bonito, so klein, dass wir ihn doch wieder frei lassen. Aber immerhin hat es funktioniert. 


Der Wind kommt aus Ost und wir können Saint Francois ganz im Osten von Guadeloupe gut anlegen. Kurz vor der Einfahrt ins Riff, die eng und gefährlich ist, rauscht die Angel 
erneut aus. Jens gibt Alles. Ein stattlicher Barracuda hängt am Haken. Während ich 
anfange den Burschen zu filettieren  befragt Claus die Literatur, ob in dieser Region der Barracuda noch als Speisefisch gegessen werden kann. 
Oder ob die Gefahr der Ciguatera ( eine von Rifffischen übertragene, für den Menschen recht gefährliche, selten tödliche Erkrankung mivt Lähmungserscheinungen) zu groß ist. Gerade als ich Alles schon schmutzig gemacht habe, die Schuppen über das gesamte Deck verteilt sind und der Schleim der Fischhaut überall klebt, ruft Klaus .......Stop...... Kein Speisefisch in dieser Region. Jetzt können wir uns dem Augenschmaus hingeben, der sich vor unseren Augen auftut. Wir liegen im Paradies. Direkt hinter dem Riff schimmert es von türkis über grün bis dunkelblau, Wasser in allen Farben. Der weiße Strand mit Palmen gibt dem Ganzen einen wunderschönen Rahmen. Nachdem uns Claus und Ulrike morgen verlassen, werden wir noch ein paar Tage hier bleiben. Die Insel mit dem Auto erkunden und die unglaubliche Schönheit der Landschaft genießen.
Herrlicher Ankerplatz mit freiem Blick auf den Atlantik


Montag, 2. Januar 2017

02.01.2017 Les Saintes

Silvester war bei uns seehr ruhig. Britta hatte über 3 Tage schlimmste Migräne und wir haben die Zeit  nur abwettern können. Die Folgen sind auch heute noch deutlich spürbar. Trotzdem hatten wir gestern einen wunderschönen Segeltörn von Guadeloupe zu den Iles les Saintes. Diese Inselgruppe wird von Seglern zu Recht gern besucht. Wir hatten Mühe einen Liegeplatz zu finden. Jetzt liegen wir an einer vermutlich privaten Mooring in einer attraktiven Bucht. Der Weg in den Ort ist vergleichsweise anstrengend und das ist auch gut für uns, die wir die letzten Tage eher an Bewegungsmangel leiden.
Der Ort zeigt uns "Karibik in fein". Bunt bemalte Häuser, eine sehr eigenwillige Kirche und gute Restaurants. Hier lässt es sich gut leben und Ulrike und Claus konnten ihre Schnorchelausrüstung ausgiebig testen.
Die Insel ist auch zu Fuß gut zu entdecken und wir sind mit jedem Ausflug begeisterter von diesem schönen Ort.





Freitag, 30. Dezember 2016

30.12.2016 Guadeloupe

Freundlich sind hier in Santo Domingo/Dominikanische Republik alle die wir fragen, wo denn unser Flug nach Guadeloupe abgefertigt wird. Wir sind hier heute Nacht um 02:55 aus Frankfurt angekommen und sollen um 12:45 weiter nach Guadeloupe fliegen. 
Die Dame am Service-counter war genau wie die Sicherheitskräfte so freundlich, dass sie lieber falsche Auskünfte geben, als uns ohne eine Antwort stehen zu lassen. So war die erste Stunde am Flughafen dann doch recht kurzweilig. Weil unser Gepäck nicht, wie in Frankfurt versprochen, hier automatisch umgeladen wird, haben wir nun unser Hab und Gut bei uns und müssen erneut die gesamte Immigration, Customs, Check-In-Prozedur durchlaufen. Da helfen auch nicht die von Condor auf's Gepäck aufgeklebten Banderolen mit dem Zielflughafen. Schnitzeljagd mit Gepäck, aber ganz entspannt-Zeit haben wir ja genug. Am Nachmittag wurden wir dann von unseren Freunden, Ulrike und Claus, in Pointe a Pitre am Flughafen abgeholt. Die Beiden wohnen schon seit drei Tagen auf Lili, um dann mit uns die nächsten 10 Tage an Bord zu verbringen. Wie man sieht kamen sie gut vorbereitet zum Flughafen. Gut war dann auch der Mietwagen, mit dem wir die Einkäufe für die nächste Wocje erledigen könnten.