Freitag, 27. September 2024

27.09.2024 Durch den Kanal von Korinth

Seit wir Skyros verlassen haben ist viel passiert. Die erste Strecke, von Skyros nach Andros waren 55 sm mit zweifelhafter Wettervorhersage. Weil motoren keine Option ist, sind wir bei relativer Gewitterwahrscheinlichkeit frühmorgens los. Trotz angesagtem Wind mussten wir 3 Stunden den Motor bemühen. Kurz vorm Ziel braute sich dann etwas zusammen. Es kam wieder Wind und wir konnten den heranziehenden Regenschauern entfliehen.

Nächster Hafen war dann wieder Karystos. Ein sehr gutes Restaurant und ein gegen den aufziehenden Meltemi geschützter Hafen. Perfekt! 

Als nächstes stand ein Treffen mit unseren Freunden Nina und Paul auf dem Programm. Paul kennen wir, seit wir in Marsh-Harbour/Bahamas gemeinsam auf ein gutes Wetterfenster Richtung Bermuda warteten. Seit dem haben wir uns immer wieder getroffen und nun sind Paul und Nina per Charterboot in der Nähe. Wir wollen uns treffen. Ja, aber der Meltemi bläst mit 33kn. Für uns von hinten, downwind! Das ist Lili’s starke Seite. Also los….. was für ein Spaß!

Ausgebäumte Genua, ein Reff im Groß und ab geht’s. 2 bis 3m Welle und der Autopilot erlaubt sich keinen Patzer. Es segelt sich wie auf Schienen.

Die nächsten drei Tage ankern wir in der Nähe von Porros und verbringen einen schönen Abend mit unseren Freunden.

Unser nächstes Ziel ist der Kanal von Korinth. Die Durchfahrt ist einfach, keine Schleusen. Bezahlt wird per Internet. Das Bauwerk ist allerdings spektakulär. Die ersten Pläne des Kanals wurde 600 vor Christus gemacht. 67 n.Chr. wurde mit Hilfe von 6000 Sklaven die Hälfte der Strecke durch den Fels getrieben. Dann folgte eine Überland-Schleppstrecke. 1882 begannen die Venezianer mit den weiteren Grabungen und 11 Jahre später wurde der Kanal für die Schifffahrt frei gegeben.




Nach einem schönen Segeltag liegen wir jetzt im Golf von Korinth in einer Ankerbucht und genießen die Natur, das klare Wasser und die Ruhe….









Mittwoch, 18. September 2024

18.09.2024 Skiros

Umständehalber haben wir das wirklich interessante Segelrevier der Nördlichen Sporaden an uns vorbei ziehen lassen. Die 4 Inseln liegen alle zwischen 8-15 sm auseinander. Also wunderbar für ein entspanntes Inselhopping. Allerdings ist da noch Skiros. Die südlichste Insel. Im Törnführer wird sie sehr gelobt und als nahezu unberührt beschrieben. Von Charterschiffen, wegen der Entfernung, nicht so hyäufig angelaufen. Wieder mal glasklares Wasser……. Wieder so ein Geheimtipp. Das hatten wir ja schon. Skiros liegt fast auf dem Weg nach Süden. Wir sind guter Dinge und wollen uns das unberührte Naturwunder anschauen. Es gibt einige ausgewiesene Ankerbuchten. Das gestaltet sich schwierig. Überall Seegras und steil abfallende Ufer treiben uns nach mehreren vergeblichen Versuchen, einen sichern Ankergrund zu finden, in den Hafen. Wir sind froh in dem kleinen Hafen noch einen Liegeplatz zu bekommen. Die Hafenmeister sind freundlich und kompetent. Nach 10 Std segeln, haben wir Lust auf ein kühles Bier und, wie sich das gehört, Suflaki mit allem. Die Hafenszenerie strahlt eine beschauliche Gemütlichkeit aus. Tavernen direkt am Wasser mit Blick über die Bucht und auf die Boote. Hier herrscht eine angenehme Ordnung. Plastikmüll wird vor Ort zu großen Paketen gepresst, Boote waschen mit Trinkwasser ist nicht erlaubt und es darf nichts ins Hafenwasser eingeleitet werden. ……..Es war eine gute Entscheidung diesen Geheimtipp anzulaufen.

Wir fahren mit dem Buss nach Skiros Stadt. Hier gibt es eine der wenigen Sehenswürdigkeiten zu sehen. Eine Burg. Immer wieder schön. Alleine schon wegen des Ausblicks 




Enge, kleine Gassen mit ganz kleinen Café s und Kneipen schmücken den Ort. Hier ist weniger eben  mehr. 

Zum Sundowner sitzen wir in einer Bar, die in einen Hang gebaut ist und lassen den Blick über den Hafen schweifen. Vergessen die Welt und all das was gerade anderswo passiert. Eine friedliche Stille macht sich breit. 

Ja, so was haben wir in all den Jahren auch noch nicht erlebt. Das Duschen war ja eh schon ein Erlebnis, da wirklich gute Musik das Wohlfühlprogramm mit reichlich fließendem warmen Wasser sehr unterstützt hat. Aber eine Shower Disco topt Alles. Die Stimmung bebt.Tanzend kommen die erste Gäste gut gelaunt aus dem Wohlfühltempel. Die eine Tür für Mädels die andere für Jungs. Für einen Eindruck bitte das untere Video abspielen. 

Wir waren sehr angetan von dieser Insel.

Freitag, 13. September 2024

13.09.2024 Volos achteraus

 Chalkidiki, sind die drei Finger südöstlich von Thessaloniki. Der mittlere Finger, Sithonia, bietet die besten Ankerbuchten. In der südlichen Ambelos Bucht treffen wir Henk und Houkje mit ihrem Katamaran Wahoo. Ein großer Campingplatz dominiert das Bild. Das Wasser ist nicht so klar und die sonore Geräuschkulisse vom Strand ist allgegenwärtig . Da muss es doch noch was ruhigeres geben. Wir segeln 6 sm nach Norden in die Kalamitsi Bucht. Kristallklares Wasser, friedliche Stille. Wunderbar. Geht es noch besser?.. Henk und Houkje haben uns von den nördlicheren Inseln um Vourvourou vorgeschwärmt. Der Reiseführer erzählt von Südseefeeling und dem Paradies. Also ab ins Paradies. Insgesamt 9 Inseln gibt es und dazu noch eine Blue Lagoon. Jeder der diesen Geheimtipp liest, will dahin. Die Ankerplätze sind gut. Aber im Paradies sind gefühlt hundert von kleinen Leihmotorbooten unterwegs, die einen unglaublich Schwell und Lärm verursachen. Schwimmen ist nicht möglich, ohne Gefahr zu laufen, dass man überfahren wird. Wie schön waren da doch die Tretboote vor dem Campingplatz. Wir versuchen noch mal unser Glück am SimRo Beach. Auch hier die kleinen Motorboote wie Wasserspinnen um uns rum . Wir wollen weg. 8 sm östlich, am östlichen Finger, liegt die Insel Ammouliani. Vor dem Alikes Strand liegen wir wunderbar sicher und ruhig. Die Stadt Ammouliani bietet alles was man braucht. Schöne Restaurants und gute Einkaufsmöglichkeiten, sodass wir gerne ein paar Tage blieben.

Dann hatten wir aufregende Tage. Aufgrund plötzlich auftretender starker Schwindelanfälle mussten wir Jens nach Volos ins Krankenhaus zu bringen. Nach 2 flotten Segeltagen, mit Stops im Alonnissos-Naturreservat und  vor Skopelos, kamen wir Montag Abend in Volos an. Am seehr langen Wellenbrecher können wir ohne Wasser und ohne Stromanschluss kostenlos liegen. Die am nächsten Tag folgende Untersuchung im Krankenhaus war sorgfältig und vollumfassend. CT-Scan und HNO-Untersuchung, großes Blutbild, EKG, Blutdruck und Röntgenbilder der Halswirbel. Alles zusammen für 180 €! Der Befund macht die Halswirbelsäule verantwortlich. Die Therapie verlangt Ruhigstellung. Nicht den Hals überstrecken und nicht in die Segel schauen und keine Wellen….

Das scheint an Bord irgendwie schlecht zu funktionieren. Also haben wir erstmal ein Auto gemietet, eine wunderschöne Wanderung unternommen und die berühmten Meteora Klöster besichtigt.











Sonntag, 1. September 2024

01.09.2024 Chalkidiki

Unsere Fahrt von Thassos nach Chalkidiki war wunderschön. Wir haben selten nachts so konstante Winde und so durchgehend angenehme Temperaturen gehabt. Wir waren schnell unterwegs und um 3Uhr morgens lag der Anker im Sand. Überall in der Ferne Blitze aber eine ruhige, friedliche Stimmung.

Wie Schären, nur wärmer oder doch eher karibisch, nur erfrischender. Die Temperaturen sind jetzt, im September, deutlich angenehmer als im Hochsommer und das Badewasser ist immer wieder schön erfrischend. Chalkidiki ist super, eine tolle Landschaft, kristallklares Wasser und anscheinend kein großes Wasserproblem wie in Italien oder Spanien. Hier ist alles grün.







Freitag, 30. August 2024

30.08.2024 durch die Nacht nach Chalkidiki

 Heute morgen ist Lili ins Wasser gekommen. Wir sind schon seit drei Tagen wieder in Kavala, haben wieder bei Tanja und Stelios in ihrem schönen Airbnb gewohnt und die Klimaanlage im Zimmer genossen. Mit dem Mietwagen wurden Getränke und Lebensmittel besorgt und es blieb noch genügend Zeit das Unterwasserschiff zu streichen und Lili perfekt sauber zu machen. 

Laut Wetterbericht soll es die nächste Woche kaum Wind und noch mehr Gewitterpotential geben, als wir es heute schon haben. Ein gutes Motiv, sich schleunigst auf den Weg zu machen. Wir wollen nach Chalkidiki, das sind etwa 65 sm. 

Weil der Wind zunächst uns entgegen weht, segeln wir erst einmal nach Thassos und ankern dort. Britta kocht und wir warten auf den angekündigten Winddreher. Der kommt dann gegen 19:00 Uhr und wir segel bei leichten NW Wind auf den heiligen Berg Athos zu. Rings herum sehen wir ständig Blitze, die allerdings sehr weit weg sind. Bisher läuft es gut.

So soll es bleiben!


Montag, 1. Juli 2024

01.07.2024 Manitsas Marina

 


Lili steht in Nea Peramos, in der Nähe von Kavala an Land. Wir sind im Norden der Aegean Sea, irgendwo zwischen Thessaloniki und Istanbul.

Die letzten Tage haben wir auf wechselnden Ankerplätzen verbracht und versucht der Mittagshitze, die eigentlich eine Nachmittagshitze ist, zu entkommen. Hier ist es sehr touristisch. Manitsas Marina hat keinen Hafen. Alle Boote stehen an Land. Die Crew von Stavros ist professionell, so gut wurde unser Boot bisher nicht behandelt. Der perfekte Travellift und Leute, die ihr Geschäft verstehen. Schade nur, dass der Platz ein Sandplatz ist. Hier gibt es Staub und die sanitären Anlagen sind eher am unteren Ende. Aber, wir sind zufrieden, dass Lili hier sicher steht und wir am Boot arbeiten können.



Einmal im Jahr müssen wir Wartungsarbeiten machen und hier ist dafür der richtige Platz. Wir stehen morgens um 6 auf und arbeiten bis ca. 10 Uhr. Dann wird es zu heiß…


Jetzt ist soweit alles erledigt und heute holen wir uns ein Auto vom Flughafen, ziehen in eine Airbnb- Wohnung und verbringen die letzten drei Tage hier klimatisiert.

Wir freuen uns auf den norddeutschen Sommer !





Freitag, 21. Juni 2024

21.06.2024 Thasos

 Die Insel ist rund, liegt etwas außerhalb des «Meltemi-Windkanals » und ist sehr schön grün. Darüberhinaus fällt uns auf, dass hier alles auf Land-Tourismus ausgerichtet ist. Zum Festland ist es ein Katzensprung. Die wenigen Ortschaften am Meer sind voller Hotels, Flaniermeilen und Restaurants. Die Urlauber, meist jüngere Leute, kommen überwiegen aus den Nachbarländer, Rumänien, Bulgarien, Moldavien ,Slowakei, Mazedonien  und Ungarn. Eine bunte Mischung. Hier ist es etwas teurer…., eben ein typisches Urlaubsziel. Die Strände sind phantastisch und das Wasser türkis blau.  Noch das Wasser eine angenehme Temperatur. Das ist bei der Hitze mit Temperaturen um 40 Grad ganz wichtig, um die Tage besser zu ertragen.


Thasos ist schön und wir ankern zwischen zwei Ortschaften, direkt vor einem relativ einsamen Strand. Das ist prima, weil wir zu beiden Seiten, trotz der Hitze, in kleinen Wanderungen die Ortschaften erreichen können. Nach zwei Tagen mit dem Mietwagen haben wir alles gesehen, was es zu sehen gibt. Auf dem Weg finden wir  einen Maulbeerbaum mit richtig großen Früchten, sehr lecker! 

Und Wasserfälle, der Erste war leider ziemlich vertrocknet. Dafür konnte Britta im Zweiten doch noch ein Bad nehmen.


Direkt an unserem Strand gibt es eine verlassene Industrieanlage zur Gewinnung von Eisenerz, von der Firma Krupp. Die Ruinen sind teilweise überwuchert und das ganze hat einen besonderen Charme.



Nun sind es nur noch wenige Meilen bis zu unserem Sommerliegeplatz. In der Nähe von Kavala wird Lili nächste Woche an Land gestellt. Wir fliegen dann für fast 8 Wochen nach Hause. Uns wird es hier zu warm….

Aber vorher müssen wir auf dem Platz an Land noch das Unterwasserschiff schleifen und malen und einige Instandhaltungsarbeiten erledigen. Das wird heiß !