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Freitag, 30. Dezember 2016

30.12.2016 Guadeloupe

Freundlich sind hier in Santo Domingo/Dominikanische Republik alle die wir fragen, wo denn unser Flug nach Guadeloupe abgefertigt wird. Wir sind hier heute Nacht um 02:55 aus Frankfurt angekommen und sollen um 12:45 weiter nach Guadeloupe fliegen. 
Die Dame am Service-counter war genau wie die Sicherheitskräfte so freundlich, dass sie lieber falsche Auskünfte geben, als uns ohne eine Antwort stehen zu lassen. So war die erste Stunde am Flughafen dann doch recht kurzweilig. Weil unser Gepäck nicht, wie in Frankfurt versprochen, hier automatisch umgeladen wird, haben wir nun unser Hab und Gut bei uns und müssen erneut die gesamte Immigration, Customs, Check-In-Prozedur durchlaufen. Da helfen auch nicht die von Condor auf's Gepäck aufgeklebten Banderolen mit dem Zielflughafen. Schnitzeljagd mit Gepäck, aber ganz entspannt-Zeit haben wir ja genug. Am Nachmittag wurden wir dann von unseren Freunden, Ulrike und Claus, in Pointe a Pitre am Flughafen abgeholt. Die Beiden wohnen schon seit drei Tagen auf Lili, um dann mit uns die nächsten 10 Tage an Bord zu verbringen. Wie man sieht kamen sie gut vorbereitet zum Flughafen. Gut war dann auch der Mietwagen, mit dem wir die Einkäufe für die nächste Wocje erledigen könnten.

Sonntag, 18. Dezember 2016

17.12.2016 Guadeloupe - Frankfurt

Vorweihnachtszeit..... Eigentlich die Zeit der Besinnung, der schönen Nachmittage bei Kaffee und Kuchen, Weihnachtsplätzchen und Kerzenschein. Die Betonung liegt auf eigentlich. Also bei mir schon, denn ich hatte ja mit dem vorzeitigen Aufenthalt in Deutschland nicht gerechnet und somit alle Weihnachtsgeschenke, Weihnachtspost und was sonst noch so zu tun ist vor Weihnachten, erledigt. Schön, dem ganzen Treiben also mit Gelassenheit und Abstand zuschauen. Weihnachtsmärkte überall. Es riecht nach Glühwein und Bratwurst.  Erst mal dort angekommen, hat man es geschafft. Das Auto ist geparkt, das Verkehrschaos liegt hinter einem. Jetzt gehts los. Bevor ich mich versehe, klebt der Bratwurstsenf meines auf tuchfühlung gegangenen Nachbarn an meiner Jacke. Jetzt noch einen Hessenpunsch ( heißer gewürzter Apfelwein ) unfallfrei genießen und die Besinnlichkeit kann beginnen. Jens dagegen darbt im Hafen von Point-a-Pitre vor sich hin. Die Tage für ihn werden schrecklich lang, es gibt dort halt keine Weihnachtsmärkte. Dafür erstrahlt Lili in einem hellen Glanz. Alles ist geputzt, poliert und gewartet. Jetzt kann Weihnachten kommen.
Es gibt nichts zu erzählen. Natürlich ist es hier warm, die Wartungsarbeiten am Schiff beginne ich meistens zwischen 6:00 und 7:00 Uhr. Dann ist es echt angenehm an Deck. Heute konnte ich einen der Gurte, die die Rettungsinsel an Bord festhalten sollen, solange sie nicht gebraucht wird, einfach mit den Händen zerreißen. Die UV-Strahlung ist hier gnadenlos. Morgen wird gepackt und sauber gemacht. Montag um 7:00 steht dann hoffentlich das Taxi vorm Steg und ich fliege über Weihnachten Britta hinterher. Wir wünschen euch allen schöne Weihnachten, viele schöne Momente und eine fröhliche Zeit. Zu Sylvester melden wir uns wieder mit schönen Bildern von den Inseln rund um Guadeloupe.

Dienstag, 13. Dezember 2016

13.12.2016 Nachtleben im Hafen

Der Yachthafen wird abends zum beliebten Ausflugsziel der Einheimischen. Ein Restaurant neben dem nächsten. An der Wasserseite sitzen die Gäste vis a vis mit den großen Charterkatamaranen und erleben Hafenflair der gehobenen Klasse. 

Segler verlaufen sich  hierher eigentlich kaum. Es sei denn, Besucher der Segelschulen oder Charterer zu Beginn oder Ende ihrer Ferien. Ich frage mich allerdings, wie es die meist nicht so routiniert wirkenden Skipper schaffen solche 50 Fuß großen Teile durch die Gegend zu schippern?
Es wird wohl daran liegen, dass es meist nur darum geht die Mooringleine anzunehmen oder den Anker ins Wasser zu werfen. Meistens geht es ja zu unserem Glück gut.....Abstand halten ist die beste Voraussetzung sein eigenes Schiff schadlos zu halten.

Samstag, 10. Dezember 2016

10.12.2016 Im Aquarium

Direkt neben dem Hafen auf Guadeloupe befindet sich das Aquarium. Hier gibt es die Fische, die wir sonst beim Schnorcheln treffen auf Augenhöhe.



Leider sind alle Erklärungen auf französisch und für mich ist der Rundgang dann doch relativ schnell zu Ende.

Freitag, 9. Dezember 2016

09.12.2016 Guadeloupe-Allein zu Hause

Zwei Wochen allein im Hafen - da kommt man schon auf die ein oder andere Idee....
Der Motor hatte die letzte liebevolle Zuwendung genau vor einem Jahr auf Gran Canaria erhalten. Seit dem musste er zwar vergleichsweise wenig arbeiten, kaum 80 Stunden, war aber immer leistungsbereit und willig. Wie immer bei schleichenden Veränderungen fällt es schwer festzustellen, ob die Laufgeräusche sich verändert haben, weniger Kühlwasser als früher kommt oder der Motor "früher" runder lief. Bei der genaueren Inspektion konnte ich dann feststellen, dass der Motor definitiv lauter geworden ist. Der Luftfilter hatte sich vollständig in Staub aufgelöst und konnte nun in der Motorbilge zusammengefegt werden. Wenn man bedenkt, dass es sich hierbei eigentlich nur um einen faustgroßen Schwamm handelt, durch den der Motor die Verbrennungsluft ansaugt, ist es schon erstaunlich wie Volvo es schafft, dass sich das Teil ohne UV-Strahlung im Motorraum vollständig zerlegt. Alle Achtung! Dafür kostet das Teil aber auch "nur" 50€. Das Ventilspiel einzustellen war auch eine gute Idee, zwei Ventile waren zu stramm und eins klapperte übermäßig. Das Oel und alle Filter wurden gewechselt und im blitzsauberen Tank war weder Dreck noch Kondenswasser zu finden. Nun ist Alles wieder gut! So schön rund ist der Motor doch noch nie gelaufen, oder??? 


Mittwoch, 7. Dezember 2016

07.12.2016 Guadeloupe mit Weihnachtsliedern

Pointe a Pitre ist zwar nicht die Hauptstadt aber sie ist die bedeutendste Stadt auf Guadeloupe. Das Zentrum liegt 2 km von der Marina entfernt. An unserem 2ten Abend hier sind wir nach Einbruch der Dunkelheit in die Stadt gelaufen. Vorbei an total verrotteten Bretterbuden. Diese Behausungen beherbergen einen Großteil der Bewohner dieser Stadt. Wir sind nach einem kleinen Gang durch das Zentrum  wieder wohlbehalten zurück an Bord.
Heute, wärend des morgendlichen geschäftigen Treibens stellt sich das Stadtzentrum deutlich attraktiver dar. Ich sitze im Café am Marktplatz und beobachte das Treiben. Der kleine Kaffee kostet 3,50€- ohhh- die sehr freundliche Bedienung entschuldigt sich-sie macht die Preise nicht.....
200m Luftlinie entfernt von hier liegt die Aida Dana. Ein Kreuzfahrer voller Deutscher Besucher. Sie bestimmen das Stadtbild. Das erklärt auch, dass es in der schön hergerichteten Markthalle nur "transportfähige" Sachen zu kaufen gibt. Es gibt nichts Frisches oder Verderbliches. Alles ist in Gläsern oder Tüten und alle Stände haben das gleiche Angebot. Hier wirkt die Stadt aufgeräumt und wohl dem, der teilhat am bescheidenen Geschäft.
In unserer Kleingartenkolonie  am Steg in der Marina war gestern Gesangsabend. Mehr als 20 Leute haben stundenlang Weihnachtslieder und andere Gassenhauer gesungen. Heute Morgen dann gingen auf einigen Schiffen die Erwachsenen zur Arbeit und die Kinder in den Garten bzw. zur Schule. Hier herrscht Ordnung.
Leider macht ein Strandausflug hier wenig Spaß. Die 3 km mit dem Rad sind nicht das Problem. Aber der Strand ist ablandig. Das heißt, man liegt völlig windgeschützt am Strand. Das ist nichts für einen Norddeutschen "Seemann". Ich brauche Wind-zumindest bei mehr als 30 Grad.
Also bleibe ich tagsüber möglichst in Deckung.

Sonntag, 4. Dezember 2016

04.12.16 Guadeloupe im Kleingarten

Kleingartenkolonie auf Französisch

Da ich meinen Abflug aus familiären Gründen zwei Wochen vorverlegt habe, sind wir recht zügig nach Guadeloupe gesegelt. Wir haben noch eine Nacht vor einer kleinen Insel geankert und das letzte Mal im schönen klaren und warmen Wasser geschnorchelt. Jetzt stand die Frage im Raum, wo werden Jens und Lili die nächsten 14 Tage bleiben, bevor auch er nach Hause fliegt. Ankern oder Hafen. Wir gehen vor der Marina von Point  a Pitre vor Anker und wissen im gleichen Moment,  dass das keine Lösung für die nächsten zwei Wochen sein kann. Ein trister Platz vor einer Industrieanlage, umgeben mit einigen Schiffsleichen. Kein Dinghisteg und auch sonst nichts, was schön anzusehen gewesen wäre. So ist schnell klar, wenn Jens schon alleine hier bleiben muss, dann wenigstens im Hafen mit Nebenliegern, mit der Chance auf einen kleinen Schwatz beim Nachbarn. Im Hafenbüro werden wir freundlich empfangen und noch erfreulicher war die Preisgestaltung. Zwei Wochen bezahlen, vier Wochen bleiben. Super. Wir werden an Steg 8 geleitet. Das ist der Steg für die Langzeitlieger. Jetzt sind wir in der französischen Kleingartenkolonie angekommen. Der Steg ist belegt mit Kinderfahrrädern, Blumenkübeln und Kräutergärten. Auch für die Weihnachtsbeleuchtung ist gesorgt.  Alle grüßen recht freundlich. Und dabei bleibt es auch schon. Wir sprechen kein Französisch, die anderen kein Englisch. Und aus der Traum mit dem Dämmerschoppen auf dem Nachbarschiff. Das werden wohl für Jens zwei lange Wochen werden.

Freitag, 2. Dezember 2016

02.12.16 Rhum aus Marie Galante

 Die große Rhumverkostung auf Marie Galante. Nachdem Britta seit Monaten nicht mehr zur Ruhe kommt, weil sie zu gern heraus bekommen möchte woher wohl der beste karibische Rum kommt,
ist sie nun endlich fündig geworden. Von dem "no emission Cargoship" Tres Hombres hatten wir schon in unserem Blog berichtet. Die Tres Hombres holt Ruhm unter Segeln aus der Karibik und verkauft ihn für sehr viel Geld an europäische Gourmettempel. Und nun wissen wir auch, dass dieser Rhum von Marie Galante kommt.
Heute besuchten wir die Destillerie Bielle und waren sehr erfreut, dass alle Rhumsorten zur freien Verkostung unbegrenzt am Tresen standen.... das waren bestimmt 20 Sorten. Teilweise oberhalb unseres Budgets für Unvernunft....
Leider waren wir mit dem Auto da. Trotz dem haben wir nun alle wesentlichen Erkenntnisse über Rhumqualitäten gewonnen. Wir wussten schon, das brauner Ruhm gerne dunkel sein sollte.
Weißen Ruhm fanden wir bis heute nicht spannend. Jetzt haben wir die ultimative Erkenntnis gewonnen: Egal ob weiß oder braun. Teurer ist besser und bei braunem Ruhm gilt, älter ist dunkler, teurer und besser. So, damit kommt man doch hier gut zurecht! Ach ja, agriculture sollte der Ruhm immer sein. Wenn nicht handelt es sich um Ruhm, der aus Resten der Zuckerherstellung gewonnen wird-Industrie-Ruhm. Hier wird der Ruhm immer direkt aus dem gepressten Zuckerrohr gemacht.
Wir haben allerdings schon mal 10 Liter eingebunkert und brauchen erstmal keinen   Ruhm mehr. Schade!! Hier wird das Zuckerrohr noch mit Ochsenkarren aus dem Feld geholt und mechanisch verarbeitet. Kalt gepresst sozusagen.


Mittwoch, 30. November 2016

30.11.16 Martinique nach Dominica-Marie Galante

Heute endlich mal wieder ein paar Stunden segeln im Sonnenschein-nach Marie Galante. Das ist ein neuer Lieblingsplatz. Aber vorher haben wir noch viel erlebt. Vor allem viel Regen.
Martinique bietet mehr als nur Le Marin und Saint Anne. Natürlich sind die Einkaufsmöglichkeiten in Le Marin unschlagbar. Mit dem Dinghi zum Steg und dann die gesamten Schätze einladen und ab zum Schiff, das ist unbedingt empfehlenswert. Ansonsten schleppt man sich mit den Vorräten an Wasser, Wein und Bier ja tot. Die Westküste der Insel lockt mit schönen Sandstränden, die man auch gut zu Fuß erreichen kann. Ein wunderbarer Wanderweg schlängelt sich an der Küste entlang.

 Mit Einbruch der Dämmerung muß man aufpassen wohin man tritt. Wie auf Bestellung krabbeln tausende von Krabben aus ihren Erdlöcher um im Schatten der Dunkelheit aktiv zu werden.

 Fort de France, die Hauptstadt von Martinique wurde uns wärmstens empfohlen. Dort vor der Stadt, mit Blick auf die Kirche, das wäre das Größte. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Gesagt getan ankern wir wie beschrieben. Leider hatten wir die Windrichtung nicht bedacht. Der Wind von Südwest läuft genau in die Bucht und verursacht dementsprechend viel Schwell. Das alleine hätte unsere Nachtruhe nicht gestört. Mit Einbruch der Dämmerung ertönte aus allen verfügbaren Lautsprechern der Stadt " Stille Nacht, Heilige Nacht " in der Discofassung-1. Advent! In einer Lautstärke, dass die Gläser vibrierten. Nachdem das Repertoire der Weihnachtslieder mehrmals durchgespielt war, wurde auf übliche Discomusik umgestellt. Nach zwei Uhr nachts dann endlich Ruhe. Bis drei Uhr dreißig, dann ging es wieder
los und hörte auch nicht mehr auf. Unausgeschlafen und etwas neugierig fahren wir an Land um der Ursache der Menschenansammlung auf den Grund zu  gehen. Ein Sportfest und ein Halbmarathon sind die Ursache für den Lärm. Und da der Marathon wegen den Temperaturen schon morgens um fünf Uhr startete, war auch klar warum die Musik so früh begonnen hat. Dass war zu viel Trubel für uns. Wir fliehen in die nächst gelegene, ruhigere und viel schönere Bucht Anse D'arlets. Allerdings mit der Einschränkung, dass es in diesen kleinen Buchten entlang der Küste kein Internet gibt. Die nördlichste Bucht ist Saint Pierre. Das Pompeji von Martinique . Hier sind bei dem letzten Vulkanausbruch 1902 innerhalb weniger Minuten 30 000 Menschen gestorben. Hier haben wir noch mal Thomas und Susanne von That' s Live getroffen. Thomas hatte im Gegensatz zu uns die neuesten Wetterdaten, die für den nächsten Tag noch Südost Wind mit 14 kn angesagt hatten und danach viel Wind aus NO. Da Guadeloupe im Nordosten liegt, beschließen wir zusammen am nächsten Tag aufzubrechen. Da die letzen Nächte mit reichlich Wind und Regen gesegnet waren, beschließen wir die Etappe in drei Tagestouren aufzuteilen. Montag morgen, nachdem wir ausklariert haben, zieht eine dunkle Wolkenfront auf. Kaum dass wir Segel gesetzt haben, fängt es erst an zu regnen und dann können wir gar nicht so schnell schauen, wie der Wind aus allen Richtungen kommend mit 40 kn an den Segeln und unseren Nerven zerrt. 

Das war wohl der erste richtige Squall den wir erlebt haben. Am Abend in der Ankerbucht erleben wir das nächste Szenario. Die Mooringboje hat alles gegeben, während Lili sich um 360 Grad im Wind drehte. Wir sind so froh, nicht geankert zu haben. Kurz gesagt, die Wettersituation war wenig angenehm. 
Heute zeigte sich der Tag aber schon gemischt und hier auf Marie Galante lässt es sich wunderbar aushalten;-))







Freitag, 25. November 2016

25.11.16 Anse D'arlets/Martinique

Aus dem Einkaufspardies Le Marin in einer Bucht mit hunderten von Booten haben wir nun doch schnell Reissaus genommen. Bei endlich wieder schönem Wetter segeln wir 10 Meilen zur kleinen Bucht Anse D'Arlets. Vorbei am Diamond Rock umrunden wir den Süden der Insel.
Am idyllischen Ankerplatz, direkt vor dem kleinen Ort, finden wir traumhafte Strände und einen ganz tollen Schnorchelgrund. Zum Glück waren wir abends bei Christof an Bord eingeladen. Der jetzt im Ruhestand befindliche französische Tankerkapitän hat uns erzählt wo das Aquarium zu finden ist. Allein wären wir nicht darauf gekommen direkt zu dem Mitten in der Bucht befindlichen kleinen Felsen zu schwimmen. Das war nach Sandy Island der bisher schönste Schnorchelgrund.


Heute sind wir dann eine Meile weiter in Grande Anse D'Arlets. Auch hier französische Lebensart in karibischer Landschaft. Traumhaft!

Dienstag, 22. November 2016

22.11.16 Martinique - Karibik aber anders

 
 Auf Martinique liegen die meisten Boote in Marin bzw. In der vorgelagerten Sainte Anne Bay.
  




In dieser Saison präsentiert sich uns die Segelwelt ganz anders. Hier mal einige Unterschiede. In der letzten Saison waren wir mit vielen Seglern unterwegs. Alle hatten Europa mit dem gleichen Ziel verlassen. Wir haben uns immer wieder getroffen, sind weite Strecken zusammen gesegelt und haben viel Zeit miteinander verbracht. In diesem Jahr ist das ganz anders. Die Gruppe teilt sich in drei Sektionen, diejenigen die weiter wollen, weiter um die Welt, diejenigen die in dieser Saison nach Hause wollen und einige wenige, die wie wir dieses Jahr noch hier verbringen wollen. Hier in der Sainte Anne Bay haben wir noch That's Live und Worlddancer wieder getroffen. Das war eine große Freude. Das nächste was auffällt ist, dass die Seglerwelt immer mehr aus Katamaranen besteht. Und was für Dinger. Das sind schwimmende Häuser. Meist handelt es sich um Charterkatamarane, um die man möglichst einen großen Bogen macht. Spannend wird es im Ankerfeld, wenn die meist ahnungslosen Crews verzweifelt versuchen sich einen Platz zu sichern. Hier sehen wir vergleichsweise wenig Langfahrtsegler und die, die hier lange liegen sind buchstäblich festgewachsen und werden wahrscheinlich nie mehr von hier weg fahren. Auch das Wetter ist anders. Hatten wir im letzten Jahr kaum Regen, hört er in diesem Jahr gar nicht mehr auf. Wir sind eben noch in der Regen-und Hurrikansaison. Im Moment entwickelt sich gerade " Otto" vor der Küste von Honduras. Da die Hurrikane aber meist von Ost nach West ziehen, sehen wir das ganz entspannt. Zu guter letzt sind die Einkaufsmöglichkeiten jetzt ganz anders. Im Süden haben wir die Basics bekommen. Es hat an nichts gefehlt aber hier in Frankreich bekommen wir Luxus. Frisches Baguette vom Bäcker, Käse, Paté, Wein, Schokolade, Obst und Gemüse, alles was das Herz begehrt. Ein Schlachter mit frischem Fleisch, was wollen wir mehr. Wir werden die Insel ausgiebig erkunden. Auto oder Scooter wäre noch zu diskutieren. Ich wäre für ein Auto und nicht für ein Moped-Flitzer. 



Sonntag, 20. November 2016

20.11.2016 von Bequia nach Martinique-Dieses Blau!



Wenn das Meer über 1000 Meter tief ist und die Sonne scheint-
Dieses Blau ist unvergleichlich.


Rodney Bay auf Saint Lucia- liegt auf dem Weg von Bequia nach Martinique.
Das wurde im Doyle, unserem Karibik-Segelreiseführer, als Perle der Karibik beschrieben. Um 4 Uhr morgens sind wir aus Bequia ausgelaufen, um die 77 Seemeilen nach Saint Lucia möglichst im Tageslicht zu bewerkstelligen. Die letzten Nächte gab es immer wieder starke Böen und erhebliche Regenschauer. Diese Squalls können wir tagsüber erheblich besser vorhersehen und können entspannter segeln. So war das dann auch. Superfeines Segeln mit einem Schrick in der Schot.  Wir sind über die Strecke im Schnitt 7 kn gelaufen und hatten nur schönstes Wetter-Toll! Unterwegs passieren wir die Pitons auf Saint Lucia.

Ganz anders die Ankunft in der Rodney Bay. Hohlköpfe mit Jetskies zeigen das, was sie für Kunststücke halten, möglichst dicht und schnell an unserem ankerndem Boot. Das hier Leute schwimmen, halten weder die Jetskifahrer, noch die Kapitäne der schnellen Motorboote für möglich. In der Bucht reihen sich Hotels und Clubanlagen aneinander. Solche Plätze gibt es ja überall auf der Welt und überall wummert der Diskobeat bis in die Morgenstunden, hier auch. Leider hat Britta, wie so oft in letzter Zeit, wieder Migräne und sie trifft es deshalb besonders hart.


Für uns kein Grund diese Seite der Karibik weiter zu erkunden. Zu gut, dass wir unseren anfänglichen Plan, mit der "Atlantic Race for Cruisers", der ARC, im Geschwader den Atlantik zu überqueren, aufgegeben hatten. Diese Rally mit über 200 Booten kommt nämlich hier an. Das wäre ein so völlig anderes Erlebnis, als unsere Reise....so ein Glück!
Wir segeln jetzt, ohne einen Stempel in unserem Pass abzuholen, weiter nach Martinique. Mal wieder ein frisches Baguette essen🇫🇷

Donnerstag, 17. November 2016

17.11.16 Bequia ist superschön!

Was macht ihr den ganzen Tag?
Das ist die Frage, die der Ein oder Andere schon mal stellt. Und ehrlich gesagt, ich stelle sie mir auch oft genug. Vor allen Dingen abend's, wenn ein Tag mal wieder vorbei ist. Das hat doch zum Nachdenken geführt und dabei bin ich zu dem Schluss gekommen, in der Hauptsache sind wir mit lebenserhaltenden  Maßnahmen beschäftigt. Ich  will mal morgens anfangen. Normalerweise geht man zu Hause um die Ecke, zum Bäcker und sucht sich unter zehn verschiedenen Brötchen seine Lieblinge aus. Hier ganz anders. Es gibt keine Brötchen und schon gar keinen Bäcker um die Ecke. Sollte man in einem der vielen kleinen Läden dennoch auf Brot stoßen, hat das den Charakter einen Schwammes in Lehmfarbe. Also heißt das für uns morgens erst mal Brot backen. Nein keine angerührte Brotbackmischung, nein, Weißmehl angerührt mit Hefe und als kleines Schmankerl evtl. ein  paar Kerne aus der Heimat. Dabei ist zu beachten, dass der Mehlvorrat nicht zur Neige geht, denn es kann schon mal sein, dass heute mal gerade das Mehl ausgegangen ist und auf die Fähre gewartet wird, die wieder frisches Mehl bringt. Davon dann bitte nicht zu viel einkaufen, denn mit der Zeit kann  es dann schon mal lebendig werden. Jetzt sind die Frühstücksgewohnheiten bei Jens und mir vollkommen unterschiedlich. Ich bin der herzhafte Typ und Jens der süße Typ. Das verlangt  nach unterschiedlichen  Brotsorten. Bei diesen Temperaturen ist das allerdings schnell gemacht. Das heißt, nur nicht wieder einschlafen, sonst kann der Teig auch schon mal Füße bekommen. Mit anderen Worten, ein gelungenes Frühstück ist schon mal ein ganzes Stück Arbeit. Wenn es dann so gegen zehn Uhr köstlich nach frischem Brot riecht, wird der Tisch gedeckt. Dann musses allerdings etwas fix gehen, sonst schmilzt die Butter. Gut gestärkt gehen wir dann auf Erkundungstour. 

Entweder wandern wir über die Insel, oder wir schauen uns die immer wieder faszinierende Unterwasserwelt an. Und Ruck Zuck ist schon wieder Mittag und der Bauch knurrt. Also schauen wir was der Markt zu bieten hat oder wir suchen eine Kneipe mit hiesigem Mittagstisch. Wobei das karibische Essen keine Abwechslung kennt. Huhn oder Fisch mit Reis und einem Hauch an Gemüse. Gewürzt wird hier eher sparsam. Keine exotischen Gewürze, die gibt es nur bei uns. Daher kochen wir ganz gerne selber und dafür muss man in verschiedene Geschäfte, denn auch das ist nicht wie bei uns, einmal in den Edeka und schon hat man alles. Als nächstes müssen wir sehen wie wir an Wasser kommen. Llili's Wassertank hat 160 Ltr. Wasser. Das Wasser zum Kochen wird in Kanistern gekauft. Im Moment haben wir Glück, denn Wolfgang mit seiner "Oceanwolf ", einem alten, zur Yacht umgebauten Seebäderschiff aus Hamburg, liegt neben uns in der Ankerbucht.  


Dort dürfen wir Wasser zapfen, so dass wir wieder gemütlich duschen können. 


Das nächste Überlebensthema ist Strom. Da brauchen wir zwar nicht selber was tun, aber immer schön darauf achten, dass die Solarzellen ordentlich ausgerichtet sind. Jens legt großen Wert auf sein Mittagsschläfchen und schon ist es Nachmittag. Wenn jetzt nicht die defekte Toilettenpumpe repariert werden muss, oder was sonst immer mal anfällt, genießen wir es lesen zu können und Land und Leute kennen zu lernen. Können wir dann noch irgendwo ein gutes Internet erwischen, um so an die wichtigsten Nachrichten zu kommen und die Verbindung nach Hause zu halten war es wieder einmal ein schöner Tag der um 18:00 mit meist einem spektakulären Sonnenuntergang endet. 
Morgen gibt es einen asiatischen Kochkurs auf Oceanwolf mit anschließend deutschen Butterkuchen. Also ihr seht, wir haben keine Langeweile.

Sonntag, 13. November 2016

13.11.2016 Canouan bis Bequia

Aber hier noch die Bilder vom Fischfang vor Sandy Island:
Zuerst kommen die Fische, dann in rasender Geschwindigkeit 12 Fischer mit 4 Booten.
Eins davon beherbergt das Netz und wird als Lastenkahn geschleppt. Unter großem Geschrei wird der Schwarm umzingelt und das Netz ausgebracht. Bis zum Abend haben sie das Netzt immer dichter eingeholt und drei Taucher sorgen beim Zusammenziehen des Netzes dafür, dass am Korallengrund die steinbeschwerten Lieken nicht hängenbleiben und dadurch Fische entkommen können. Am nächsten Morgen wurde die Beute dann abgeholt. Britta hatte nicht übel Lust vorher doch mal im Netz vorbei zu schauen...




Britta sieht gebannt zu. Sie ist mindestens so aufmerksam dabei, wie die Fischer selbst.






Am nächsten Tag haben wir noch in Hilsborough ausklariert. Das ging wie gewohnt schnell und effizient, auch ohne Computer.

Canouan ist eine kleine Insel auf dem Weg nach Norden. Sie gehört auch zu St. Vincent und wir erwarteten eine schöne Insel mit gastfreundschaftlichen Menschen. So war es dann eigentlich auch. Sehr nette Boatboys boten ihre Dienste an. An Land ist die Insel zweigeteilt.
Eine Hälfte wurde von der Regierung an einen italienischen Milliardär verkauft, diese Seite ist nun abgesperrt. Die Einheimischen bekommen von neuen Reichtum nichts ab. Sie verdienen, selbst wenn sie auf Baustellen arbeiten können, kaum Geld und auch in die Infrastruktur der Insel wird seitens der Regierung nicht investiert. Wir hatten eine sehr nette Unterhaltung mit einem älteren Mann, der auf Canouan lebt. Er kannte sich gut im Weltgeschehen aus und konnte uns viel über die Insel erzählen. Für uns ein eher depremierendes Erlebnis. Nach einer Flasche Bier und einer Cola für 30 EC$=10€ sind wir dann wieder an Bord und am nächsten Morgen ankerauf.
Unglaubliche Regenfälle machen das Dinghi über Nacht zum Süßwasserpool.
 Auf dem Weg nach Bequia: