Donnerstag, 10. September 2015

In Porto

Nachdem nun Balou und Flying Fish weiter Richtung Lissabon gesegelt sind, haben wir uns aus der schicken und teueren Douro-Marina nach Leixoes ( 2 Seemeilen nördlich ) verholt. Leixoes ist der eigentliche Hafen von Porto. Seit 1860 war klar, dass der Douro-Fluß nur bei gutem Wetter angelaufen werden kann und man hat dann doch lieber den Hafen einen Fluß weiter nach Norden gebaut. Hier liegen wir jetzt ca. 2-3 Wochen und fliegen von hier aus auch am 15.09. für eine Woche nach Hause. Der kleine Yachthafen liegt in Mitten großer Seeschiffe und Kreuzfahrer. Ist aber sehr ruhig und zum sagenhaften Strand gehen wir nur 3 Minunten.
Darüber hinaus fährt der Bus von hier direkt zum Flughafen in 18 Minuten und mit dem Fahrrad in die Stadt sind es gerade mal 7 km bei besten Radwegen am Strand und durch Parks. Und..... hier mausert sich die Hafencity von Porto. Zwischen einfachen portugiesischen Restaurants gibt es auch Hochglanz, Glas und Chrom.
An den Wochenenden läßt sich hier Porto´s gutverdienende Gesellschaft  gerne sehen. Und wir mischen uns unter das Volk. Bobby, der mit seinem Boot "Karolina" unterwegs ist hat es uns nach zwei Tagen gleich getan und bleibt nun auch erstmal hier. Porto ist eine wunderschöne Stadt, die garantiert nicht langweilig wird.


Da in allen Reiseführern das Dourotal so gelobt wird, haben wir uns ein Auto gemietet und uns selbst ein Bild gemacht. Atemberaubende Blicke und defensiver Tourismus und atemraubende Temperaturen (bis 47 Grad gab es dieses Jahr schon) zeichnen die Gegend aus. Es gibt super gutes und preiswertes Essen und an allen Ecken Quintas die ihre Weine anpreisen. Wir sind in die kleinste dieser Quintas eingekehrt. Anders als bei unserer Weinprobe in Porto wurde hier wirklch gearbeitet und alle Schritte von der Ernte bis zum Portwein life erlebt. Das Beste war die kleine Gruppe und es hat allen soviel Spaß gemacht, dass wir am Ende nicht bezahlen sollten/durften. Die Quinta do Tedo macht 40.000 Flaschen Wein pro Jahr- das ist eher Hobby als Geld verdienen. Wir haben dann aber die teuerste Flasche Wein unseres bisherigen Lebens gekauft und werden sie irgendwann würdig trinken. In der Quinta kann man auch Zimmer mieten und die wirklch schöne Atmosphäre geniessen.
http://www.quintadotedo.com/




Und wir haben hier wirklich viel gelernt! Wer einen Vintage Port von 2014 kaufen kann, sollte das unbedingt tun. Der Wein ist sehr lange lagerfähig und kann schon gern mal 400€ kosten-Tendenz deutlich steigend....

Montag, 7. September 2015

Fischen und die Dinge des alltäglichen Lebens

Fischen, zu diesem Thema muss mal was gesagt werden. Wir, ausgestattet mit einer nagelneuen Angelausrüstung die sowohl vom Preis als auch von der Shimano 2-Gang Schaltung für Größeres bestimmt ist, sind mit Köder und Material bestens gewappnet für den großen Fang. Ab dem Atlantik wären damit die richtig großen Fische zu fangen, so der Verkäufer am Stand der Düsselboot. Unser erster großer Erfolg kam ja dann auf der Biscaya. Ein kleiner Bonito. Danach haben wir die Angel für Tage nicht rausgehängt, da wir dachten, dass wir von nun an täglich Fische fangen. Als wir wieder Hunger auf frischen Fisch bekamen, wurde wieder geangelt. Stündlich wurden die Köder gewechselt. Vielleicht ist das ja je nach Tageszeit erforderlich...... Auch dass half nix. Kein Fisch wollte sich in dieser Angelausrüstung verbeißen. Selbst mit dem Ostseemodel ( eine aufgewickelte Schnur mit Makrelenhaken ) hatten wir keinen Erfolg mit den kleinen Fischen. Aber immer in der Hoffnung, dass der Atlanik und damit der große Fischfang noch vor uns liegt, haben wir dem Mißerfolg klaglos hingenommen.
Wir fragten andere Segler wie deren Erfolge sind. Auch hier kein Fisch. Also gingen Beate ( von Balou ) und ich erst einmal in den nächsten Angelladen und rüsteten auf. Köder in jeder Farbe und Form stehen nun zur Auswahl. Und auf der nächsten Tour interessierten sich auch wieder nur die Möven für den Köder. Einzig Lanchen (Weilan und Uwe) hatte einen großen Schwertfisch gefangen und Heiko von  ( Flying Fisch ) hatte einen großen Fang am Haken. Der allerdings soooo groß war, dass er mit der Angel nicht einzuholen war und mitsamt Köder wieder in den Atlantik abtauchte.
Auch die Einheimischen suchen unermüdlich ihr Glück

und auch hier bleibt der Erfolg aus.












Also bleibt uns nichts anderes übrig als uns mit dem Stockfisch anzufreunden. Was dem Spanier sein Schinken, ist dem Portugiesen sein Stockfisch.

Seit wir jedoch im Reiseführer gelesen haben, dass der Schwerfisch, der hier verkauft wird, größtenteils aus Afrika kommt.......gehen wir etwas gelassener mit dem Thema Fische fangen um.
Und, der Atlanik liegt ja noch vor uns.







Das nächste Thema des Alltäglichen ist das Waschen der Wäsche. Bisher haben wir in jedem größeren Hafen eine Waschmaschine vorgefunden. Diese Selbstverständlichkeit lässt, je weiter südlich wir kommen, nach. Hier wird wie zu Großmutters Zeiten in Waschhäusern mit der Hand gewaschen.
und anschließend an filigran aufgestellten Wäscheleinen auf öffentlichen Plätzen getrocknet.


Zum Thema Verpflegung können wir sagen: Jeder der diese Reise antritt ist gut beraten nichts von zu Hause einzupacken, in der Vorstellung genau dass hier nicht zu bekommen. Die Supermärkte haben eine Auswahl, wie man sie bei uns nicht immer findet und das zu Preisen von den wir nur träumen. Die lokalen Märkte bieten eine Vielfalt an Obst und Gemüse, dass es ein Erlebniss ist dort einzukaufen.






Donnerstag, 3. September 2015

Auf dem Weg nach Portugal

Wer denkt, dass das Dudelsackspielen nur in Schottland zur Tradition gehört, wird hier eines Besseren belehrt. Die Spanier sind ein traditionsbewußtes, stolzes Volk, was sie in ihren Tänzen und Gesängen eindrucksvoll darstellen.

Der Dudelsack wird hauptsächlich von Frauen gespielt. Und was für hübsche!!!!!
Traditionell werden Sardinen auf einem großen Holzkohlefeuer gebraten, was sehr verlockend aussieht.Die Menschen stehen ca. 1 Std an, um an die Delikatesse zu kommen. ( Siehe im Hintergrund )
Nachdem wir nun über eine Woche in Baiona gewesen sind und viel erlebt haben, haben wir uns entschlossen,  nach Portugal zu segeln. Also sind wir Dienstag mit dem versprochenen Nordwind nach Viano do Castelo, den ersten Hafen in Portugal aufgebrochen.
Wir hatten einen sehr schönen Segeltag mit leichtem Wind, wenig Welle und tief blauem Himmel. Das war ein Segeltag, wie man ihn sich wünscht. Nachmittags kommen wir in Viano an und werden von einem über aus freundlichem Hafenmeister in Empfang genommen, der zu unsrer Freude  ein gutes Englisch spricht. Spanisch war für uns schon nicht zu verstehen, aber portugisisch hat gar keine Ähnlichkeit mit dem was wir uns aus anderen Sprachen zusammen suchen können. Es hört sich eher an, als ob man in Osteuropa angekommen ist.
Das Stadtbild vermittelt einen ganz anderen Eindruck, als das was man von Spanien kennt. Sehr liebevoll geschmückt, aber lange nicht so modern und großzügig.


Nach nur einem Tag sind wir weiter nach Porto gefahren um die anderen deutschen Freunde zu treffen. Das Reisen in der Gemeinschaft ist unterhaltsam und spannend, es gibt viel zu lachen und zu erzählen. Leider waren die 35 sm nach Porto fast reines motoren, da uns der Wind verlassen hat. 
Wir legen in der Duro Marina an. Eine neu gebaute Marina mit allem Komfort den man sich nur vorstellen kann. Vom Leinen annehmen bis zu den ausführlichen Erläuterungen in der Marina über Sehenswürdigkeiten, Bussverbindungen und alles was man sonst noch wissen will, bis zum morgentlichen Brötchenservice, bei dem ungefragt Brötchen an Bord geliefert werden. Das hat natürlich seinen Preis. 43,- Euro pro Nacht ist ein stolzer Preis. Zur Zeit gibt es allerdings einen Rabatt von 20%, den wir gerne annehmen.
Das erste was wir uns in Poto ansehen möchten, sind die Weindestillerien, denn wir müssen doch wissen worauf es beim Kauf von Portwein ankommt. Dieses Weinanbaugebiet ist das größte der Welt und ist eigentlich eine eigene Reise wert.



Wir beginnen erst einmal langsam und lassen uns die nächsten Tage überraschen. 




Montag, 31. August 2015

Baiona

Eine Woche in Baiona.
Freitag Abend haben wir mit 10 Deutschen Seglern von 5 unterschiedlichen Booten gemeinsam gegessen. Es war unser letzter gemeinsamer Abend und sollte eine Art Abschiedsessen werden. Also haben wir uns eine typisch spanische Kneipe gesucht und nicht die üblichen Touristenrestaurants in bester Lage. Das war ein Erlebnis der besonderen Art. 20:30 ging es los, 20:32 waren alle Tische besetzt. Leider spricht keiner von uns so gut Spanisch, dass wir klar machen konnten, dass wir zwar erst 7 Personen waren, aber eigentlich Platz für 10 brauchten. Also bestellten wir erst einmal ein Bier und wollten warten. Das hat den Wirt so unruhig gemacht, dass er uns ganz klar gemacht hat  ( ohne der Sprache mächtig zu sein ), dass das nicht vorgesehen ist und wenn wir nicht essen würden, müssten wir wieder gehen. Das hat uns etwas verwirrt, denn bisher ( in den Touristenkneipen ) hatten wir das Gefühl immer willkommen zu sein. Also haben wir erst mal zögerlich Vorspeisen bestellt, was auch nicht gut war. Entweder richtig essen oder gar nicht. Die Unfreundlichkeit fand ihren Höhepunkt durch die Bedienung.
Die,  durch die Lautstärke in dem Restaurant wohl schwerhörig gewordene junge Frau mit herbem Charme und ebenso lauter wie bestimmender Tonart machte uns dann, nach dem letzten Happen klar, dass der Tisch nun geräumt werden müsse, da die nächsten Gäste schon warteten. Wir hatten allesamt das Gefühl am falschen Platz gewesen zu sein. Also dann doch wieder die gemütlichen Touristenkneipen.
Samstag morgen mussten wir uns dann verabschieden. Auch dass scheint bei einer solchen Reise dazu zu gehören, dass man  lieb gewonnene Freunde verabschieden muss, da die Planungen unterschiedlich sind. Spätestens auf den Kanaren treffen wir uns dann wieder, um uns dann vor der langen Strecke über den Atlantik noch mal alles Gute zu wünschen.
Somit sind wir seit gestern alleine in Baiona. Das Wetter ist herrlich, wir schreiben den 28.09 und wir haben unseren ersten Strandtag. Mit Handtuch im Sand und baden im doch recht kaltem Wasser. Wir werden noch ein paar Tage hier bleiben, denn unser Flug von Porto aus nach Hause ist erst am 15.09. Das Hinterland lädt zum spazieren gehen ein. Die Vegetation ist aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit fast tropisch.

 
 
 Die Aussicht auf die Bucht von Baiona sehr schön. Von hier aus ist Lili ein sehr kleines Schiff.
 
 Das Treppenviertel ist weitläufig und genauso elegant wie in Blankenese.



Das Wetter ist doch unberechenbar. Noch scheint die Sonne und Minuten später zieht eine Wolkenfront auf, die das Land binnen kurzer Zeit mit dichtem Nebel einhüllt. Da kann man froh sein nicht gerade mit dem Beiboot an Land zu sein. Wir hätten keine Chance mehr Lili wieder zu finden. 
 
Heute werden wir uns die Gegend noch mal anschauen und wenn heute Nachmittag oder Dienstag der Wetterbericht auch mal von Wind spricht, werden wir nach Portugal weiter segeln.

Freitag, 28. August 2015

Von Vigo nach Baiona

Wir haben nach nur 2 Tagen Vigo verlassen.  Obwohl wir uns redlich bemüht hatten den Hafenmeister zu finden um unser Hafengeld zu bezahlen, ist es uns nicht gelungen jemanden zu finden, der sich für die Gastlieger interessiert. Also haben wir uns tief in die Augen geschaut und sind mit leicht schlechtem Gewissen gefahren . Allerdings haben wir vorsichtshalber das AIS ausgeschaltet. Somit waren wir dann vom Bildschirm verschwunden.
Beate und Reiner, sowie noch 2 deutsche Schiffe liegen in Baiona und schwärmen von der Stadt.
Wir freuen uns die beiden wieder zu sehen und treffen dann noch Heike und Heiko von der "Flying Fish" und Bobby mit " Karolina ", alle auf dem Weg in die Karibik.
Nun sind wir schon 4 Tage in dieser schönen Stadt Baiona. Die Stadt in der Kolumbus gelandet ist nachdem er die Neue Welt entdeckt hatte. Wir haben hier auch viel zu entdecken. Eine lebendige Stadt mit vielen engen Gassen und noch mehr kleinen Restaurants. Auch die Umgebung ist vielversprechend. Schöne Strände, Buchten, Wald im Hinterland.



Nach wochenlangem stillsitzen an Bord hat man langsam das Gefühl, dass die Muskeln nicht mehr wissen  was Sie tun sollen, wenn man Sie mal beansprucht. Also laufen wir zu dem Fort, einem ehemaligen Gefängnis in bester Lage. Heute ein feines und sehr elegantes Hotel. Oben angekommen brauchen wir erst einmal eine Pause.


Nachdem der Wetterbericht wieder einmal das Ende der Schönwetterperiode ankündigt, flüchten wir vor dem angesagtem Wind und Regen in den Hafen. 
 Es gibt einfach keine stabilen Wetterlagen. Entweder kein Wind oder zu viel Wind aus Süd. Obwohl man doch sagt dass der " Portugiesische Norder " hier die vorherrschende Windrichtung ist. Darauf warten wir noch. Unser nächstes Ziel wird schon Portugal sein. Irgendwie haben wir das Gefühl dass Spanien an uns vorbei gerauscht ist. Das ist schade, denn wir erleben Spanien als ein sehr angenehmes, freundliches und gepflegtes Land. Gute Marinas, gute Infrastruktur und mit sehr moderaten Preisen.



Sonntag, 23. August 2015

Santdiago de Compostela

Hier erst noch ein  Bild von Sanxenxo, wo wir vor dieser unglaublich belebten Bucht geankert haben und den spanischen Tourismus hautnah erlebt haben.  Motorboote, Jetskies, und alles was sonst noch einen Motor hat, hat uns das Leben schwer gemacht. Jeder Einzelne von ihnen hat so viel Schwell erzeugt, dass es kaum zu ertragen war. Das ist ein Ort, wo man nicht länger bleiben möchte.
Also sind wir gleich am nächsten Tag nach Vigo gesegelt.

 Vigo ist die größte Stadt Galiciens und eine wichtige Universitätsstadt. Wir kommen Samstag Mittag an und wundern uns, dass die Stadt wie ausgestorben ist. Wir machen im Stadthafen fest und sind erstaunt, wie viel Platz hier ist. Kein ausländisches Boot, kein Hafenmeister, keiner möchte Hafengeld, alles macht einen verlassenen Eindruck. Die Duschen finden wir nur durch Zufall und an eine Waschmaschine ist gar nicht zu denken. Wir entscheiden uns dennoch hier zu bleiben, da für morgen über 35 Kn Wind angesagt sind.
Gegen Abend machen wir uns auf und suchen die Altstadt. Und siehe da, je später es wird, um so mehr füllen sich die Straßen und das Leben beginnt. Selbst die Geschäfte öffen gegen 19:00 und es herrscht eine rege Betriebsamtkeit. In der Altstadt mit seinen engen Gassen und vielen urigen Kneipen und Restaurants fangen wir an die Stadt zu mögen.
Sonntag fahren wir mit dem Zug morgens schon um 7:00 nach Santdiago de Compostela. Wir wollen  ja die Frühmesse nicht verpassen. Die Temperaturen haben einen Sprung von 20 Grad nach unten gemacht und dazu gesellt sich noch Regen, gepaart mit dem angesagten Wind. Um 8:30 erreichen wir den Bahnhof von Compostela und wundern uns über die Größe der Stadt.Wir hatten eigentlich einen kleinen beschaulichen Wallfahrtsort erwartet, der dominiert wird von Pilgern mit Rucksack und Wanderstiefel. Was wir sehen sind Hochhäuser und Geschäfte, die jede Großstadt aufzuweisen hat. Wir suchen die Altstadt. Durch verwinkelte Gassen, die um diese Uhrzeit noch verschlafen wirken, finden wir den Dom. Noch ist nicht viel los, die Pilgermesse findet erst um 12:00 statt. Also erkundigen wir uns nach dem Wie und Warum und was Santiago so berühmt gemacht hat.
Man nimmt an, dass die Gebeine des heiligen Jakobus, der 44 n. Chr. durch Herodes geköpft wurde, über Umwege nach Santiago gekommen sind und hier angeblich begraben liegen. 820 hat man das angebliche Grab entdeckt und ab 840 hat sich daraus ein Wallfahrtsort entwickelt. Schon um 1075 wurde Santiago neben Rom und Jerusalem zum bedeutensten Wallfahrtsort der Christenheit. Das alles ist schon sehr beeindruckend, wie sich die Stimmung der Gläubigen bis heute fortgesetzt hat und wie viele Menschen zu Fuß, mit dem Rad oder wie wir mit dem Boot..... hier her kommen.


Der Blick in das Innere der Kirche lässt einem den Atem stokken. So viel Gold und Glanz sind für meine Vorstellung einfach zu viel für einen Pilgerort der einem Menschen geweiht ist, der vor mehr als 2000 Jahren versucht hat die Spanier zur Christenheit zu missionieren. Von Bescheidenheit und Demut ist hier nichts zu spüren. Ob dieses Ausmaß der Glorifizierung von dem Betroffenen so gewollt wäre??? Hier schwebt Jakobus über einem Altar der von Engeln getragen wird. Jeder der das Bedürfniss hat, darf zu Ihm aufsteigen und einmal seine Arme von hinten um ihn legen. Um 12:00 soll die Messe stattfinden. Wir gehen schon 1 Std vorher in die Kirche in der Hoffnung einen Sitzplatz zu bekommen. Leider waren wir zu spät und mussten eine Stunde warten bis es dann los ging. Der Erzbischof von Santiago mit 25 anderen Geistlichen hat die Messe gehalten. Es waren ergreifende Momente, so viele inständig gläubige Menschen in dieser Atmosphäre mit dem Orgelspiel und dem eindringlichen Gesang der männlichen-Geistlichkeit zu erleben.

Der Weihrauchkelch im Vordergrund des Bildes ist der größte dieser Welt und wird nur im Heiligen Jahr benutzt.
Vorwiegend junge Menschen aus der ganzen Welt kommen hier her. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte. Alle zusammen haben ihren Glauben und Ihre Gemeinschaft. Wenn das alleine zur Völkerverständigung beiträgt, war die Reise zu diesem Ort nicht umsonst.
Im übrigen gibt es nach heutiger Geschichtsforschung keinen Hinweis dass die Reliquien und die ganze Geschichte echt sind. Wir sind noch damit beschäftigt die Erlebnisse, auch unter diesem Gesichtspunkt, zu bewerten. Das größte Marketingprojekt der Geschichte?
Auf jeden Fall werde ich immer wenn wir Jacobsmuscheln essen an diesen eindrucksvollen Ort zurückdenken

Samstag, 22. August 2015

Die Rias und das Ankern




Wir haben schon geneug zu tun mit einem Anker. Bei Balou´s sieht das anders aus. Sie haben schon mal drei von der Sorte und da ist immer irgendwas zu tun. So freuen sich Jens und Reiner, bei dem eh schon schlechten Wetter, etwas basteln zu können. In Escarabote, ein wenig attraktiver Ort in der Nähe von Muros, ankern wir erneut wieder zusammen mit Balou`s. Wir fahrem mit dem Beiboot zum Ort und versuchen unsere Vorräte aufzufrischen. Außer einem kleinen Tante Emma Laden ist nicht´s zu finden. Wir nehmen was kommt, denn wir hatten vor am Abend zusammen am Strand zu grillen. Endlich hat der Sommer Einzug gehalten und das wollten wir feiern. Also wieder zurück zum Boot um die Vorbereitungen zu treffen. Beim Blick auf das Wasser sagt Reiner beiläufig, es sei doch erstaunlich, wie sich die Perspektive der ankernden Schiffe von Land aus verändert? Wir stimmen alle zu ohne etwas dabei zu denken. Auf halben Weg zum Schiff merken wir, dass sich nicht die Perspektive verändert hat, sondern dass Lili auf Reisen gegangen ist. Sie hat Balou überholt und sich auf den Weg zu neuen Ufern gemacht. Also lichten wir den Anker und siehe da, was hängt am Anker?...... ein Hummerkorb mit einer dicken Schnur an der noch mehr Hummerkörbe befestigt waren. Allerdings liegen diese wahrscheinlich schon jahrelang am Grund und rotten vor sich hin. Somit war uns klar warum Lili so weit gereist war, der Anker hing nicht im Grund sondern im Hummerkorb.
So sieht der Anker hier unter normalen Umständen aus, wenn er hoch gezogen wird.















Zu unserem anfänglichen Angelerfolg gibt es leider keine neuen Erfolge zu melden. Gestern lief die Angelschnur aus und wir waren schon ganz aufgeregt, endlich mal wieder einen schönen Fisch in die Pfanne zu bekommen. Was soll ich sagen, die Angel ließ sich nur schwer einholen und dass war dran. Eine Plastiktüte voll mit Wasser. Wir geben die Hoffnung aber nicht auf.


















In der größten aller drei Rias ankern wir vor Do Caraminal. Eine schöne Stadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten und guter Infrastruktur. Tollen kleinen Restaurant mit wirklich gutem Essen








 Die Anfahrt hierhin ist etwas schwierig, da die ganze Bucht mit Muscheszucht ausgelegt ist. Hier befindet sich die 2 größte Muschelzucht weltweit. Es lohnt sich ganz bestimmt hier ein paar Tage länger zu bleiben.  Die Ria Arousa ist die Schönste von allen Rias.