Samstag, 24. April 2021

24.04.2021A Coruñia








Als wir hier 2015 fest machten, hatten wir gerade die für uns bis dahin längste Seestrecke von 340 Seemeilen hinter uns gebracht. Wir waren mit anderen Seglern, die alle in die Karibik wollten, gemeinsam unterwegs. Es herrschte Aufbruchstimmung und es war endlich Sommer. Heute sind wir in entgegengesetzter Richtung unterwegs. Es liegen nur drei oder vier Gastlieger im Hafen und je weiter wir nach Norden kommen, desto ungemütlicher wird es. Das betrifft das Klima genauso wie die aktuellen Coronamaßnahmen. Da ist die Versuchung schon groß in Portugal oder Spanien zu bleiben. Aber ob unserer Pläne, „Lili“ im Juli den neuen Eignern zu übergeben, ist diese Reise unerlässlich. Also heißt es „warm anziehen“, um bei etwa 10 Grad die Biscaya zu überqueren. Dafür suchen wir jetzt ein passendes Wetterfenster und genießen solange das Hafenleben mit warmen Duschen, Strom aus der Steckdose und vielen netten Restaurants und Cafés. Auf der Strecke von Porto nach A Coruñia machten wir nur kurz Halt in Baiona und Muxia. Vorbei an den sehr imposanten Cap‘s war von kein Wind bis 30 kn von Vorne wieder mal alles dabei.






Sonntag, 18. April 2021

18.04.2021 Porto

Nachdem wir von Nazare aus, wieder bei bestem Wetter eine kurze Strecke bis Aveiro segeln konnten, verbrachten wir eine ruhige Nacht am Anker. Morgens ging es dann wieder früh los. Die etwas über 30 sm wieder zunächst unter Motor und dann bei herrlichem Wind bis Porto. Restaurants und Cafés sind geöffnet. Wir liegen, wie schon 2015 in Leixões, dem schönen Vorort von Porto. Von hier aus können wir entweder öffentlich in die Stadt fahren oder mit den Fahrrädern. Wir nehmen die Fahrräder. Das stellte sich dann für mich (Jens) als Fehler heraus. Auf dem Weg stürzte  und verletzte ich mich recht ordentlich. Der Nagel meines rechten Mittelfingers ist komplett übergeklappt. Den Nachmittag haben wir dann mal wieder in der Notaufnahme eines Krankenhauses verbracht..... Mit der Hand wird das Handling des Bootes etwas anspruchsvoller. Und, Hausarbeit geht nun erstmal gar nicht!




 

Mittwoch, 14. April 2021

14.04.2021 von Nazare nach Figueira do Foz

An der Algarve war Sommer. Segeln in kurzen Hosen und kein Regen. Je weiter wir nach Norden kommen, erinnert uns das Wetter an nicht wirklich gute Sommer zu Hause. Trotzdem ist es wunderschön in Portugal. Leider muss der Motor fast ununterbrochen laufen. Seit Sines haben wir kaum noch die Segel nutzen können. Das ist für uns als Segler kein Spaß. Da aber an der portugiesischen Küste der Nordwind, also für uns gegenan, überwiegt, nutzen wir jede nicht-Nordwindphase, um Nord zu machen. In Cascais, dem Nobelvorort von Lissabon sind wir drei Tage geblieben. Der Hafen ist unverschämt teuer aber der Ort selbst ist ein Highlight. Nachdem wir in Nazare mit Birte und Wolfgang (SY Tanamera) einen sehr netten Tag verbracht haben, geht es weiter nach Figueira do Foz. Könnte sein, dass wir dort eine längere Nordwindphase abwarten müssen.





Dienstag, 6. April 2021

06.04.2021 Faro


 



Für uns pünktlich nach Ostern öffnet Portugal nach einem strengen Lockdown wieder die Häfen und die Restaurants im Außenbereich. Perfekt! Die Coronavorsichtsmaßnahmen werden hier im Land deutlich strenger befolgt als bei uns. Für uns ist es ein gutes Gefühl, im Café zu sitzen und dem Treiben auf den Plätzen zuzusehen. Die Luft ist erfüllt von dem Duft abermillionen Orangenblüten. Man möchte nicht aufhören einzuatmen, um nicht eine Prise dieser Herrlichkeit zu verpassen. Es ist wie ein Erwachen aus einem langen Winterschlaf. Die Sonne wärmt die müden Knochen und das Meeresrauschen ist Balsam für die Seele. Wir sind so gerne hier.  Lili wurde heute bei Hochwasser ins Wasser gebracht. Alles funktioniert und wir können gleich los segeln. Heute geht es von Faro nach Portimao. Schwach windig, Sonnenschein und ca. 23 Grad. Wir sind auf dem Weg nach Hause. Der Abschied von Faro, den Leuten auf der Werft und der Umgebung fällt uns nicht leicht. Wir hoffen später wieder kommen zu können.



Samstag, 3. Oktober 2020

03.10.2020 Wieder im Winterurlaub...


Nun sind wir wieder zu Hause! Dieses Segeljahr war coronabedingt leider viel zu kurz. Wir konnten Lili erst Mitte Juni in Italien ins Wasser bringen. Dreieinhalb Monate waren wir unterwegs. In dieser Zeit sind wir von Sizilien aus, links herum, um das zentrale Mittelmeer gesegelt. Brittas Pech auf Elba, wo sie sich eine Radiusfraktur zugezogen hatte und andauernde Flauten machten uns zu schaffen und manches mal sehnten wir uns nach den beständigen Winden der Karibik. In der Nachschau sind wir aber trotzdem begeistert von den unglaublich schönen Erlebnissen dieses Jahres. 
Sizilien ist als Ganzes schon ein Highlight, die italienischen Inseln sowieso... Korsika, Toulon, Marseille, Barcelona, Valencia....
 Überall waren wir nicht lange genug! Da müssen wir nochmal hin. Bemerkenswert ist auch der Umgang in den von uns besuchten Ländern mit der Infektionsgefahr. Nach unserer Wahrnehmung wird nahezu überall sehr sorgfältig auf Abstand, Maske und Desinfektion geachtet. Da ist es in Deutschland eher läßig. Umso mehr wundert es uns, dass in unseren Nachrichten vor diesen Ländern gewarnt wird. Wir fühlten uns überall sicher und Bilder wie die an überfüllten deutschen Stränden haben wir nicht gesehen. Allerdings gibt es in den südlichen Ländern einen deutlich stärkeren Familienverbund, der vielleicht ursächlich für die hohen Infektionsraten sein kann. So ein Norddeutscher steckt sich beim „Moin“-sagen wohl nicht so leicht an, wie ein Franzose bei seiner landestypischen Begrüßung. Aber Segler sind ohnehin auf ihren Booten kaum gefährdet. 
Lili steht jetzt in Faro an Land und für die nächsten sechs Monate endet hier unsere Berichterstattung.



Dienstag, 22. September 2020

22.09.2020 Culatra vor Anker

Nachdem wir Ayamonte verlassen hatten, ankerten wir noch eine Nacht im Fluss und gingen dann im Morgengrauen mit der letzten Ebbe flussabwärts über die Barre. Dieses Mal war die flachste Stelle 3,2m. Da ist bei Welle nicht viel Luft....
Die 25 sm bis Culatra hatten wir schönen Wind, aber auch mal Regenschauer. Damit können wir gar nicht umgehen. Das sind wir nicht gewohnt! Und jetzt, am letzten Seetag das Regenzeug naßmachen geht auch nicht. Also musste mal wieder der Autopilot herhalten. Gut so ein Autopilot.
Nun liegen wir hier wunderschön, relativ geschützt, für die nächsten Tage und warten auf unseren Sliptermin in Faro. Am 25.09. kommt Lili für die Wintersaison hier an Land. Die Werft kennen wir schon. Wir waren vor zwei Jahren schon mal hier und wir waren sehr zufrieden.
Ein schöner Zufall war, dass Paul und Nina mit “Mareé” auch hier ankerten und wir uns endlich mal Wiedersehen konnten.
Culatra ist für uns ein kleines Paradies. Mit kleinen Häusern, netten Restaurants und dem fast menschenleeren, scheinbar unendlichem Strand, ist es einfach nur schön hier zu sein. Und wenn es doch mal langweilig sein sollte, können wir mit der Fähre in die Stadt fahren....



Dienstag, 15. September 2020

14.09.2020 Ayamonte


Nachdem wir eine sehr sportliche Fahrt durch die Straße von Gibraltar hatten, sind wir bis Rota weiter gesegelt.  Fast immer vor dem Wind hatten wir die Genoa ausgebaumt und ein Reff ins Groß gesteckt. Mit Max. 11,6 kn war das ein bemerkenswerter Törn. 

In Rota haben wir dann Petra und Tom mit ihrer “Santos” wieder getroffen und mit ihnen zwei schöne Tage verbracht. Heute Morgen ging es dann für uns weiter nach Ayamonte. Die schöne Stadt am Grenzfluss zwischen Spanien und Portugal hatten wir schon vor zwei Jahren besucht.  Die Flussmündung ist äußerst flach und wir kamen bei nahe Niedrigwasser an, sodass wir uns vorsichtig unter Motor den Flachs näherten. Die flachste Stelle, eine Stunde vor Niedrigwasser, war 3,4m. 
Wir hatten zum Glück nur 15 kn Wind, sodass wir die Einfahrt riskieren konnten. Bei mehr auflandigem Wind wäre das keine gute Idee gewesen. Dann gemütlich, nur mit dem Vorsegel, gegen den Strom den Fluss hoch und nun liegen wir im modernen Yachthafen und fahren mit der alten Flussfähre zum Einkaufen nach Portugal.